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Lilies Diary | 28. Mai 2017

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Rumänien Reisetipps: Alle Infos für das erste Mal Rumänien

Gastautoren

Rumänien ist eines dieser Länder, das vielleicht nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste der meisten Reisenden steht. Wer jedoch auf der Suche nach einem Ziel abseits der ausgetretenen Touristenpfade ist, das von schneebedeckten Bergen bis zum feinen Sandstrand alles zu bieten hat, sollte ganz schnell einen Platz auf seiner Liste frei machen.

Hier findet ihr atemberaubende Landschaften, magische Schlösser und Burgen, lebendige Städte direkt neben traditionellen Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Dracula kennt jeder, aber obwohl seine Heimat Rumänien nur zwei entspannte Flugstunden von den meisten deutschen Flughäfen entfernt liegt, weiß man sonst eher wenig über das Karpatenland. Genau hier können wir euch helfen. Die wichtigsten Informationen, die ihr vor Antritt eurer Entdeckungsreise wissen solltet, haben wir für euch zusammengefasst.

Rumänien Reisetipps: Alles über Land und Leute

In Rumänien berühren sich Gegensätze. Hier treffen uralte Traditionen auf magische Naturlandschaften, in nur wenigen Stunden kann man als Reisender beides erleben: die moderne Stadtatmosphäre mit hippen Cafés und einer angesagten Bar neben der nächsten ebenso wie die Einfachheit des ländlichen Lebens. Überladene Heuwagen, von Pferden gezogen, teilen sich die Straße mit rasenden A-Klassen.

Pferdekutsche in Rumänien

In der Pferdekutsche unterwegs …

Bettlerin mit Blumensträußen

In der Hauptstadt Bukarest flanieren die Fashionistas, während um die Ecke Bettlerinnen versuchen, kleine Sträußchen mit Blumen zu verkaufen. Das Durchschnittseinkommen liegt aktuell bei 8.235 € (im Vergleich Deutschland: 44.293 €). Die Lebenshaltungskosten sind entsprechen niedriger, was Rumänien für uns zu einem günstigen Reiseland macht.

Stadtansicht von oben

Rumänien Reisetipps: Die verschiedenen Regionen

Es gibt drei Hauptgebiete, in die sich das Land unterteilt: Transsilvianien (oder auf deutsch: Siebenbürgen) im Westen, die Walachei im Süden und Moldawien im Osten. Die drei Regionen werden durch das riesige Karpatengebirge geteilt, wodurch jede Region über Jahrhunderte ihre eigene kulturelle Identität bewahrt hat. Durch eine lange Geschichte von Machtkämpfen und Neuansiedlungen sind – je nachdem wo man sich gerade aufhält – starke Einflüsse aus Deutschland, Frankreich, Ungarn oder auch der Türkei spürbar. In Sibiu (deutsch: Hermannstadt) zum Beispiel ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder auf deutsche Schulen gehen oder gar Deutsch als Muttersprache sprechen. Die Leute sind offenherzig und ausgesprochen gastfreundlich, was sich vor allem beim Essen durch riesige Portionen Brot und endlosen Nachschub an Schnaps äußert.

Rumänien Reisetipps: die Währung

In Rumänien gibt es noch keinen Euro, das Land hat das Einführungsdatum mehrmals verschoben. Zuletzt hieß es, vor 2019 wird das wohl nichts. Deswegen bezahlt ihr dort mit Lei. 1 Euro = 4,5356 Lei (Einzahl: Leu).

Rumänische Währung

Wenn ihr gleich vor Ort mit Bargeld starten wollt ohne lang an einer Wechselstube anzustehen oder einen Bankautomat suchen wollt, empfehle ich euch Travelex. Mit dem Service könnt ihr eure Wunschwährung ganz einfach vorab am Flughafen abholen oder direkt nach Hause schicken lassen. Es funktioniert ganz einfach:

  1. Geht auf https://www.travelex.de
  2. Gebt das Zielland/Währung ein
  3. Gebt den Betrag ein, den ihr gewechselt haben möchtet.
  4. Entscheidet, ob ihr eine Hauslieferung oder das Geld in einer Filiale am Abflugort abholen möchtet.

Reisetipps Rumänien

Online-Bestellungen sind kommissionsfrei bei Travelex. Ihr könnt Fremdwährungen im Gegenwert von 100 bis zu 2.499 Euro bestellen und einen Betrag in Höhe von maximal 2.499 € nach Hause liefern lassen. Alle Infos findet ihr aber noch mal auf der Seite.

Die Hauslieferung kostet 5 Euro extra. Dafür habt ihr aber nichts mehr, worum ihr euch kümmern musst. Ich habe meine Bestellung nach Hause liefern lassen. Bei Bestellungen ab 1.000€ ist die Lieferung nach Hause kostenfrei! Ihr findet aber alle genauen Details noch einmal auf der Internetseite von Travelex.

Rumänien Reisetipps: Essen und Trinken

Unser „bio“ ist für die Rumänen Alltag. Nahrungsmittel aus der Region und ökologischem Anbau sind an jeder Straßenecke zu haben. Käse gibts bei dem einen Nachbarn, Kartoffeln bei dem anderen und der Schnaps wird einfach selbst gebrannt. Die Anbaumethoden sind teilweise mittelalterlich, der Acker wird oft noch mit tatsächlichen Pferdestärken bestellt, wobei die Traktoren immer mehr Einzug in die Dörfer erhalten.

Schweinefleisch ist Leibspeise der Rumänen

Auch die Herstellung des Schafskäses, für den vor allem das Gebiet Siebenbürgen sehr bekannt ist, erfolgt wohl nicht unbedingt nach EU-Richtlinien. Schmecken tut er aber trotzdem. Möchte man sich vegetarisch ernähren, hat man es nicht so leicht in Rumänien und muss sich den ein oder anderen dummen Spruch anhören, denn: Die Rumänen lieben ihr Fleisch. Ganz besonders Schweinefleisch ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Es gibt ein Sprichwort das besagt: „Peștele cel mai bun, tot porcul rămâne“ – „Der beste Fisch ist immer das Schwein“.

Rumänische Würste

Wenn man dann fragt, wieso gerade Schwein, wird es meist auf die Türken geschoben, die während des osmanischen Reiches plündernd durchs Land gezogen sind und – als Muslime – einzig am Schweinefleisch kein Interesse hatten. Der clevere Bauer war also mit ein paar Schweinen im Stall auf der sicheren Seite. Das gleiche gilt übrigens für Polenta, ein gelber Brei aus Maisgries, der die Türken wohl ebensowenig interessiert hat.

Maisgries in Rumänien

Rumänien Reisetipps: Reisezeit und Wetter

Das Wetter in Rumänien bietet wirklich alles, von Schnee über eine leichte Brise bis hin zu 30 Grad im Schatten. Jede der drei Regionen hat ihre eigene Klimazone. Westlich der Karpaten ist das Wetter gemäßigt und ähnlich wie bei uns, auf der Ostseite gibt es große Temperaturschwankungen. Im Sommer wird es dort sehr heiß und im Winter sehr kalt.

Frühling in Rumänien

Im Süden des Landes, am schwarzen Meer, ist das Klima dann fast schon mediterran und auch im Winter vergleichsweise mild. Der Winter in Rumänien lockt vor allem mit schneebedeckten Pisten, die Skisaison startet Mitte Dezember und geht etwa bis März. Der Frühling bietet blühende Kirschbäume und milde Temperaturen. Auf den Bergen schmilzt der Schnee, die Wandersaison startet. Im Sommer ist es von Juni bis August meist durchgehend warm, es kann drückend heiß werden, die Strände im Süden sind gut gefüllt. Der Herbst taucht die zahlreichen romantischen Burgen und Schlösser mit seinen bunten Bäume in ein magisches Licht und treibt Wanderfreunde in die Berge.

Blumenblüten in Rumänien

Rumänien Reisetipps: Transport im Land

Die meisten Flüge aus Deutschland gehen direkt in die Hauptstadt Bukarest. Die Fluggesellschaft Blue Air bietet von Stuttgart aus allerdings auch regelmäßige Flüge nach Hermannstadt (Sibiu). Je nach Saison und wie lange im Voraus man bucht, kann man ein Ticket unter 100 Euro finden.

Im Flughafen mit Blue Air

Flughafen mit Blue Air

Innerhalb des Landes kommt man am besten mit einem Mietwagen voran. Wer entspannt reisen und dabei noch viel lernen will, kann sich einen privaten Guide organisieren. Die Reiseagentur Carpathian Travel bietet flexible Touren für Selbstfahrer oder geführte Touren durch Stadt und Land. Je nach Interesse kann man sich hier selbst sein persönliches Reisepaket zusammen schnüren.

Straßenszene in Rumänien

Rumänien Reisetipps: Das darf im Koffer nicht fehlen!

Seit 2007 Ist Rumänien Mitglied der EU, ein Reisepass ist also kein Muss, der Personalausweis reicht vollkommen aus. Je nachdem wann ihr fahrt und was ihr vorhabt, sieht die Packliste natürlich anders aus. Für Wanderungen in den Berge benötigt ihr definitiv festes Schuhwerk, am besten wasserdicht, denn auf den Bergen liegt – auch wenn man es aufgrund hoher Temperaturen im Tal nicht unbedingt erwartet – bis auf ein paar wenige Sommermonate durchgehend Schnee. Für Erkundungstouren natürlich auch outdoor-taugliche und bequeme Kleidung einpacken!

Rucksack von TK Maxx

Für die Städte und besonders Bukarest darf es dann gerne etwas schicker zugehen. Nicht umsonst nennt man die rumänische Hauptstadt auch das „Paris des Ostens“. Sehen und gesehen werden ist das Motto, wenn man es sich in einem der zahlreichen Cafés oder Bars gemütlich macht. Für wilde Partynächte darf auch gerne das kleine Schwarze (im rumänischen Fall: das sehr kleine, glitzernde Schwarze) eingepackt werden.

Christine Neder in Bukarest

Rumänien Reisetipps: Achtung!

Rumänien ist ein sehr sicheres Reiseland und laut unserem Guide gilt das auch für alleinreisende Frauen. Achtsam sein sollte man in den größeren Städten. Hier kommt es regelmäßig zu Taschendiebestählen. Außerdem gibt es viele Straßenhunde, die nicht immer automatisch der beste Freund des Menschen sind, auch hier ist also Vorsicht geboten. Auf dem Land sollte man besonders aufpassen, wenn man Schafherden begegnet, denn wo Schafe sind, sind auch Hirtehunde meist nicht weit und die sehen es nicht gern, wenn sich jemand ihrer Herde nähert.

Wilde Schafsherde in Rumänien

Tipp von unserem Guide: Beim Wandern immer ein Stück Brot griffbereit in der Tasche haben, dann ist auch der lauteste Hund ganz schnell ziemlich handzahm und einer unvergesslichen Reise steht nichts im Wege!

Straßenhund in Rumänien

Dieser Post ist in Kooperation mit Travelex entstanden.

Christine Neder mit Reisepass


Die Gastautorin:

Rumänien Reisetipps

Hallo! Ich bin Franziska, Videoeditorin, Grafik Designerin, Fotografin und alles was sonst noch so anfällt. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens war es, meine Vollzeitstelle bei einem Fernsehsender auf 50 Prozent zu reduzieren und in Berlin als Freelancerin zu arbeiten. Dadurch habe ich endlich genug Zeit die Welt zu erkunden, immer mit Backpack, gerne allein, nie ohne meine Kamera. Seit mir meine Eltern im zarten Alter von vier Jahren in Indien meinen ersten Kultur- und Hitzeschock verpasst haben, bin ich Fan herausfordernder Reiseziele. Wenn ich mich aber nicht gerade durch irgendeinen Urwald kämpfe, auf einen Berg klettere oder von Wellen durchspülen lasse, findet ihr mich auch gerne mal im Großstadtdschungel, wo das lokale Bier ausprobiert werden muss. Und wenn der Kater dann verflogen ist, berichte ich euch gerne, ob sich die Reise gelohnt hat …

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