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Lilies Diary | 23. Juli 2017

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Jordanien Reisetipps – 7 Tipps für eine unvergessliche Reise

Gastautoren

Es ist bereits dunkel. Ich liege im kühlen Sand und beobachte den gigantischen Sternenhimmel über mir – das Leuchten der Sterne und das Funkeln der Venus. Neben mir knistert ein kleines Feuer, das die Guides vorab mit sorgfältig ausgesuchten Ästen und Sträuchern zum Brennen gebracht haben, um uns darauf in einer verrußten zuckersüßen Kanne Tee zu kochen. Ich befinde mich mitten in der Wüste Jordaniens und lasse die vergangene Woche und den Roadtrip durch Jordanien bei knisterndem Feuer vor meinen Augen Revue passieren. Warum hat mich diese Reise so geflashed? Erfahrt es in meinen Jordanien Reisetipps.

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Aber nun von vorn: Nur knappe zwei Monate verstaubte mein Backpack nach meiner Weltreise in der Ecke, bevor es endlich wieder auf Reisen ging. Diesmal zog es mich wie gesagt nach Jordanien und die Reaktionen meiner Freunde und Familie waren sehr verhalten: „Wie, du willst schon wieder weg?“, „Wie kommst du denn auf Jordanien?“, „Ist das nicht gefährlich?“

Nun, nach der Reise kann ich sagen: Ja, ich habe mich zu jedem Zeitpunkt sehr sicher gefühlt und hätte mir kein besseres Land aussuchen können, um schnell mein Fernweh zu stillen. Jordanien hat mich zutiefst beeindruckt – viel mehr als ich erwartet hatte. Das kleine Land bietet unglaublich beeindruckende Landschaften, die Möglichkeit sich im toten Meer schwerelos zu fühlen und sich von Beduinen das Leben in der Wüste näher bringen zu lassen. Ich verrate euch sieben Gründe, die eine Reise durch Jordanien besonders machen werden.

Jordanien Reisetipps: sich im Toten Meer schwerelos fühlen

Vom kleinen historischen Städtchen Madaba, unweit der Hauptstadt Amman, fuhr ich über den Mt. Nebo an die Küste vom Toten Meer. Bereits von hier hatte man eine fantastische Aussicht über das tote Meer und nach Israel.

  • Tipp: Macht einen kurzen Fotostopp am Dead Sea Panorama View Point. Die Aussicht ist atemberaubend.

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Die öffentlich zugänglichen Abschnitte zum toten Meer sind rar, denn an der Küste reihen sich die Luxushotels aneinander. Ich entschied mich für den Amman Beach. Die 20 Dinar Eintritt zum Strandabschnitt sind bei der vermüllten Anlage alles andere als ein Schnäppchen – gelohnt hat es sich trotzdem.

Ich konnte mir mein breites Dauergrinsen einfach nicht verkneifen als ich langsam ins Wasser tapste und immer mehr an die Wasseroberfläche gedrückt wurde, bis ich schließlich rücklings im Wasser lag. Einfach ohne irgendeine Anstrengung im Wasser schweben und dabei ganz entspannt ein Buch lesen – der hohe Salzgehalt des Toten Meeres macht es möglich und ist eine geniale Erfahrung!

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Jordanien Reisetipps: Gänsehautmomente in Petra erleben

Meine Reise führte mich weiter die Küste entlang in den Süden Jordaniens. Ziel war das kleine touristische Wadi Musa, ein kleiner Ort bei Petra. Die Felsenstadt mit ihren unzähligen in den Fels gemeißelten detailreichen Fassaden stand schon seit Jahren auf meiner Bucket List.

Petra ist unheimlich beeindruckend und so viel größer als ich es mir je hätte vorstellen können.
Auf den Spuren von Indiana Jones lief ich bei trockener Hitze etwa 20 Minuten eine schmale Felsschlucht mit hohen Felswänden entlang zur antiken Felsstadt. Und dann, der Moment, in dem man dem Ende der tiefen Felsschlucht näher kommt und immer mehr von Petras wohl berühmtesten Bauwerk, dem Khazne al Firaun, zum Vorschein kommt, verschlug mir fast den Atem. Das 40 m direkt in den Fels gehauene Bauwerk, mit vielen Details, die in sorgfältiger und feinster Handarbeit entstanden sein müssen. Der Tageseintritt für Petra ist mit 50 Dinar kein Schnäppchen, aber gehörte für mich trotzdem zum Pflichtprogramm.

Tipp: Das Zwei-Tage-Ticket kostet 55 Dinar, also nur unwesentlich mehr als der Tageseintritt. Wer also genug Zeit hat und sich Zeit lassen will, für den ist das Zwei-Tage-Ticket im Vergleich ein echtes Schnäppchen.

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Jordanien Reisetipps: Petra by Night genießen

Wem der Tageseintritt zu teuer ist, für den ist „Petra by Night“ eine kostengünstige Alternative – zumindest wenn Einem ein Besuch des Khazne al-Firaun reicht. Man läuft den mit hunderten Kerzen beleuchteten Weg durch die Schlucht zum Khazne al Firaun. Vor dem „Schatzhaus des Pharao“, wie das Bauwerk von den Beduinen genannt wurde, erwarten einen hunderte Kerzen auf dem Boden vor dem beeindruckenden Bauwerk und verleihen der Situation einen Hauch von Magie. Untermalt wird das Spektakel mit den Klängen einiger Musikanten und es wird Tee serviert. Der Preis beträgt 17 Dinar.

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Jordanien Reisetipps: Das kristallklare Rote Meer

Von Wadi Musa fuhr ich weiter in das kleine touristische Aqaba am Roten Meer. Das kristallklare Wasser des Roten Meeres bietet ideale Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. Die Strände von Aqaba sind ziemlich überfüllt und so fuhr ich zum Public Beach Nr. 3 etwas außerhalb der Stadt.

Der öffentliche Strandabschnitt war, zumindest als ich dort war, fast ausschließlich von einheimischen Familien besucht, daher sollte man lieber auf knappe Bikinis verzichten und sich zusätzlich noch Shorts und T-Shirt überziehen. Es gibt auch einige private Strände für die etwa 15 Dinar Eintritt verlangt wird.

Das Wüstenleben in Wadi Rum

Von Aqaba fuhr ich weiter nach Wadi Rum. Ich hatte vorab nichts gebucht, aber das ist hier kein Problem. Hier wird man am Visitor Center bereits von zahlreichen selbsternannten „Tourguides“ erwartet. Spontan einigte ich mich mit zwei jungen Beduinen auf eine 2-Nächte-Jeep-Tour für 65 Dinar pro Person, bei einer Tour zu zweit. In einem alten Jeep fuhren uns die jungen Beduinen durch die Wüste und brachten uns zu zahlreichen Aussichtspunkten. Sie kletterten mit uns auf Sanddünen und Felswände, um das tolle Panorama der Wüste bestaunen zu können.

Die atemberaubende Wüstenlandschaft von Wadi Rum war für mich das Highlight meiner Jordanien-Reise. Diese wunderschöne unberührte Landschaft, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, traumhafte Sonnenuntergänge genießen und das einfache Leben der Beduinen kennenlernen – fantastisch.

Zu lernen, wie man nur von dem leben kann, was die Natur hergibt, wie man Felswände hochklettert, wie man ohne Strom Wasser kühlt oder welche Blätter und Pflanzen bei welchen Beschwerden helfen. Beeindruckend! Die sogenannten Beduinencamps mit Strom und Sanitärhäuschen sind natürlich nur auf Touristen ausgerichtet. Authentischer wird es, wenn man sich für eine Nacht in der Wüste entscheidet und im Freien schläft. Und eins ist sicher: Wadi Rums Wüste mit dem überwältigendem Sternenhimmel ist ohne Zweifel der schönste Schlafplatz der Welt und ein einmaliges Erlebnis.

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Jordanien Reisetipps: Die Hauptstadt Amman

Die Hauptstadt Amman war mein letzter Stopp meiner Jordanienreise. Eigentlich bin ich ja kein so großer Fan von Großstädten – Amman hingegen gefiel mir auf Anhieb. Um ehrlich zu sein kann ich gar nicht genau sagen, warum mir die Stadt so gefiel – es war das Gesamtbild.

Tipp: Von dem Hügel der Zitadelle hat man einen super Ausblick über die Stadt und in der hippen Rainbow Street findet man nette Bars und Restaurants.

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Jordanien Reisetipps: fantastische jordanische Küche

Die jordanische Küche ist fantastisch. Schon zum Frühstück wird einem Hummus, Falafel und Fladenbrot serviert, dazu gibt es süßen Tee. Für einige mag das für ein Frühstück etwas ungewöhnlich erscheinen, aber ich fand es toll. In Amman kann ich vor allem das Hashem Restaurant empfehlen – die besten Falafel, die ich je gegessen habe!

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Mich hat die Reise durch Jordanien unheimlich beeindruckend. Natürlich habe ich mich vorab bereits riesig auf die Reise gefreut, doch wie sehr mich das kleine Land beeindrucken würde, war mir vor meiner Reise nicht bewusst. Die Reise war noch viel eindrucksvoller und ereignisreicher, als ich es mir hätte vorstellen können. Ich komme wieder!


DIE GASTAUTORIN

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Hi, ich bin Katharina – Wahl-Münchnerin und Weltreisende. Mit Kamera und Notizbuch bereise ich seit 10 Jahren als Backpackerin die Welt, immer auf der Suche nach neuen atemberaubenden Erlebnissen und Eindrücken. Gerade bin ich von meiner zweiten Weltreise zurückgekommen und die nächste Reise ist natürlich auch schon in Planung.

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