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Lilies Diary | 26. Mrz 2017

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Surfcamps im Check: 7 Fakten über das Pure Surfcamp in Spanien

Gesa
  • am 10. Februar 2017

Pure Surfcamp in Loredo: Wir waren da und können jetzt surfen! Drei Anläufe hat es gedauert, bis ich endlich sagen kann: Surfen ist geil. Zuvor hatte ich schlechten Unterricht, schlechte Wellenbedingungen, schlechte Ergebnisse und schlechte Laune. Wer also surfen lernen will, sollte aufpassen, in welches Surfcamp es geht!

Neben Surfunterricht und den Bedingungen des Surfspots ist auch das Drumherum wichtig. Wie ist die Verpflegung und Unterkunft? Wie die Leute? Das Freizeitangebot? Wir waren im Sommer in einem der vielen Pure Surfcamp und verraten euch, wie euer Aufenthalt dort wird.

Am Strand des Pure Surfcamp

Die Pure Surcamps gibt es auf der ganzen Welt: Spanien, Portugal, Frankreich, Marokko, Sri Lanka, Indonesien … sogar Südafrika und noch viele mehr … Wir waren im Pure Surfcamp in Nordspanien, im Ort Loredo, dabei.

Unser Pure Surfcamp-Check: Der Surfunterricht

Das Pure Surfcamp in Loredo hat 1A Surflehrer! Die Jungs sind hellwache Burschen, die ihre Augen bei allen Schülern gleichzeitig haben und unermüdlich Feedback geben! Das habe ich noch nie erlebt. Bewundernswert, wie die Jungs auch noch an mich glauben, als ich schon längst das Brett in die Ecke pfeffern will. Sie haben mir geholfen, endlich weiterzukommen! Indem sie sich auch am 4. Tag nicht zu schade waren, noch mal zu sagen, was ich falsch mache. Danke Jungs!

Unsere Gruppen sind klein (max. 8 Leute), das Level gleichmäßig und Lehrer Phil immer bei uns. Die Pure Surfcamp-Kurse reihen sich am Strand fast nahtlos aneinander. Das hat einen Vorteil: Denn so passen quasi immer zwei Jungs auf.

Als es bei mir einfach nicht mehr vorwärtsging, konnte ich aus der Intermediate-Gruppe zurück in den Anfängerbereich gehen. Da habe ich mich in Ruhe beraten lassen und geübt, ohne die Gruppe aufzuhalten oder frustriert zu werden (ganz schlimm!).

Surflehrer bei der Arbeit

Das nennt ich mal echte Freude!

High Five während der Surfstunde

Theorie kommt im Pure Surfcamp auch nicht zu kurz. Einen kompletten Abend über lernen wir, wie Wellen entstehen, was ein Left- oder Righthander ist, worauf man beim Kauf eines Neopren achten muss oder was die Unterschiede bei den verschiedenen Surfbrettern sind. Davon habe ich in zwei von vier bislang besuchten Camps noch nie etwas gehört!

Die meisten Lehrer im Pure Surfcamp in Loredo sind bei meinem Aufenthalt deutsch, was ich im Unterricht sehr hilfreich finde. Sie surfen auf der Eisbachwelle in München, haben ihre eigenen Surfboardmanufakturen oder reisen den Wellen hinterher. Echte Surfer!

Surflesson

Unser Pure Surfcamp-Checks: Die Leute und Vibes im Camp

Ganze 200 Leute passen in das Camp. Sie erkennen sich am Camp-Bändchen, dass wie ein Festivalband das Handgelenk ziert. Nach wenigen Tagen kenne ich schon fast alle Gesichter und teile mir den Tisch beim Essen mit ein paar Holländern. Davon sind neben Deutschen am meisten da. Weil sich mein Holländisch auf Wie alt bist du?, Wie geht es dir? und Ich heiße … beschränkt, wird Englisch geredet. Viele der Gäste sind zu zweit oder alleine da, es gibt aber auch zwei größere Reisegruppen. Einige kennen sich schon, weil sie mit dem gleichen Reisebus ins Camp gefahren sind. Dieser wird vom Pure Surfcamp organisiert und kann bei der Buchung dazugekauft werden.

Skating im Pure Surfcamp

Unterbringung im Pure Surfcamp

Unser Pure Surfcamp-Check: Das Freizeitangebot

Was ihr im Pure Surfcamp macht, wenn ihr keinen Surfunterricht habt? Na surfen! Pure Surcamp steht – wie der Name schon sagt – für pures Surfen. Das könnt ihr ganze 3 Mal am Tag machen! Neben euren 1 – 3 Stunden Surfunterricht (je nachdem wie ihr es gebucht habt), geht es schon morgens um 7:00 mit dem Morning-Surf los und am späten Nachmittag weiter! For free! Mega geil und super hilfreich, wenn ihr das Surfen in nur einer Woche lernen wollt. Für mich als Spätaufsteher war 7:00 zwar eine echte Herausforderung. Aber mitten auf dem Wasser vom goldenen Schein der Sonne wachgekitzelt zu werden, macht alles wieder gut! Da bin ich froh, am Vorabend nicht so viel getrunken zu haben, wie manch andere im Camp. ;)

Merke: Seid pünktlich bei der Brettausgabe, damit ihr Bretter bekommt. Das Free-Surf finden unter Aufsicht statt.

Am Strand

Der Strand in Loredo ist ein super Surfspot mit kleineren Wellen für Anfänger aber auch größeren Wellen für Fortgeschrittene.

Surferin am Strand

Wer nicht Non-Stop surfen will, geht in die Bar La Mar Salada und probiert Tapas. Oder spaziert zum Skatepark und den Surfshops in Somo, knapp 40 Minuten Strandspaziergang vom Camp entfernt. Im Camp selbst gibt es eine Slackline, ein Volleyballfeld, die ein oder andere Hängematte, Tischtennisplatten und eine coole Mini-Ramp zum Skaten … tagsüber ist es im Camp allerdings sehr ruhig. Sehr ruhig! Denn wer nicht gerade beim Surfen ist, chillt oder macht ein Nickerchen. Am Abend dagegen geht es immer rund – ein bisschen wie auf Klassenfahrt! Dazu mehr im nächsten Punkt.

Beach Volleyball

Die Cervecería La Mar Salada hat WLAN. Hätte ich aber auch ohne ins Herz geschlossen:

Unser Pure Surfcamp-Check: Die Partys und Ausflüge

Am Abend ist im Camp immer für Programm gesorgt, Teilnahme freiwillig. Der erste gemeinsame Abend beginnt mit Barbecue und Drinks (diese sind selbst zu zahlen). Unter der Woche geht es mit dem Bus zum Party machen nach Santander, zum Party machen auf ein Boot (beides zusammen ca. 35 € Teilnahmegebühr), zum Party machen ins Nachbarcamp oder ans Lagerfeuer. Verabschiedet wird sich am Freitag wehmütig mit dem Hug Day und einem Surfcontest.

Partygirl

 Partypeople. Oder: „Party, people!“

Partypeople als Piraten verkleidet

Unser Pure Surfcamp-Check: Die Unterkunft

Im Pure Surfcamp wird nicht nur Surfen großgeschrieben, sondern auch das Thema Camp: Es geht zurück zum Ursprung der SurfCAMPS, als nach dem Surfen einfach gezeltet wurde. Etwas luxuriöser als im Zelt übernachten wir im Pure Surfcamp in Loredo in Sheddies. Das sind kleine Holzhütten mit einer Matratze für anderthalb Leute. Dazu gibt es eine winzige Ablage und eine Wäscheleine vor der Tür. Etwas Campingerprobt solltet ihr für das Camp also sein! Auch nachts wird es kalt, wie beim Zelten, und wir schlafen in einem Schlafsack.

Merke: Strom und Licht gibt es in den Sheddies nicht. Das Gepäck verstaut ihr im Hohlraum unter der Matratze. Ein kleines Schloss für das Sheddie solltet ihr bei Bedarf selbst mitbringen. Für den Notfall werden vor Ort Kissen und Schlafsack verkauft (ca. 20 €), die sind aber nicht besonders dick oder hochwertig. Für die Wertsachen miete ich mir zwei Schließfächer, in die zwei Laptops und Spiegelreflex + Kleinzeug passen (Achtung: Anzahl begrenzt). Das war die Rettung! Denn die Schließfächer haben je eine Steckdose. Allerdings sind sie ab ca. 1:00 nicht mehr zugänglich. Wer dann noch Strom braucht, verschwindet im Bad.

Tagsüber findet das Leben im Camp im Freien statt – immer ganz nah bei der Sonne. Zum Essen setzt ihr euch in den Schatten oder sucht draußen einen Platz. Die Sanitären Anlagen sind Campingplatz-typisch.

Weil ein echter Surfer nicht viel Platz und Zeug zum Leben braucht: Für die kommende Woche sind diese Sheddies euer neues Zuhause.

Unser Pure Surfcamp-Check: Die Verpflegung

Im Pure Surfcamp bekommen wir Frühstück und warmes Abendessen. Für mittags belege ich mir ein Sandwich oder kaufe Toast. Ehrlich gesagt wurde ich aber zur Stammkundin im kleinen Tante Emma Laden ums Eck. Hier habe ich mir mein Frühstück aufgepeppt und für den Mittag ganz viel Obst besorgt. Wenn es so warm ist, könnte ich mich ausschließlich von Früchten, Karotten und Paprika ernähren! Bei den Tapas aus der Bar habe ich mich auch durchprobiert.

Mit Wasser habe ich mich aus dem Supermarkt selbst versorgt. Eigentlich trinke ich Wasser aus dem Hahn, aber das ist in der Region weniger genießbar. Wer eine Surfcamp-Trinkflasche kauft (ca. 15 €) darf sich frisches Wasser direkt im Camp abfüllen. Plan ist, dass so der Kauf von immer mehr Plastikflaschen vermieden werden soll. Sehr löblich! Schade, dass im gleichen Augenblick Sangria in Plastikbechern ausgeschenkt wird. Aber irgendwo muss man ja anfangen! Zero Waste ist kein einfacher Schritt. Wer sich für Zero Waste interessiert, sollte mal bei Madeleine vorbeischauen.

Bitte denkt auch daran, immer euren Müll vom Strand mitzunehmen. Wer will schon Plastik im Line-Up?! Vielleicht habt ihr sogar die Möglichkeit, an einem Beach Clean-Up teilzunehmen? 6,4 Millionen Tonnen Müll gelangen jährlich in die Meere. Im Jahr 2050 wird mehr Plastik per Gewicht in den Weltmeeren zu finden sein als Fische!! Das sollte uns zu denken geben!

Fazit des Pure Surfcamp-Checks: Für wen ist das Camp etwas?

Pure Surfcamps gibt es überall auf der Welt. Das Camp in Loredo, Nordspanien, ist für jeden etwas, dem die Worte Klassenfahrt, Party und neue Leute kennenlernen keine Bauchschmerzen bereiten. ;) Auch Camping-Style sollte für euch okay sein. Ebenso, dass hier und da ein paar Extrakosten auf euch zukommen. Das Camp liegt keine 200 Meter vom Strand entfernt, wo ihr neben dem Camp die meiste Zeit verbringen werdet. Egal ob 19 oder 29, allein reisend oder in der Gruppe, Anfänger oder Fortgeschritten-Level, hier kann jeder eine tolle Zeit haben. Vor allem wer ein ernstes Interesse daran hat, surfen zu lernen oder sich im Surfen verbessern möchte, hat in Loredo gute Chancen dazu.

Falls ihr noch Fragen habt oder selbst mal in einem Pure Surfcamp wart, lasst doch gerne ein Kommentar da! Wer von euch war schon mal in Loredo? Falls ihr ein cooles Ausflugsziel in der Gegend kennt, lasst es mich wissen! Ich bin nächstes Jahr wieder mit dem Auto dort.  :)

Du willst Surfen gehen? Wir haben Outfit-Tipps zum Surfen:

Beim Surfen und im Urlaub wollt ihr nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionelle Kleidung. Wir haben ein paar Tipps, was im Surfurlaub nicht fehlen darf. Eingedeckt haben wir uns damit bei unserem Surf-, Snow- und Skateladen des Vertrauens: Blue Tomato. Oft findet ihr aber auch vor Ort tolle Angebote.

  • Surf-Poncho: ! Ein Must-Have ! Ideal, wenn ihr euch am Strand umziehen wollt oder schnell friert. Ein Surf-Poncho ist eine Mischung aus Bademantel und überdimensionalem Handtuch. Darin könnt ihr ungeniert vor anderen Leuten die Badehose wechseln. Oder euch einkuscheln, wenn ihr aus dem nassen Neopren raus seid und es plötzlich frisch wird. Super flauschig!
  • Neopren-Anzug: Meine Empfehlung an jeden: Kauft euch einen eigenen Neopren. Die Leihteile passen oft einfach nicht ideal oder sehen aus, als hätten sie einen Haiangriff erlitten. Damit verlieren sie ihre Funktion, euch im Wasser warm zu halten. Gelangt Wasser zwischen dich und den Anzug, wird dir schnell kalt. Ein universeller Neopren ist 4/3 mm dick. Wenn ihr ins Warme fahrt, reicht auch 2/3 mm. Auf Feuerte Ventura im Oktober war ich an besonders warmen Tagen nur in Lycra und Boardshorts im Wasser. Auch ein Shorty (Neopren-Anzug ohne Beine) oder  Badeanzug aus Neopren wäre denkbar. Richtig sexy! Aber Achtung: Der Neopren schützt auch vor Sonne und Abschürfungen, wenn ihr beim Sturz am Sand entlang scheuert. Das ist besonders am Anfang ein Segen!
Im Surf-Fieber? Dann solltet ihr diese Surf-Outfits kennen:
  • Lycra: In besonders warmen Regionen reicht mitunter ein Lycra. Die Shirts sind sehr viel dünner als ein Neopren, schützen vor der UV-Strahlung und trocknen schnell. Mit dem leichten Teil fühlst du dich beim Surfen schwerelos und siehst top aus! :)
  • Badeshorts: Zum Lycra empfehle ich über der Bikini-Hose eine Boardshorts, damit der Po nicht so freiliegt. Sich dort zu verbrennen, ist wirklich nicht lustig! Sieht auch zum normalen Outfit lässig aus …
  • Surfleggins: Surfleggins bieten Schutz an den Beinen, sind aber nicht so dick wie ein Neopren. Ich ziehe sie tatsächlich auch gern Zuhause oder zum Yoga an. Sie sitzen höher als normale Leggins, sind super bequem und haben meist richtig tolle Farben und Muster. Ein absolutes Lieblingsteil!
  • Surf-Bikini und Bikini: An ganz heiße Orten könnt ihr Mädels sogar im Surf-Bikini surfen. Die sind so geschnitten, dass bei der Surf-Akrobatik nichts verrutschen kann: Zum Beispiel sollten die Schulterblätter frei liegen. Ganz tolle Modelle findet ihr bei Zealous, deren Designerin selbst auf Bali lebt und surft. Ich bekäme damit viel zu schnell einen Sonnenbrand. Aber einen schönen Bikini für den Strand habe ich mir doch gegönnt …

Noch mehr Impressionen vom Aufenthalt im Pure Surfcamp Loredo:

Mit Softboards lernt es sich am Anfang viel leichter. Vor allem, wenn sie so schön bunt sind.

Ab ins Meer!

Lagerfeuer am Abend ist immer schön!

Der Surfponcho im Einsatz nach dem Surfen.

Im Pure Surfcamp lebt ihr förmlich am Strand.

Manu erzählt seinen Schülern vom Surfen.

Martin mit Spaß am Unterricht, wie immer!

Fotografen-Service vor Ort: für 20 € könnt ihr euch professionell beim Surfen fotografieren lassen und eure Surfbilder mit nach Hause nehmen.

In Loredo könnt ihr fast den ganzen Tag surfen.

Vorher: Meine ersten Tage auf dem Brett.

Nachher: 1 Woche Surfunterricht und ein paar Mal Surfen in Eigenregie später.

Chillen im Pure Surfcamp

Das Pure Surfcamp tagsüber: wenn alle relaxen oder beim Unterricht sind.

Stammtisch zum Abendessen.

Grillabend in einem befreundeten Surfcamp.

Aus dem Meer kannst du nur glücklich zurückkommen!

Die beste Stärkung nach dem Surfen: Tapas!

If in doubt … paddle out!

Lächelnd im Pure Surfcamp

Vielen Dank für die Unterstützung an das Team von Pure Surfcamps.

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