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Lilies Diary | 29. November 2017

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9 Kommentare

Der Vergleich Rock am Ring und Rock im Park

Christine

Es gibt nur wenige Idioten, die sich an einem Wochenende Rock am Ring und Rock im Park anschauen. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt gerade einen gefunden.

Rock-am-Ring-2012

Donnerstag und Freitag habe ich Rock am Ring besucht und Samstag und Sonntag Rock im Park. Das Fazit – bei Rock im Park merkt man, dass man in Bayern ist und alles etwas gesitteter zugeht. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass es ein paar weniger Leute sind und diese Samstag und Sonntag schon müde waren? Ansonsten sind mir noch einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgefallen, die ich mit der Kamera dokumentiert habe. Was natürlich bei dieser Aktion von Vorteil war – ich hatte zweimal ein Konzert von „Gossip“ an einem Wochenende und konnte sie direkt miteinander vergleichen.

Freitag – Rock am Ring

Beth Ditto betritt die Bühne mit einem hautengen schwarzen Kleid, auffällig schwarz geschminkten Augen und offenen Haaren. „Deutschland. Wie geht’s, wie geht’s, wie geht’s“, fragt sie das Publikum. Das Publikum jubelt und Beth Ditto ist zufrieden. „Super.“

Sie spielt ein paar Lieder und macht ein paar Witze à la „We are Motörhead, thank you for coming“ und bedauert immer wieder, dass ihr Deutsch ist nicht gut. Stimmt. Sie sagt immer Frost, statt Prost. Aber Hauptsache alles ist „Super, super, super!“

Gerade als ich ein paar Minuten nicht auf die Bühne geschaut habe, hat Beth ihr Outfit gewechselt. Das hautenge Schwarze ist einem hautengem Schwarzen gewichen, mit so tiefen Ausschnitt, dass ich die ganze Zeit Angst habe ihre Brustwarzen gleich zu sehen. Neben singen und „Super, super, super!“ rufen wird fleißig gequalmt. Und da passiert es, das überraschende und unmögliche, Beth Ditto macht sich auf den Weg zum Publikum, küsst schnell einen Security Mann, sagt den Sanitätern hallo und geht ab in die Menge. Und läuft durch. Keiner konnte seinen Augen trauen. Beth spaziert da durch, gibt Küsschen, singt, setzt fremde Hüte auf, drückt Menschen das Mikro in die Hand die reinbrüllen „Du bist der Wahnsinn“, nimmt Silberfolien mit auf die Bühne und verkleidet sich als Lady Gaga. Es war wirklich der Wahnsinn. Das sie es sich getraut und überlebt hat. Grandios!

Sonntag – Rock im Park 

Beth Ditto betritt die Bühne mit einem hautengen schwarz-weißen Kleid, auffällig schwarz geschminkten Augen und offenen Haaren. „Wie geht’s?“ fragt sie das Publikum. Das Publikum jubelt und Beth Dito ist zufrieden. „Super, super, super.“

Sie spielt ein paar Lieder und macht ein paar Witze à la „Mein Name ist Marylin Manson“ und prostet mit dem Publikum. Wenn sie etwas gelernt hat bei Rock am Ring, dann das es Prost und nicht Frost heißt.

Es gibt keinen Kleiderwechsel und im großen und ganzen ist Beth Ditto auch nicht so in Plauderlaune. Vielleicht liegst am Wetter. Doch da passiert es wieder, das überraschende und unmögliche, Beth Ditto macht sich auf den Weg zum Publikum und flirtet währenddessen mit einem Weihnachtsmann. Aber sie geht nicht rein. Sie lässt sich Zeit, gibt einen Song lang jedem in der ersten Reihe die Hand aber geht nicht in die Menge. Hat es ihr nicht gefallen bei Rock am Ring? War es zu gefährlich? Hat man es ihr verboten? Wollte sie nicht nass werden? Das Highlight im Park war der Mann, den sie gegen den Willen der Security auf die Bühne geholt und mit einem Handtuch abgetrocknet hat. Und sie hat gerülpst und Schulz gerufen. Eine kleine Geste mit der sie auch viele Symphatiepunkte sammeln konnte. Aber lieber Rock im Park Besucher, ihr habt echt was verpasst“ Gossip war bei Rock am Ring so viel geiler!

Rock-im Park

Links sehen wir ein Rock am Ring Auto bei der Ankunft. Rechts ein Rock im Park Auto bei der Abfahrt.

Rock-im Park-Toiletten

Die Toiletten. Da ist ganz klar das Marken „Toi,Toi“-Dixieklo um einiges besser. In diesem Raum befindet sich so viel blaue Flüssigkeit, dass man nichts anderes sieht.

Rock-im Park-Nürburgring

Der kleine, feine Unterschied – RaR serviert das gute Handbrot, ein Brötchen mit Käse und Schinken gefüllt. Bei RiP gibt es das Brot flach, aber auch mit Käse und Schinken. Oder Kartoffeln.

Rock-im Park-Eifel

Das Blick aus meinem Kofferraum. Bei RaR eine Wiese mit 100 anderen Autos, bei RiP das Hilton, das ich aber leider nur von außen gesehen habe.

Rock-im Park-Abfall

Bei RiP haben die Besucher wenigstens versucht den Müll irgendwie zu bündeln. Der Wille zählt, auch wenn es nicht so ganz funktioniert hat.

Rock-im Park-2012

Wer braucht schon Hippie-Klamotten wenn man Band-Shirts haben kann. Das Klamotten-Angebot bei RaR ist auf jeden Fall doppelt so groß. Oder ich habe irgendwelche Stände übersehen.

Rock-am-Ring-Nürnberg

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Alkohol aufzubewahren…

Rock-am-Ring-Festival

So ein Nickerchen kann nicht schaden. Bei RaR setzt man da auf die Gruppendynamik.

Rock-am-Ring-Camping

Die Kreativität kennt keine Grenzen und das liebste Bastelobjekt ist natürlich die Bierdose, aus der man kleine Tierchen oder ganze Möbelstücke baut.

Rock-am-Ring-Bühnen

Rock-am-Ring-Besucher

Ab und zu muss man es sich auch einmal gemütlich machen. Entweder auf dem Eiche-rustikal Wohnzimmertisch oder halbnackt in der Menge.

Rock-am-Ring

Nicht jedes Nahrungsmittel findet den Weg in den Mund. Oder es wird einfach vergessen. Hier sehen wir ein Würstchen und einen Maiskolben. Mahlzeit!

Kommentare

  1. Klasse :-D

  2. Irgendwann fange ich an, zu weinen weil meine Festivalsaison mit dem Imperial in Costa Rica angefangen und aufgehört hat. Deine Berichte von anderen Festivals zerren an meinen Entzugserscheinungen. Aber so ist das immer mit den guten Sachen, auf die man verzichten muss, oder?

    (aahahahaaa, ich will sofort meine Karte fürs Hurricane, wüahhhh)

    • christineneder

      Es gibt immer ein zweites Mal :)

  3. Melly

    Hey, weißt du noch wie der Stand mit den ganzen Hippiesachen hieß? Das würde mir unheimlich weiterhelfen! :)

    • Christine

      Oh Gott ne, sorry

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