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Lilies Diary | 12. Oktober 2017

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3 Kommentare

7 einfache Tipps für nachhaltiges Wohnen

Pia Winter
  • am 6. März 2017
  • http://www.little-lilies-diary.com

Nachhaltig leben ist momentan absolut im Trend, und das zu recht. Einen grünen Fußabdruck zu hinterlassen ist absolut wesentlich für unsere Zukunft und die der kommenden Generationen.

Ich möchte euch heute ein paar einfache Tipps für nachhaltiges Wohnen geben, mit denen ihr der Umwelt und zumeist auch eurem Geldbeutel etwas Gutes tun könnt. Es sind kleine Schritte, die in die richtige Richtung führen, und wenn viele von uns mitmachen, diese Schritte wie wiederverwertbare Alltagshelfer zu benutzen, Müll zu reduzieren und auf den eigenen Energieverbrauch zu achten, eine große Veränderung hervorbringen.

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 1: Wiederverwertbare Alltagshelfer

Wie viele Alltagsgegenstände landen bei euch nach einmaligem Gebrauch im Müll? Bei mir waren das zum Beispiel immer Wattepads, Abschminktücher und Küchenpapier. Diese drei Dinge lassen sich wirklich einfach durch waschbare Alternativen ersetzen. In fast jedem gut sortieren Drogeriemarkt gibt es in der Kosmetikabteilung Mikrofaser Abschminktücher, die ihr einfach mit zur Kochwäsche geben und danach wiederverwenden könnt. In Reformhäusern findet ihr diese zumeist auch in Bio-Qualität und fair produziert. Auch Küchenpapier sollte in einer nachhaltigen Wohnung gestrichen und durch Putztücher aus Stoff ersetzt werden. Die könnt ihr auch ganz normal mit in die Kochwäsche geben und danach wieder verwenden. So einfach kann es gehen.

Waschschwamm

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 2: Stromanbieter vergleichen und wechseln

Ein gutes Beispiel für nachhaltiges Wohnen ist auch, beim Stromanbieter zu vergleichen, sich genau zu informieren und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass Energie nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern der Gewinnungsprozess vorher eine wichtige Rolle spielt.

Bevor der Strom bei uns Zuhause fließen kann, muss er produziert werden. Nachhaltige Energie kann durch verschiedenste Verfahren gewonnen werden. Zum Beispiel mit Photovoltaik-Anlagen, die die Energie der Sonnenstrahlung zu elektrischem Strom umwandeln. Oder durch Offshore-Windparks – das sind Türme mit Turbinen, die in windigen Gebieten wie z.B. an der Nordsee auf dem Festlandsockel im Meer aufgebaut werden und dort die Kraft des Windes zu Energie umwandeln. Nachhaltig Wohnen bedeutet also auch, sich Energieanbieter zu suchen, die an die Zukunft denken und möglichst klimaschonend Energie gewinnen. Natürlich muss jeder von euch selbst wissen, worauf er Wert legt. Selbst bei der klimaschonendsten Gewinnungsmethode gibt es Nachteile, aber es ist wichtig sich seiner Werte bewusst zu werden und sich zu überlegen, was man unterstützen möchte.

Tipps für nachhaltiges Wohnen

Foto: E.ON

E.ON ist so ein Unternehmen, das ständig weiter an nachhaltigen Energielösungen arbeitet. Der Ökostrom von E.ON wird seit 2015 unter anderem im Windpark Amrumpark West in der Nordsee, 35 km nördlich von Helgoland, gewonnen. Auch die Nachfrage nach Solarenergie ist in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Viele Kunden möchten nicht mehr nur fairen Strom einkaufen, sondern am besten eigene Solaranlagen und Stromspeicher in ihrem Zuhause installiert haben. Bei E.ON ist das und noch mehr möglich.

Natürlich ist der Preis ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Anbieters. Deswegen solltet ihr die Augen offen halten und bei diesen Kleinigkeiten genauer hinschauen: Versteht ihr den Tarif nicht? Stehen die Kosten im Kleingedruckten und sind im Vergleich ZU günstig? Ist Vorauskasse gewünscht? Diese Fragen können Hinweise auf unseriöse Anbieter sein. Der Strommarkt in Deutschland strotzt momentan nur so vor Billiganbietern, die mit unseriösen Angeboten Kunden anlocken wollen. Im Jahr 2016 in dem sie zum Beispiel die Stromkosten für ein Jahr im Voraus bezahlen konnten. Leider ging der Konzern pleite und die Kunden sahen ihr Geld nie wieder.

Seriöse Anbieter sind transparent und bieten meistens einen guten Kundenservice per Telefon, Chat oder schriftlich. Individuelle Betreuung wird bei Ihnen groß geschrieben, genauso wie Fairness und Transparenz. Bevor ihr einen Vertrag abschließt solltet ihr genau wissen, was ihr am Ende zahlen werdet. Energiegewinnung entwickelt sich weiter und wenn ihr in naher Zukunft eure eigene KWK- Anlage zur Stromproduktion im Keller haben möchtet, dann ist es praktisch schon gleich bei einem Anbieter zu sein, der euch da beraten kann. Außerdem praktisch und gut für die Umwelt: die Möglichkeit Rechnungen online einzusehen und Zählerstände selbst einzugeben.

Hier findet ihr mehr Informationen.

Allgemein ist es natürlich wichtig darauf zu achten, wie viel Energie ihr im eigenen Haushalt verbraucht. Deswegen noch kurz und knackig meine 7 Energie Spartipps fürs Zuhause:

  1. Standby Modus aus: Auch im Standby Modus verbrauchen elektronische Geräte Energie, meist sogar so viel als wären sie angeschaltet. Am besten gleich Steckerleisten mit Fußschalter installieren, damit ihr alle Geräte auf einmal ausschalten könnt.
  2. Stoßlüften statt Kipp: Lieber zwei, dreimal am Tag für zehn Minuten komplett durchlüften und die Heizung ausstellen als ein Fenster länger auf Kipp stehen zu lassen. So kommt mehr Sauerstoff rein und es wird weniger Energie verbraucht.
  3. Kochen mit Deckel: Absoluter Klassiker, aber machen dennoch viele Leute nicht. Spart unglaublich viel Energie.
  4. Wasserkocher statt Herd benutzen: Der Wasserkocher verbraucht deutlich weniger Strom als das Erhitzen auf dem Herd.
  5. Ein paar Grad runterschalten: Bei 60°C muss dank der heutigen Waschmittel fast keine Kleidung mehr gewaschen werden. Auch bei viel umweltfreundlicheren 40°C wird alles herrlich sauber.
  6. Jutebeutel statt Plastiktüten: Die Herstellung und Entsorgung von Plastik verbraucht Unmengen an Energie. Außerdem sehen Jutebeutel doch viel toller aus und halten länger.
  7. Zu Ökostrom wechseln: Einmal ist grüner Strom natürlich besser für die Umwelt und auf der anderen Seite auch oft günstiger. Einfach mal Preise vergleichen.

Strom-sparen

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 3: Essenspläne erstellen

Essen vorplanen? Das Internet nennt das Meal Planning und es ist ein absoluter Social-Media-Hype. Es geht darum, genau zu planen, was man die kommenden Tage über essen wird und es vorzubereiten. So unterbindet ihr nebenbei auch, euch Essen to go zu besorgen. Einfach am Sonntagabend schon einen großen Topf Suppe oder Eintopf ansetzen und das Gemüse zum Snacken für den nächsten Tag schnibbeln. So seid ihr vom stressigen Kochen befreit, kommt nicht in die Versuchung, euch etwas zum Mitnehmen beim Lieblingsasiaten zu holen und habt für Zwischendurch immer etwas Gesundes zu naschen. ;-) Absolut nachhaltig und gesund!

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Apps wie Food Planner oder die Kochplaner App helfen euch dabei, eure Essenspläne zusammenzustellen, Einkaufslisten zu erstellen und den Alltagsstress zu minimieren.

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 4: Müll reduzieren und upcyclen

Nachhaltig Wohnen bedeutet auch, den Müll zu reduzieren und benutzte Gegenstände (wie eben die Abschmink- oder Putztücher) nochmal zu verwenden. Gezielt einkaufen ist hier das Motto, was mit dem Meal Planning definitiv einfacher wird. Wer sich genau Gedanken macht, was er für die kommenden Tage braucht, neigt nicht zu Impulsivkäufen, die hinterher vielleicht gar nicht verzehrt werden und in den Müll wandern. Wenn doch mal etwas übrig bleibt, werdet kreativ.

Übrig gebliebenes Gemüse lässt sich schnell in eine Suppe verwandeln, die ihr einfrieren könnt. Übrig gebliebene Gläser vom eingemachten Gemüse könnt ihr wieder mit Smoothies oder Vorräten befüllen, als Vasen benutzen oder auch als Geschenkverpackung. Ihr könnt den Müll auch schon beim Einkaufen reduzieren, in dem ihr darauf achtet möglichst plastikfreie Produkte einzukaufen und eure eigenen Tragetaschen und Verpackungen zu benutzen. Gemüse lässt sich z.B. wunderbar auf dem Markt einkaufen.

Aber auch Nicht-Lebensmittel müssen nicht im Müll landen. Ein einfaches „Keine Werbung, bitte!“ Schild, hält die Postboten davon ab, Werbeprospekte in euren Briefkasten zu werfen, die ihr dann wieder entsorgen werdet. Kauft euch eine schöne Trinkflasche und fangt an Leitungswasser zu trinken, anstatt abgefülltes Wasser zu kaufen. Ersetzt Batterien durch wiederaufladbare Akkus. Wenn ihr unterwegs etwas esst, lasst es euch auf die Hand geben anstatt es einpacken zu lassen. Wenn etwas Elektrisches kaputt geht gibt es in vielen Städten übrigens auch tolle Repair Cafés, wo sich Menschen rum treiben, die euch helfen, eure Sachen zu reparieren.

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 5: Second-Hand-Möbel

Bei der Wohnungseinrichtung sollte eure erste Adresse nicht unbedingt das große Möbelhaus in eurer Nähe sein. Bei eBay Kleinanzeigen und dem Kleinanzeigenmarkt eurer Stadt findet ihr ganz sicher eine große Auswahl schöner, gebrauchter Möbel, die noch in gutem Zustand sind. Gebrauchte Produkte sind so viel nachhaltiger als neu produzierte und sie geben der Wohnung den richtig gemütlichen Retro-Charme. Außerdem könnt ihr euch bei alten Möbeln, die ihr aussortieren möchtet, fragen, ob ihr sie nicht noch anders verwenden könnt. Der alte Küchentisch könnte zersägt werden und die Bretter kommen als Regal an die Wand … Oder wie wäre es mit diesen schönen Blumentöpfen aus alten Plastikflaschen:

Amazing reuse for plastic bottles!

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Eine Lampe aus einem alten Rührbesen:

Industrial light made from a mixer!

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Oder diesem besonderen Regal:

Pretty guitar shelf 🎶

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Oder wie wäre es mit einer WhatsApp-Gruppe mit Freunden, in der ihr eure Möbel untereinander tauscht, wenn ihr euch satt gesehen habt?

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 6: Faire und nachhaltige Produkte kaufen

Wer sich nicht so für gebrauchte Möbel begeistern kann, der kann beim Kauf darauf achten, wo die Möbel herkommen und wie sie hergestellt werden. Auch kurze Transportwege und eine faire Bezahlung der Mitarbeiter spielen bei Fairness und Nachhaltigkeit eine essentielle Rolle. Außerdem solltet ihr auf qualitativ hochwertige Produkte und ein zeitloses Design achten, damit ihr auch lange etwas von eurem Wohn-Accessoire habt. Eine gute Adresse hierfür ist zum Beispiel der Avocado Store.

Büro

Ich liebe auch meinen Schreibtisch von ausliebezuholz aus Berlin. Er ist aus alten Hölzern gebaut worden, die früher Baudielen oder Gerüstbohlen waren. Die Tische werden alle in feinster Handarbeit zusammengebaut und jedes Teil ist ein Unikat. Da die Bretter schon so viele Jahre in Gebrauch waren haben sie eine ganze besondere Oberfläche und die Möbel sind wirkliche Hingucker.

Tipps für nachhaltiges Wohnen – Tipp 7: Dinge leihen

Nicht jeder Haushalt muss voll ausgestattet sein. Es reicht auch oft, sich Dinge zu leihen. So ist die Wohnung weniger voll gestellt und so etwas wie Saft einmachen eine besondere Angelegenheit, die eben nur dann geht, wenn man sich eine Saftpresse geliehen hat. Auch eine Bohrmaschine brauche ich nicht jeden Tag und leihe sich mir einfach, wenn ich etwas in meiner Wohnung anbringen möchte. Hierfür gibt es auch praktische Plattformen wie Leihdirwas.de. Was übrigens auch total praktisch ist, ist sich Kinderkleidung zu leihen. Die Kleinen wachsen eh so schnell, dass sie ständig für alles zu groß sind. Geht zum Beispiel bei Lütte leihen.

Das waren meine Tipps zum nachhaltigen Wohnen für euch. Ich hoffe, ihr konntet etwas damit anfangen. Wenn ihr noch Ideen habt, wie ich ganz einfach einen grüneren Fußabdruck hinterlassen kann, dann schreibt sie gerne in die Kommentare.

Dieser Post entstand in Kooperation mit E.ON

Kommentare

  1. Kerstin

    Sehr schöner Artikel. Ein gelungener Rundumschlag zum Thema nachhaltiger Leben. Ich mag das, wenn Informationen so gut gebündelt werden.
    Schade, dass gerade dieser Artikel als grüne Werbung für E.on verwendet wird. Sicher bietet E.on auch Tarife für Strom aus regenerativen Quellen. Das ändert aber nichts daran, dass die Firma zu den ganz großen Atomstrom- und Kohleproduzenten in Deutschland gehört und ihre Gewinne nach wie vor massiv in neue „schmutzige“ Kohlekraftwerke investiert. Würdest du einer Freundin wirklich E.on als nachhaltigen Stromanbieter empfehlen? Da gibt es in Deutschland viel bessere Alternativen.
    Ich schätze am diesem Blog gerade die Artikel zu Nachhaltigkeit, Minimalismus und Achtsamkeit. Gerade deshalb wollte ich meine Enttäuschung über die meiner Meinung nach recht unpassende Kooperation nicht für mich behalten.

    • Christine

      Ja ich kann es als ersten Schritt empfehlen. Wenn man mal richtig tief recherchiert, dann hat alles seine Nachteile, auch Ökostrom.

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