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Lilies Diary | 21. Dezember 2017

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22 Kommentare

Die anderen, wie ich, die lieben dich.

Christine

Es fällt mir schwer diese Zeilen zu schreiben. Bevor ich es vergesse zu erwähnen, am Ende dieses Briefes, möchte ich es gleich vorausschicken. Du bist an allem schuld! Ich wäre, unter normalen Umständen, mit einer Kindheit am Meer, niemals auf eine derart absurde Idee gekommen und in so eine missliche Lage. Bestimmt wusstest du schon bei meinem ersten Besuch, wie du mich um den Finger wickeln kannst. Mit deinem massiven Körper, deiner imposanten Erscheinung und deinem Strahlen.

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Bestimmt wirst du dich schon gewundert haben, warum ich immer wieder komme. Im Sommer, im Herbst, im Winter und Frühling. Immer wieder komme ich und schau dich an, um doch noch die schlechte Seite an dir zu finden, die mich löst. Doch jedes Mal wenn ich dich sehe, schon in der Ferne von der Autobahn, bleibt mein Herz kurz stehen und dann rennt es im Schweinsgalopp davon, weil es direkt in deine Arme möchte. Habe deswegen keine Schuldgefühle. Es war eigentlich ein großer Zufall. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel Heidi geschaut.

Es begann schon im Kindesalter. Ich kam dich besuchen, mit meinen Eltern, und war verzaubert. Ich tollte über die Wiesen, ich schmiss mich auf weiches Stroh und sah in den Himmel und zu dir hinauf, wie du voller Ehrfurcht dastandest. So verlässlich und stark und irgendetwas flüstertest, was ich nicht verstand. Du wirst dich fragen, warum ich dich immer angestarrt habe, aber ich denke, du bist dir deiner Anziehungskraft bewusst. Ich wollte nie ans Meer, ich wollte immer nur zu dir. Ich wollte zu dir hinauf laufen, um deine Nähe zu spüren und zusehen, was du jeden Tag siehst. Endlose Täler, in denen morgens der Nebel hängt und die langsam, Schritt für Schritt mit Sonnenstrahlen beleuchtet werden. Ein schimmernder Teppich, der durch das Tal zieht und Zentimeter für Zentimeter erhellt.

Wie das Leben so spielt, habe ich mich in dich verliebt. Nicht auf den ersten Blick, sondern jedes Mal ein bisschen mehr. Ich habe es dir schon oft ins Gesicht geschrien, doch es kam nur mein Echo zurück. Es fällt mir außerordentlich schwer, diese Zeilen zu schreiben. Ich sitze im Zug, Richtung Berlin und mein Herz blutet. Innere Blutungen sind das, die keiner sieht, an denen ich auch nicht streben werden, aber im ersten Moment denke ich sie überfluten mich. Sie überfluten meinen Körper und dann ersticke ich und bekomme keine Luft mehr. Ich musste dich vor ein paar Stunden verlassen. Diesmal war der Abschied besonders schwer. Es war ein strahlend blauer Himmel. Die Vögel zwitscherten und es kam mir vor, als gäbe es über Nacht einen Startschuss für den Frühling. Noch bist du wunderschön weiß, aber bald wird dir der schimmernde Teppich Zentimeter für Zentimeter den Schnee wegnehmen. Dann liegst du da, nackt und verletzlich mit deinen kahlen Bäumen und braunen Wiesen. Doch dann, in wenigen Wochen wirst du anfangen zu blühen und du wirst schöner werden denn je. Und ich, ich werde es nicht miterleben. Ich werde nicht an deiner Seite sein, wenn all die schönen Heublumen und Enziane aus den Boden kriechen und die Lerchen neue Blätter bekommen. Du wirst mich wahrscheinlich nicht vermissen. Du kennst mich ja nicht einmal richtig. Ich bin nur eine von vielen, die sich in dich verliebt hat. Ich kenne dich auch nicht richtig, aber das was ich jedes Mal sehe, dass liebe ich so abgöttisch, dass es fast weh tut. Jetzt sitze ich hier im Zug und schreibe dir diesen Liebesbrief und merke, wie meine Augen ganz feucht werden. Wie dumm das klingt. Ich schreibe einen Liebesbrief an dich und dabei muss ich weinen. Ich muss weinen, damit ich nicht ersticke. Natürlich ist es dein Aussehen, dass mich fasziniert, aber noch viel mehr sind es die Gefühle, die du auslöst. Johann Wolfgang von Goethe schrieb einmal: „Nun ging mir eine neue Welt auf. Ich näherte mich dem Gebirge.“ So war es bei mir. Es gibt die einen, die lieben das Meer und die endlose Weite. Die anderen, wie ich, die lieben dich. Ich kann hier nur für mich sprechen, aber es gibt kein schöneres Gefühl, als nichts und alles zu sehen. Alles, sind die Spitzen deiner tausend Freunde und nichts, dass alles still steht. Ich schaue dich an und du siehst jetzt genauso aus, wie in zehn Minuten. In der Stadt, am Meer, auf dem Land, da bewegt sich immer etwas. Da ist immer eine Unruhe vorhanden. Nur bei dir, bei dir oben auf dem Gipfel finde ich meine Ruhe.

In Liebe

Deine Christine

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Dieser Liebesbrief an die Berge ist in Osttirol entstanden. Als ich im kleinen verglasten Lesecke im Gradonna Mountain Resort saß und diese ganz besonderen Blick hatte, da kamen sie alle, die Gefühle. Es folgt eine Fotostrecke vom Gradonna Mountain Resort, das den Bergen so nah ist:

Aussicht-Turmzimmer-gradonna-mountain-resort

gradonna-mountain-resort-osttirol

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 Eröffnet!

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gradonna-mountain-resort-Äpfel

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Frühstück-Osttirol

Frühstück-mit-Bergblick

Winter-Skulptur

gradonna-mountain-resort-pool

 

 

Kommentare

  1. wow, tolle bilder! besonders das am fenster und das im wasser!! und der brief ist wirklich sehr sehr schön!!!

  2. hilli

    bester post ever. wunderschoen geschrieben. :* nur weiter so, in diesem stil. dort hast du dich gefunden.

    • Christine

      Ja, manchmal habe ich Lust so zu schreiben ;)

  3. als Meerkind mit – neu – Wohnsitz in Gebirgsnähe habe ich immer geglaubt ich würde auf Berge steigen, um wieder alles zu sehen, um wieder einen weiten Blick zu haben, wie beim aufs Meer schauen oder ins flache Land. Aber vielleicht hast Du Recht, ich suche auch die Ruhe und den Frieden ;)
    Toller Text!

  4. Ek Kehard

    Ob Zug, Auto oder Bus, ob Inn-, Loisach- oder Illertal: wenn es nach Norden geht und auf einmal keine Berge mehr dem Auge rechts und links Halt und Orientierung geben – das ist jedes Mal der schlimmste Moment …

    Wunderschöner Text!

    (und zum Glück gibt’s am Wochenende wieder Neuschnee :-) )

    • Christine

      Es gibt eben die Berg- oder die Meermenschen. So wie bei Katzen und Hunden ;)

  5. Pierre

    Super schöne Bilder.
    Und ich als Berg Kind kann da nur zugut mitfühlen.

    • Christine

      Ich bin auch ein Bergkind :)

  6. Torsten Müller

    wunderschöne Pics :)

  7. -HEIKO-

    Hhmmmmmmmmmmmmh,

    mein Herz geht auf, wenn ich Deine Texte lese und dann noch mit diesen tollen Bilder untermalt ! Machst Du sie wirklich alle selber ? Einfach toll !
    Hast schon länger nichts gepostet, bist wieder unterwegs ; ) ? Hoffe im Fernsehen gibts bald mehr von Dir und dann in dem Stil hier bitte.
    PS.: An VoX hab ich schon geschrieben und das klar gemacht ; D !

    Liebe Grüße aus dem Bremer Flachland
    -HEIKO-

    • Christine

      Ich poste fast täglich, auf welcher Seite schaust du denn ;)

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