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Lilies Diary | 24. Juni 2017

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46 Kommentare

7 Gründe warum ich zum Veganer geworden bin

Christine

Seit fünf Monaten ernähre ich mich vegan. Es hat alles mit einer 30 Tage Challenge angefangen. Ich habe immer wieder und wieder von Freunden und Bekannten gehört, dass sie sich so viel fitter und wacher fühlen, seit sie sich vegan ernähren. Für mich als Schnarchzapfen, der nach 9 Stunden Schlaf um 11 Uhr vormittags schon wieder ein Nickerchen machen könnte, ein verlockendes Versprechen. Ein Tag ohne ständig müde zu sein und sich einen Kaffee nach dem anderen reinzuschütten? Das wäre grandios!

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Ich war schon seit 14 Jahren Vegetarier und deswegen dachte ich, ich mache für die Tiere eigentlich schon recht viel. Ich weiß noch, als mir ein Freund vor ein paar Monaten gesagt hat, dass auch Vegetarier indirekt Tiere töten. Ich habe mich aufgeführt wie die Axt im Walde. Ich fand es gemein, dass dieser Fleischfresser mir damit auch noch ein schlechtes Gewissen machen will. Erst jetzt verstehe ich, was er damit meinte. Wer sich dazu entschließ, vegan zu leben, der wird eigentlich nicht drum rum kommen, die Augen zu öffnen und nicht nur seine Ernährung, sondern auch seine moralischen Grundsätze gegenüber Lebewesen zu überdenken. Keine Angst, ich will euch hier nicht bekehren, der Typ Mensch bin ich nicht. Ich möchte nur erklären, warum ich mich nach den 30 Tagen dazu entschlossen habe, mich weiterhin vegan zu ernähren und euch ein paar Sachen erzählen, die ich gerne früher gewusst hätte, denn dann hätte ich schon vor 14 Jahren mich vegan zu ernähren. Mich stört es nicht, wenn andere Fleisch essen. Mich stört es aber schon, wenn sie nicht wissen, was sie damit fördern und unterstützen.

1. Warum ich zum Veganer geworden bin? Auch als Vegetarier tötet man Tiere.

Es gibt ja die unterschiedlichsten Ernährungsformen:

  • Fleischfresser: essen neben pflanzlichen Lebensmitteln Fleisch und tierische Produkte
  • Flexitarier: ernähren sich hauptsächlich vegetarisch, aber essen auch gelegentlich Fleisch
  • Vegetarier: ernähren sich nicht von Fisch und Fleisch, nehmen aber tierische Produkte in Form von Milch, Eiern und Honig zu sich. (Hier gibt es noch ganz viele Unterschiede, aber ich denke für die grobe Erklärung reicht das.)
  • Pescetarier: Pseudo-Vegetarier, die sich in der Regel rein pflanzlich ernähren, aber Fisch und andere Meerestiere verzehren.
  • Dann gibt es noch Frutarier, Freeganer, Rohköstler und eben Veganer.

Ich bin nun also seit fünf Monaten Veganer und verzichte auf alle Produkte, die vom Tier kommen. Also Eier, Milch, Honig etc. Es gibt einige Gründe, warum ich das mache. Ein sehr großer, für den man, wie es mir scheint, immer ein bisschen belächelt wird, sind die Tiere. Ich kann mir nicht einen Hund halten und dieses Tier über alles vergöttern, aber im Gegenzug ein Schwein für mein Essen töten. Ich sehe in einem Tier ein intelligentes Lebewesen mit einem ausgeprägtem Sozialverhalten. Ich möchte es nicht leiden sehen und schon gar nicht töten. Leider musste ich mir auch eingestehen, dass ich als Vegetarier für das Leid der Tiere verantwortlich bin. Das war mir nie so wirklich bewusst. Wenn ich Eier esse, dann unterstütze ich damit, dass 40 Millionen männliche Küken getötet werden. Zum Eierlegen sind sie nutzlos und als Masthuhn nicht profitabel genug. Wer wer möchte kann das anschauen „Wertlos – Millionenfaches Töten von Küken

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo die Milch herkommt? Genauso wie bei Menschen kann eine Kuh nur Milch geben, wenn sie Mutter geworden ist. Die Kälber werden dem Muttertier kurz nach der Geburt weggenommen und entweder sofort oder nach einem kurzen qualvollen Leben getötet.

2. Warum ich zum Veganer geworden bin? Ich möchte nicht mehr die Augen verschließen.

Ich habe es ja schon in der Einleitung geschrieben: Wenn man sich für Veganismus interessiert, dann stößt man auf ganze viele unschöne Fakten, wie die über die Ei- und Milchproduktion.
Leider wird, meiner Meinung nach, viel zu wenig Aufklärung betrieben. Ich finde, jeder sollte wissen, was es unterstützt und tut, wenn er Fleisch oder tierische Produkte konsumiert. Wenn es ihm egal ist, dann akzeptiere ich diese Entscheidung, doch viele wissen gar nicht, was alles dahinter steckt.

Jeder Deutsche verspeist in seinem Leben durchschnittlich 1.094 Tiere. Für 250 g Fleisch verbraucht man 2.400 Liter Wasser. Möchte das mal jemand hochrechnen? Ich kann nur jedem empfehlen, den Film Cowspiracy zu schauen. Seit ich vegan bin, weiß ich auch, dass man leider keiner Umweltorganisation glauben kann. Laut eines UN Berichts ist der maßgebliche Grund für die Umweltzerstörung nämlich die Viehhaltung. Es macht nur keiner zum Thema, weil es sehr unsexy ist, den zahlenden Mitgliedern die reine Wahrheit zu sagen. Jede Umweltorganisation müsste sagen: „Wenn Sie was für die Umwelt tun wollen, dann ernähren Sie sich vegan.“ Davon würden sich jedoch sehr viele auf den Schlips getreten und persönlich angegriffen fühlen, weil man möchte, dass sie ihr Leben ändern, weil sie in ihrem jetzigen Leben Umweltsünder sind. Das möchten die großen Umweltschutz-Organisationen nicht. Sie fahren die Weichspülermasche: Duschen Sie kurz. Fahren Sie Fahrrad, lassen Sie das Licht nicht brennen.

Ein Mensch, der sich vegan ernährt, spart täglich 4.200 Liter Wasser. Außerdem rettet man mit veganer Ernährung 2,8 Quadratmeter Regenwald, weil dieser nicht abgeholzt würden müsste, für das Futter der Tiere, die man isst. Hinzu kommt die Rettung der Tierleben. Vielleicht habt ihr jetzt schon ein komisches Gefühl im Bauch? Vielleicht wollt ihr auch am liebsten jetzt schon wegklicken und lieber ein süßes Schweinevideo auf YouTube anschauen? Es tut mir Leid, ich weiß, das ist ein echt hartes Thema und auch ich hatte am Anfang zu kämpfen. Da will man so viel Gutes tun, läuft zum Bäcker anstatt das Auto zu nehmen, spart Wasser, wo man nur kann, aber das ist nicht die Lösung. Keiner kann die Umwelt schützen, wenn er Fleisch isst. Ich kann euch nur ans Herz legen den Film Cowspiracy anzuschauen. Es ist die brutale Wahrheit darüber, wie die Fleischlobbyisten Spendengelder an die Umweltorganisationen schicken, um ihnen damit das Maul zu stopfen und das Thema nicht an die große Glocke zu hängen.

Cowspiracy DEUTSCH from Ralf Blume on Vimeo.

 

3. Warum ich zum Veganer geworden bin? Ich möchte mich gesund ernähren.

Nur weil man sich vegetarisch oder vegan ernährt, heißt das nicht automatisch, dass man sich auch gesund ernährt. Ich glaube, ich war ein sehr, sehr ungesunder Vegetarier. Jetzt versuche ich wirklich auf meine Ernährung zu achten. Es gibt unter den Veganern sogenannte „Puddingveganer“, die sich ausschließlich von Fertigprodukten ernähren. Ich versuche, ganz viel frisches Gemüse zu mir zu nehmen und viel auf Weizenmehl zu verzichten. Seit ich in Sri Lanka war, gibt es bei mir zum Frühstück ein indisches Dahl oder Milchreis mit Sojamilch. Außerdem ganz viel Curry mit Reis und Fruchtshakes. Ich habe einen echt guten Mixer und ich liebe ihn. Jeden Tag haue ich das unterschiedlichste Obst rein und bin jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie viel Obst ich dadurch zu mir nehme. Das Einzige, was ich zusätzlich nehmen muss, ist B12. Hippokrates hat schon gesagt: „Lass die Nahrung deine Medizin sein!“

Ich habe so eine extreme Veränderung gemerkt, als ich mich von der vegetarischen auf die vegane Ernährung umgestellt habe. Ich war endlich wieder wach und geistig fit. Ich schlafe immer noch meine 8 bis 9 Stunden in der Nacht, aber ich bin tagsüber nicht mehr müde. Vor allem nach dem Essen habe ich nicht mehr dieses Mittagstief. Dieser Zustand hat mein Leben wirklich verändert. Ich habe die 30 Tage Challenge mit meinem Freund gemacht und bei ihm war das genau so. Er ist nur ein totaler Fleischliebhaber. Für sich hat er sich jetzt die Regel gesetzt, unter der Woche vegan zu essen und sich am Wochenende zu erlauben, ein Stück Fleisch zu braten. Ihr seht, es muss auch kein Ganz-oder-gar-nicht geben.

4. Warum ich zum Veganer geworden bin? Ich möchte Vorurteilen abbauen.

Nein, ich bin keine esoterische Ökotante, nur weil ich mich vegan ernähre. Ich bin auch kein Trendopfer. Ich bin ganz normal und möchte Anderen zeigen, wie einfach es eigentlich ist, sich vegan zu ernähren. Auch wenn man viel unterwegs ist. Vegan sein bedeutet nicht zu verzichten, sondern ganz neue Dinge zu entdecken. Oft stecken wir einfach in unserem täglichen Trott fest. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch beim Essen. Früh gibt es ein Müsli, mittags das Kantinenessen und abends ein Brot. Seitdem ich mich vegan ernähre, habe ich so viele neue Lebensmittel kennengelernt und richtig Spaß am Kochen gefunden. Ich gebe zu, ich habe es auch super einfach – ich lebe in Berlin. Hier gibt es in jedem Bioladen vegane Produkte und so viele Restaurants, die vegane Speisen anbieten. Es gibt aber auch eine Liste mit Online-Shops, die ich euch HIER verlinken möchte. Ich selber habe schon einmal bei smilefood bestellt und immer wenn ich zu meinen Eltern fahre, die sich nicht so gut auskennen, bestelle ich Sachen und lasse sie zu Ihnen schicken. Man muss auf Nichts verzichten, man sucht sich eben nur Alternativen: Ich trinke meinen Kaffee mit Reismilch, ich koche mit Hafersahne, ich backe ohne Eier. Ich gebe zu, am Anfang muss man sich ein bisschen reinfuchsen und ich stand manchmal ratlos im Supermarkt und habe die Zutaten von Produkten studiert. Es war mir beispielsweise nie so bewusst, dass in Pesto Käse drin ist. Aber ich liebe Herausforderungen und mir hat es Spaß gemacht, meine Produkte im Supermarkt zu finden. Wenn man sich einmal reingefuchst hat, dann geht es super schnell. Der erste Einkauf wird etwas teurer, weil man sich ein paar Basics kaufen muss, wie beispielsweise Mandelmus oder Agavendicksaft, aber danach gibt man nicht mehr aus.

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Auch das Essen gehen ist kein Problem. Bei Asiatisch kann man fast nichts falsch machen. Meistens sind die Nudeln aus Reismehl und die Saucen mit Kokosmilch. In der indischen Küche ist das ähnlich. Beim Italiener gibt es Pizza ohne Käse oder Nudeln mit Tomatensauce. Daran erkennt ihr auch, wie gut der Italiener ist. Nur die schlechten schütten Sahne in ihre Tomatensauce. Auch bei der arabischen Küche werdet ihr ganz viele, leckere Sachen finden. Ich liebe Hummus und Falafel. Nur die deutsche Küche ist etwas schwierig. Ich war jedoch erst kürzlich im Hochschwarzwald und habe einfach nett nachgefragt, ob sie mir etwas veganes kochen können. An einem Tag gab es Nudeln mit Gemüse und Tomatensauce und am anderen Tag Rosmarinkartoffeln mit Rotkohl und Salat. Es war super lecker! Was ich hier auch mal erwähnen muss und echt toll finde – die Deutsche Bahn bietet vegane Speisen an und kennzeichnet diese auch. Ich nehme mir, wenn ich verreise, für das Frühstück oft einen Aufstrich und einmal Erdnussbutter mit. Die gibt es im Reformhaus auch in kleinen Portionen, perfekt zum Mitnehmen. Dann gibt es ein Brot mit Aufstrich und Gemüse, viel Obst und wenn Sojamilch vorhanden ist auch einmal ein Müsli.

6. Warum ich zum Veganer geworden bin? Ich wünsche mir Gleichberechtigung.

Ich liebe Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Nicht nur unter Menschen, sondern auch unter Tieren. Wer sich mit dem Thema Veganismus beschäftig, wird auch vom Karnismus hören. Ich habe früher auch anders gedacht. Ich war ein sogenannter Pescitarier und habe ab und zu Fisch gegessen. Warum? Weil ich kein Mitleid mit ihnen als Tier hatte. Seit ich mich darüber informiert habe, wie es beim Fischfang zugeht und und mir eben Gedanken über Karnismus gemacht habe, denke ich da anders. So viele lieben ihre Haustiere, aber haben kein Problem damit Kühe, Schweine und Rinder zu essen. In Europa findet man es widerlich, einen Hund zu essen. In China ist es selbstverständlich. Viele würden es auch eklig finden, wenn sie Pferdesalami auf dem Brötchen hätten anstatt Rind. Warum eigentlich? Hunde sind nicht intelligenter als Schweine, trotzdem haben wir Menschen entschieden, dass man Schweine essen darf.

5. Warum ich zum Veganer geworden bin? Der Umwelt zuliebe.

Ich reise viel. Sehr viel. Soweit es geht, versuche ich, die Bahn zu nehmen, doch oft komm ich um das Auto oder Flugzeug nicht rum. Klar, mache ich mir darüber Gedanken und finde es nicht spitze. Aber ich denke, dass ich da wieder einiges gut machen kann, indem ich mich vegan ernähre. Was die wenigsten wissen – der weltweite Fleischkonsum ist der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen. Mehr als der gesamte mit Kraftstoff betriebene Verkehr. Wenn jemand in Deutschland ein Kilo argentinisches Rindfleisch isst, dann verursacht das laut einer Studie der Universität Wien genauso viel CO2 Emission wie eine Autofahrt von 1.600 Kilometer mit einem durchschnittlichen, europäischen PKW. Bei einem Kilo Tofu ist das beispielsweise nur eine Fahrt von 19 Kilometern. So versuche ich also meinen Schaden an der Umwelt damit etwas einzuschränken.

Irgendwie kommt auch oft der Zusammenhang auf, dass Veganer und Vegetarier an der Abholzung des Regenwald schuld seien. Es sei euch gesagt: Rund 80% der Sojabohnen und rund 50% des angebauten Weizens weltweit werden jedoch für die Fütterung von Masttier verwendet. Das meiste Tofu bei uns im Supermarkt kommt aus Italien oder Österreich. Achtet darauf, dass auf der Verpackung Bio draufstehen, weil es dann garantiert nicht aus Gentechnik kommt. Ansonsten bin ich dem Bio-Siegel gegenüber auch sehr skeptisch. Nur weil Bio draufsteht bedeutet das nicht, dass das Tier eine artgerechte Haltung hat. Artgerecht wäre nur, wenn es sich frei bewegen darf. Auch bei der Bio-Haltung werden die Kühe künstlich befruchtet und ihnen das Kalb kurz nach der Geburt weggenommen. Auch die Küken, die keine Eier legen können, werden aussortiert und getötet. Wer bio kauft, kauft keine glückliche Kuh, die auf der Almwiese gelebt hat.

7. Warum ich zum Veganer geworden bin? Ich möchte nicht missionieren und auch nicht missioniert werden.

Wie gesagt, ich möchte niemanden bekehren. Ich möchte niemanden mit einem Steak gegenüber sitzen und sagen: „Na, wie schmecken deine Leichenteile?“ Ich finde das albern und es bringt nichts. Ihr seid alle freie, erwachsene Menschen und könnt für euch selber entscheiden. Ich kann euch höchstens einen Denkansatz geben, indem ich über meine eigenen Erfahrungen spreche. Was ich jedoch nicht mehr hören kann sind Sätze wie: „Musst du denn gleich so übertreiben? Reicht es nicht Vegetarier zu sein?“ Nein, reicht es für mich nicht, denn als Vegetarier konsumiere ich Produkte wie Milch, Eier und Honig, welche das Tierleiden unterstützen. Diese Produkte haben, wie oben schon erklärt viele unschöne Begleiterscheinungen. Mich ärgert es, wenn meine Entscheidung nicht einfach hingenommen wird. Genauso finde ich es sehr schade, dass, obwohl man versucht einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen, immer mit dem Zeigefinger auf einen gezeigt wird. Ich sehe das als eine typisch deutsche Eigenschaft an. Wenn da jemand kommt und darüber redet, wie er versucht sein Leben zu verbessern, dann versucht man irgendwas Negatives zu finden, um doch noch mit dem Zeigefinger auf ihn zu zeigen. Man hinterfragt selten seinen eigenen Lebensstil, oft aus Bequemlichkeit, macht aber gerne die Anderen schlecht. Ich weiß noch, als ich am ersten Tag meiner Vegan-Challenge meinen Einkauf gepostet habe. Es hagelte Kommentare wie „Du verbrauchst zu viel Müll.“, „Das ist ja alles in Plastik eingepackt!“ und „Aber du trägst ja noch Lederschuhe.“. Ich verstehe nicht, warum man jemanden, der seinen Lebensstil ändern will, gleich mit so vielen negativen Kommentaren bombardieren muss. Jeder Anfang ist erst einmal schwer und wenn man einen Schritt geht und dann gleich verurteilt wird, fühlt sich das nicht gut an. Klar, ich habe am Anfang erst einmal viele Fertigprodukte gekauft, weil ich erst mal Kochen lernen und mich mit der Ernährung beschäftigen musste. Vegan werden ist ein Prozess, in dem man immer besser und bedachter wird. Ja, ich trage auch noch Lederschuhe, weil ich es nicht nachhaltig finde, sie jetzt einfach auf den Müll zu werfen. Ich würde mir aber keine mehr kaufen. Ich habe in letzter Zeit bei armedangels.com viel bestellt. Ihr Motto lautet: „WE LOVE BEAUTIFUL PRODUCTS. WE THINK ORGANIC AND WE BELIEVE FAIRNESS IS NEVER OUT OF FASHION.“ Armedangels will zeigen, dass bio und fair auch schön und modern sein kann und das finde ich richtig, richtig gut, denn oft haben viele noch so ein veraltetes Bild. Der blaue Mantel auf den Fotos hier, das lila Kleid und das florale T-Shirt sind alle von der Marke.

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Ich freue mich auch ganz besonders, dass es ab heute LOVECO Online-Shop an den Start geht. Den Laden dazu gibt es in meinem Bezirk Berlin Friedrichshain. Für mich natürlich toll, weil ich um die Ecke wohne. Aber für alle die nicht in Berlin wohnen?

Love

Der Online-Shop ist entstanden, um noch mehr Menschen für ökofaire Mode zu begeistern und auch Nicht-BerlinerInnen, oder Menschen, die einfach viel zu tun haben den Zugang zu Eco Fashion Brands zu erleichtern. Armnangels ist natürlich auch dabei und haben anlässlich des Fashion Revolution Day ein beeindruckendes Video gedreht, das zum Nachdenken anregt.

VIDEO

Am 24. April 2013 soll die Modewelt für einige Sekunden still stehen. In Dhaka, Bangladesch stürzt eine marode Textilfabrik ein und wird zum Symbol weltweiter Ungleichheit. Bei der schwersten Katastrophe in der Geschichte der Textilindustrie müssen mehr als 1134 Menschen sterben, um den Hunger nach billiger Kleidung zu stillen. Um auf die Missstände und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken aufmerksam zu machen und zum Umdenken in der Modeindustrie aufzufordern, findet jedes Jahr am 24. April der Fashion Revolution Day statt.

Falls euch falls gefällt, kann ich euch hier einen kleinen Gutscheincode zur Verfügung stellen. Mit liliesdiary bekommt ihr ab dem 24.April 2016 eine Woche lang 5 € Rabatt auf die erste Bestellung.

Vielleicht habe ich den ein oder anderen von euch mit diesem Post inspiriert und zum Nachdenken gebracht. Das würde mich sehr freuen. Wenn nicht, dann macht es auch nichts. Nur bitte ich euch alle, hört auf mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen und sie schlecht zu machen, wenn sie ein anderes Lebensmodell wählen möchten. Denkt lieber darüber nach, warum ihr das macht, denn genauso wie beim Neid ist es auch beim Lästern über andere Menschen – man selbst hat eigentlich ein Problem.

Was ich zum Schluss noch sagen möchte: Ich bin keine Heilige. Manchmal habe ich auch schwache Momente. Manchmal sind mir das auch alles viel zu viele Fragen. Ich hatte es ja schon geschrieben, sich vegan ernähren ist ein Prozess. Ist man bei der Nahrung angekommen, geht es immer weiter und weiter und es kommen immer mehr Fragen auf: Was ist vegane Kosmetik? Wie es gibt auch veganen Wein? Meine Klamotten können auch vegan sein? Und das Putzmittel? Und ist es ok, dass ich mein Haustier mit Fleisch füttere? Was ist eigentlich mit meinem Strom? Ich habe noch so viele Fragen, auf die ich für mich selbst keine Antwort gefunden habe. Es geht mir auch nicht nur darum vegan zu sein, sondern auch um die faire Herstellung von Produkten. Ich werde sicher nicht der weltbeste Veganer werden, aber ich möchte mich mit all diesen Fragen beschäftigen und wenn ihr möchtet, lasse ich euch gerne daran teilhaben. Es würde mich sehr interessieren, wie ihr dazu steht und was euch interessiert und es würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein paar Zeilen in den Kommentaren hinterlasst.

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Kommentare

  1. Du hast mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht, ein toller und inspirierender Beitrag!

    • Christine

      Das freut mich! Wirklich!

  2. Christine! Toller Post! Ich esse sehr gern Fleisch, aber versuche es auch aufs WE zu begrenzen. Seit ich mal die Verpackung der Wurst-/ Schinkenprodukte inspiziert hab, ess ich das nicht mehr. Alles voller E 007 irgendwas und Zucker!! Ob ich auf Honig, Eier und Käse verzichten kann, weiss ich noch nicht. Kaufe das allerdings beim Bauern. Die Kühe leben im Sommer auf der Alm und ich sehe mehr und mehr Kälbchen mit ihren Mamas auf der Weide. Immerhin. Das mit den Küken ist grausam und gibt mir sehr zu denken. Fashion: finde ich auch ganz wichtig. Bei mir kommt kein Polyester mehr in den Schrank. Jedes Jahr nehme ich mir ein , zwei neue Dinge vor, die ich ändere. Jeder kann was tun und zusammen macht es viel aus. Bei mir gibt es keine Chips und kein Nutella mehr, seit ich die Palmenmonokulturen in Malaysia gesehen hab. Hart für mich, aber eh besser für die Taille!

    • Christine

      Das hast du eigentlich schön zusammengefasst. Jeder kann ein bisschen was machen. Vielleicht auch immer ein bisschen mehr. Ich bin auch gar nicht für einen radikalen Umstieg. Man sollte die Dinge lassen, die einem wichtig sind.

  3. Suse

    Liebe Christine,

    danke für diesen tollen Post! Für mich kommt er genau zur richtigen Zeit, weil ich gerade ganz, ganz kurz davor bin, mich vegan zu ernähren.
    Bei mir gibt es nur die Herausforderung, dass ich Kinder habe und diese sich nicht vegan ernähren möchten. Ob ich es schaffe, für mich immer ein Extra-Essen zuzubereiten?

    Kennst Du vielleicht ein richtig gutes veganes Kochbuch mit einfachen Rezepten, die schnell zuzubereiten sind?

    Nochmal vielen Dank für Deinen tollen Text, der mich vollends überzeugt und den ich sehr gut recherchiert und sehr inspirierend finde!

    Liebe Grüße
    Suse

  4. Ein wirklich interessanter Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Ich selbst schaffe es leider (noch) nicht komplett auf Fleisch zu verzichten, habe mich in den letzten Wochen jedoch stark eingeschränkt. Ab und zu wird auch bei uns vegan gekocht, was meistens ein sehr gutes Gefühl gibt ;)

    • Christine

      Danke für dein Feedback! Das hört sich doch schon mal gut an!

  5. Liebe Christine, sehr schöne und weise Worte. So wie dir geht es vielen. Auch ich ernähre mich seit nunmehr 2 Jahren vegan, und es geht mir soviel besser. Aber ich mache es nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern der Umwelt zuliebe.Es ist schade, dass man immer verurteilt wird. Viele kennen ja, wie du schon sagst, die Hintergründe nicht.Umso schöner, dass immer mehr Menschen umdenken, und durch Filme wie cowspiracy zum Nachdenken angeregt werden.noch ein tip: Ein gutes veganes Kochbuch ist „Peace Food“ von Rüdiger Dahlke.

    • Christine

      Oh vielen, lieben Dank für die Buchempfehlung!

  6. Katharina

    Ich kann das meiste das du geschrieben hast, direkt unterschreiben.
    Aber würdest du denn deinen Hund vegan ernähren? Ich hadere da sehr mit mir.

    • Christine

      Nein, das sehe ich noch nicht als sinnvoll an. Ich würde es mir auch nicht zutrauen.

  7. schön das du dich dazu entschieden hast vegan zu werden :) ich bin selbst seit über sechs Jahren vegan und lerne auch immer wieder neue Dinge und besonders was ich Koche ist sehr viel vielfältiger als vorher und ich probiere immer wieder neue Zutaten aus
    selbst Reisen ist als Veganer meistens kein Problem
    lg

    • Christine

      Was ist denn dein Lieblingsrezept?

  8. Charlitte Zaum

    Einer der besten Artikel, die ich in den letzten Tagen/Wochen gelesen habe…. Du sprichst mir aus der Seele – mit all den Gedanken, mit all den Fragen und mit all dem menschlich sein ☺️ Danke!!!

    • Christine

      Gerne, dass freut mich so!

  9. Charlotte Zaum

    Mist… Name falsch… heißt natürlich Charlotte ??

  10. Cornelia

    Liebe Christine,

    Danke für diesen tollen Beitrag. In vielen Punkten sprichst Du mir aus der Seele. Gerade was die Kritik von anderen angeht, die alles besser wissen. Ich selber lebe vegetarisch, esse keine Eier und versuche auch sonst bewusst zu leben. Darauf zu achten, dass ich regional und fair einkaufe und viele kleine Dinge. Oft bekomme ich dumme Kommentare, dass ich aber dies oder jenes mache, was doch schlecht sei. Blöde Kommentare sind schnell gemacht, aber selber etwas zu ändern ist oft nicht leicht. Ich denke jeder sollte so leben, dass er der Umwelt so wenig wie möglich schadet, ohne sich dabei zu etwas zu zwingen, was er gar nicht umsetzen kann oder will. Wenn das Jeder beherzigen würde, wäre die Welt ein sehr viel besserer Ort.

    Ich freue mich auf weitere Beiträge über Deine vegane Ernährung.

    Liebe Grüße
    Cornelia

    • Christine

      Vielen, lieben Dank für dein Feedback!

  11. Hi Christine, ich finde du hast deine bisherigen Erfahrungen super zusammengefasst. Freut mich total, dass du 5 Monate nach der Challenge noch dabei geblieben bist :) :)

    Liebe Grüße Melanie

  12. Sabrina

    Ich weiss ja nicht auf wievielen Bauernhöfen du schon warst, aber da wo ich hingehe werden weder babyhähne geschreddert, noch kleine kälbchen direkt nach der geburt von der mama getrennt und gekillt. Ja, sie werden später gegessen aber erst nachdem sie mit Mama und den Tanten auf der Wiese rum gehüpft sind und im Stroh geschlafen haben.

    Ich habe nichts gegen Veganer, mir ist es egal was andere essen. Mich nervt nur eind ganz schön gewaltig – überall gibt es Veganes Essen für Leute deren einziges Ernährungsproblem im Kopf liegt. Ich habe Lebensmittelintoleranzen, wenn ich was falsches esse, bekomme ich schreckliche Krämpfe aber den Restaurants ist das egal, den Lebendmittelherstellern ist es genauso egal. Überall ist Knoblauch drin oder Zwiebel oder Zucker oder dieser Sojaschrott. Ich musd mit einem Koffer voller Reiswaffeln verreisen, falls es nichts zu Essen für mich gibt. Dabei ist es doch ganz leicht die Hühnchenbrust nur mit Salz&Pfeffer zu würzen, als Beilage Kartoffeln anzubieten und die Salatsauce ohne Balsamico zuzubereiten.
    Die Leute sagen ich bilde mir das nur ein oder ich soll mich doch nicht so anstellen.

    • Christine

      Dein Bauernhof ist leider die Ausnahme.Ich kenne viele Leute, die Unverträglichkeiten haben. Da muss man einfach mit dem Restaurant reden.

  13. Hallo Christine,
    sehr schön geschrieben!
    Ich war auch lange Vegetarierin bevor ich endlich doch den Schritt zu vegan gegangen bin. Mein Aha-Moment war, als ich begriff, dass es einfach keine Möglichkeit gibt, dass Tiere „genutzt“ werden und man dabei an erster Stelle ihr Wohl im Auge hat. Milchkühe, Legehennen, Schafe, die für ihre Wolle gehalten werde… alle werden getötet sobald ihre „Produktivität“ nachlässt und das ist weit vor ihrem natürlichen Tod. Es geht eben um Profit und das Wohl der Tiere zählt höchstens so lange, wie es nichz im Widerspruch zum Profit-Ziel steht.

    Ich finde es übrigens super, dass du betonst, dass vegan ein Prozess ist bei dem es nicht darum geht, so perfekt wie möglich zu werden :) Das sehe ich auch ganz genau so.

    Liebe Grüße,
    Elisabeth

    • Christine

      Liebe Elisabeth, danke für dein Feedback! An der Wolle arbeite ich gerade ;)

  14. Hi Crhristine,
    toller Artikel! Das hast du wirklich toll zusammengefasst und mir ging/geht es wirklich sehr ähnlich wie dir. Seit Wochen denke ich über einen solchen Post nach, da ich denke, dass die vegane Lebensweise einfach in die Welt hinaus geschriehen werden muss. Es gibt zu viele Vorurteile und viele Menschen wissen gar nicht was sie den ganzen Tag in sich hineinstopfen.

    Ich ernähre mich seit Oktober letzten Jahres vegan und ich bin da auch step by step reingerutscht. Vorher habe ich alles gegessen ohne überhaupt zu wissen woher es kommt und wie es hergestellt wurde. Das gilt nicht nur unbedingt für Fleisch, sondern auch Tierprodukte im Allgemeinen. Ehrlich gesagt, war es mir auch egal, weil es ja alle machen.

    Schleichend wurde ich aber auf die vegane Ernährung aufmerksam, meine beste Freundin lebt vegan, es tauchten immer mehr Videos von der Tiermassenhaltung auf und irgendwann hat es dann bei mir klick gemacht.

    Ich finde einem gehen irgendwann einfach die argumente aus, warum man nicht vegan essen sollte. Es ist besser für die Umwelt, für den Körper und für die Tiere so wie so. Das Einzige was bleibt ist der Genuss und wenn man sich einmal mit dem Thema befasst hat, vergeht einem doch die Lust auf tierische Produkte. Und dann bleibt gar nichts mehr.

    Heute kann ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen ein Stück Fleisch, einen nicht pflanzlischen Joghurt oder Käse zu essen. Geht es dir auch so?
    Ich finde es toll und beeindruckend wie viel zur gleichen Zeit im Kopf passiert. Man lebt einfach bewusster.

    Zu guter Letzt, ich erwarte genauso wenig wie du nicht , dass jeder jetzt Veganer wird. Aber ich denke, jeder sollte sich einmal mit dem Thema auseinandersetzen. Der Rest kommt dann von allein.

    So, fertig mit meinem Roman. :P So viel habe ich noch nie irgendwo kommentiert.

    Liebe Grüße aus Barcelona,
    Laura-Lee

    • Christine

      Danke für dein Feedback! Mir geht es auch eher darum, was die Menschen nicht wissen. Was ich auch nicht wusste. Und mich ärgert es sehr, wenn ich sage ich bin vegan und die anderen sich dann rechtfertigen à la „Ich essen nur ganz wenig und nur bio und nur Freilandhaltung“ und zwei Stunden später kaufen sie sich eine Schinkensemmel beim Discountbäcker und ich frage mich: Was ist an der Wurst bio oder Freilandhaltung? Dieses sich selber belügen um sich ein gutes Gewissen zu machen…

  15. Hallo Christine,
    super Beitrag!
    Mir würde sehr interessieren, ob du auch einige Bücher rund um das Thema Nachhaltigkeit gelesen hast und welche du empfehlen würdest.

    Herzliche Grüße,
    Marie

    • Christine

      Ich habe mich viel auf peta rumgetrieben und Fokus angeschaut

  16. Kathrin Lucia

    Echt super, Christine! Wenn du nächstes Mal wieder in München bist, gehn wir mal in ein sehr feines, veganes Restaurant :)

    • Christine

      Ja! Habe schon ein bisschen was getestet ;)

  17. Sehr angenehm, wie du deinen „Werdegang“ beschreibst.

    Ich war eine von denen, die – als Omnivore – die Veganer als „lustiges Völkchen“ bezeichnet habe; zu verbissen, zu extrem …

    Ich habe mich seit einiger Zeit mit gesunder Ernährung beschäftigt, seit Monaten schon. Ich wusste, ich sollte mehr Gemüse und Früchte essen … Aber Fleisch ganz weglassen? Ich mag (mochte) so viele Speisen mit Fleisch … Und woher bekäme ich dann die ganzen Proteine etc. (die klassischen Fragen der „Ahnungslosen“).

    Naja und dann kam der Wendepunkt: Ich wurde 30, bin Mutter eines fast zwei Jahre jungen Mädchens und ich wusste; es muss sich etwas ändern. Zwei Tage später hörte ich auf, meinen täglich (manchmal auch zwei) Latte Macchiato (ja, mit Kuhmilch!) zu trinken, Fleisch zu essen, Eier zu essen etc. Das ist nun bald drei Monate her und das einzige, was ich bisher nur stark reduzieren, aber noch nicht ganz weglassen kann, ist die Butter. Zuerst hatte ich deswegen ein schlechtes Gewissen – ganz weg ist’s immer noch nicht – aber, ich denke, wie du es auch sagst: Es ist ein Prozess. Und mein Switch vom Allesesser zum Fast-Veganer ist mir ziemlich gut gelungen und es fühlt sich einfach gut an!
    Nebenbei sind in diesen fast drei Monaten auch noch 3,5 kg runter … Also es bleibt spannend.

    • Christine

      Ist ja interessant, dass es die Butter ist. Das fehlt mir gar nicht. Bin eh der Magazine-Typ ;)
      Aber ja, wie man plötzlich doch ein Teil des „komischen Völkchen“ wird ;) Herzlich Willkommen!

  18. Ich selbst habe mich auch lange Jahre Vegan ernährt. Denke bitte an die B Komplexe. Die musst du zu dir nehmen da dein Körper diese braucht. Ich habe das damals in Form von pflanzlichen Kapseln gemacht.

    Dann kam bei mir irgendwann die Schwangerschaft und ein Bratwurststand an dem ich einfach nicht vorbei konnte. Im Moment Esse ich einmal die Woche Fleisch (weil ich gerade wieder Schwanger bin) und ansonsten nur einmal im Monat. Aber das du es versuchst finde ich wirklich toll.

    • Christine

      Aber wie du das regelst ist doch auch super! Da können sich viele ein Beispiel nehmen.

  19. Punkt 1 finde ich mit am wichtigsten. Viele Vegetarier denken, dass sie keine Tiere für ihre Ernährung umbringen lassen. Stattdessen werden bei vegetarischer Ernährung sogar noch mehr Tiere getötet. Die vegetarische Pseudo-Wurst besteht zu großen Teilen aus Eiklar. Da geht das Schreddern der Küken munter weiter. Die Zahl der getöteten Küken wird wahrscheinlich sogar noch steigen. :( Unschön finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass die fleischverarbeitenden Betriebe wie Rügenwalder und Wiesenhof mit auf den vegan / vegetarischen Zug mit aufspringen. Es gibt genug vegan produzierende Betriebe, die leider den Zugang zu den Supermärkten nicht finden oder kriegen.

    • Christine

      Ja, da hast du Recht!

  20. Es hat bei mir eine lange Zeit gedauert, die Ernährung umzustellen, von den schlechten Essgewohnheiten hin, zu einer ausgewogenen Ernährung. An der Bewegung hapert es leider noch ein wenig. Die Umstellung der Ernährung ist eine reine Kopfsache, die einfach auch ein wenig Zeit bedarf, daher scheitern die Leute oft auch an den einzelnen, krassen Diäten. Vielen Dank für deinen Beitrag.

  21. Dein Beitrag ist eine gute Stärkung, den veganen Weg fortzusetzen. Es muss – und kann – nicht gleich alles 100prozentig sein. Der Weg ist das Ziel. Man muss ihn nur beschreiten.
    Ich denken zurück, wie schwer es mir fiel, die Sucht des Zigarettenrauchens abzulegen; aber ich bin inzwischen seit vielen Jahren „sauber“.
    Ein weiterer guter Beitrag für die Notwendigkeit des veganen Weges im eigenen Interesse, wie Gesundheit, Wohlergehen aller Menschen, Tiere und des ganzen Planeten wird hier gegeben:
    https://www.youtube.com/watch?v=-yh1YHsswBA

  22. Ich kann jeden einzelnen deiner Punkte unterschreiben. Bin nun seit etwa einem Jahr zu 100% vegan und fühle mich dabei sehr gut. Auch wenn es manchmal (gerade auf Reisen) nicht immer ganz einfach ist, bekommt man es meist doch irgendwie hin.

    Danke
    Tim

    P.S. Das ober Video ist nicht mehr verfügbar. Was gabs es dort zu sehen?

  23. Toller Artikel. Danke für das Teilen, deiner Erfahrungen. Das klingt interessanr, mir ist damals der Übergang zur Veganenernährung, ziemlich leicht gefallen. Hatte aber zwischen durch schon mal das Bedürfniss, mal eine Pause einzulegen. Besonders, wenn die Freunde noch sich ab und zu mal auch fleisch essen. Denke, das ist zum größten Teil eine Einstellungssache und viel willsenskraft. Wie lange hast du dazu gebraucht? :). Allerdings sehr schön geschribene. Hoffe, du bringst noch weitere Erfahrungsberichte. Gruß, Laura

    • Christine

      Ich habe es eigentlich von einen auf den anderen Tag geschafft. Wenn ich unterwegs bin, esse ich manchmal vegetarisch, weil ich es zeitlich nicht anders schaffe…

  24. Lara

    Hey! Mich würde es brennend interessieren wie du deinen Hund versorgst und was er für ein Futter bekommt?
    Lg

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