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Lilies Diary | 28. Mai 2017

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1 Kommentar

Wandern in den Dolomiten – Kraft tanken für die Seele

Gastautoren

Schon seit einiger ZEIT begleitet mich ein Thema, dem ich immer wieder versuche noch viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken: ZEIT, heißt das Schlüsselwort. Zeit für mich. Zeit zum Entspannen. Zeit zum Kraft tanken. In allen Medien wird mir mitgeteilt, wie wichtig es ist, für den notwendigen Ausgleich im Alltag und für regelmäßige feste Ruhephasen zu sorgen. Einfach gut für sich selbst zu sorgen, lautet die Botschaft auf den unterschiedlichsten Kanälen!

Montag und eventuell Donnerstag steht in meinem Terminkalender Sport. Bewegung für meine körperliche Fitness. Beim Joggen, Radeln oder Gerätetraining fordere ich meinen Puls heraus, so dass alle Gedankengänge einmal zum Stillstand gezwungen werden. Den viel beschriebenen freien Kopf bekommen! Ab und an dann noch eine Yoga- oder Pilatesstunde, wenn es ganz gut läuft mal die Entspannungs-CD abgehört und schon ist mein Gewissen gut beruhigt. Prima, ich hatte Bewegung, ich hatte Entspannung – bin also absolut im Lot? Aber das denke ich auch nur!

Wie der eigentlich Zustand ist, darf ich an einem ganz besonderen Reiseziel erfahren: Palmschoss am Ploseberg bei Brixen, auf 1770 m über Meereshöhe, gelegen in den fantastischen Dolomiten.

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Wandern in den Dolomiten: Rosalpina Dolomites

Das Rosalpina Dolomites, ein Berghotel in Südtirol, zeigt mir was tatsächliche Ruhe und wirkliches Kraft tanken bedeutet. Mit einem nicht in Worte beschreibbaren Ausblick auf das UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten und einer unglaublich bewegenden Geschichte strahlt mein Refugium eine einzigartige Atmosphäre aus. Ich wünschte, ich könnte die ersten Minuten meiner Ankunft, sitzend auf der Terrasse des Rosalpina Dolomites mit Blick auf die Geislergruppe in Worte fassen. Aber ich bin „schreiblos“! Es ist diese unglaubliche Stille, diese vor Kraft strotzenden Berge, dieses Wunder Natur – was einen in seinen Bann zieht.

dolomiten-hotel-rosalpina-dolomites-bergblick

Ich kann gar nicht sagen, wann ich das letzte mal an so einem stillen Ort gewesen bin, auch eine Videoaufnahme könnte diese Eindrücke nicht vermitteln, weil was wäre zu hören: NICHTS!

Nach einiger Zeit jedoch weicht die Stille der Ruhe. Es ist nicht still: ein Vogel zwitschert, ein Bach plätschert, Tannen rauschen … Solch leise Töne verschwinden normalerweise im Untergrund des Alltags. Man sieht und hört sie nicht. Hin und wieder ist es doch einfach mal wieder wichtig diesen leisen Impulsen mit voller Aufmerksamkeit entgegenzukommen … Ich merke, hier im Rosalpina Dolomites bin ich heute genau richtig.

Wandern in den Dolomiten: Umrundung des Peitlerkofels

Wie oft wird auch die Problematik thematisiert, dass es dem Menschen schwer zu schaffen macht plötzlich mal „ein paar Gänge runterschalten“, das Zur-Ruhe-Kommen, das Nichtstun. Auch ich merke, wie weit weg dieses Gefühl von mir ist und entschließe meinen To-Do-Drang mit einer Wandertour zu stillen.

Der Plan: Die Umrundung des Peitlerkofels im Naturpark Puez-Geisler. Ausgangspunkt das Würzjoch. Ahnungslos welche Kräfte ich auf dieser Tour entwickeln werde, wird sie zu einer meiner schönsten Erlebnisse der letzten Jahre. Die Rundwanderung führt erst über die herrlich sanften Kompatschwiesen zu Füßen der Peitlerkofel-Nordwände, dann auf Wurzelpfade durch einen mit Felsen versetzten Zirbenwald hinauf zum Gömmajoch.

Wandern in den Dolomiten

Die Kompatschwiesen

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Über die Peitlerwiesen vorbei an der Petzesalm wandert man nun an der Südseite des Peitlerkofels auf einem herrlichen Panoramaweg entlang. Herrlich ist einfach untertrieben, es ist fantastisch – diese Ausblicke auf die Bergwelt, diese Landschaft, diese Farben der Natur, dieses Wetter …

Steile Wegwindungen über Wiesen sind nun zu absolvieren, um den höchsten Punkt der Rundtour zu erreichen – die Peitlerscharte auf 2357 m. Die Scharte wird zum Scheitelpunkt für mich – voll mit Energie von diesem Naturschauspiel um mir herum, setze ich zu einem Extraabstecher an und folge dem Schild „Peitlergipfel 2975 m – Gehzeit 1,5 Stunden“.

Ein traumhafter Ausblick

Das Gipfelkreuz

Was für beeindruckende Farben die Natur uns immer wieder bietet

Es muss an den grandiosen Ausblicken auf diese beeindruckende Bergwelt gelegen haben, die mir die Kraft gegeben haben trotz immer wieder aufkeimender Höhenängste tatsächlich das Gipfelkreuz erreicht zu haben. Die Belohnung für den schweißtreibenden Aufstieg: ein Rundumblick, der mir zeigt, was das wirklich Schöne am Leben ist!

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Der Weg nach oben hat sich, trotz Höhenangst, gelohnt

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Überwältigt von meiner Tat und dem Erlebten gelingt mir der lange Abstieg vom Gipfel wieder zur Peitlerscharte und dann das felsige Schartenbachtal steil hinab wie von selbst. Ich fühle mich schon fast wie ein Murmeltier, das einfach „querbergein“ über die Felsen hüpft!

Schroffe Bergflanken an der Westseite querend erreicht man wieder die Kompatschwiesen, den Ausgangspunkt. Was für ein Tag – meine Tagesenergie ist gewichen und eine ganz ungewohnt Ruhe und Stille macht sich in mir breit!

Wandern in den Dolomiten: Wandern auf dem Adolg-Munkel-Weg

Die Dolomiten zeigen einem in ihrem ganzen Ausmaß was es bedeutet voller Kraft und Energie zu sein. Standhaft stehen sie da, schütteln Überflüssiges ab und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Eine absolute Glanztour führt unter den kolossalen Nordwänden der Geislergruppe entlang. Eine Höhenwanderung im Villnößtal auf dem legendären Adolf-Munkel-Weg. Durch Wald, über Wiesenböden und begrünte Geröllfelder sollte die Rundtour mit Villnöser Almbesuchen ausgeschmückt werden. Man kann nicht genug Pausen einlegen, um diese alpine Landschaft in vollen Zügen zu bestaunen. Den Bergwänden so nah spürt man auf einem der beeindruckendsten Dolomitenwegen die Kraft der Natur …

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Traumhaft – ein Haus in den Bergen …

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… mit schicken Details

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Wandern in den Dolomiten: Spaziergang zum Almgasthaus Rossalm

Natur, Berge und ganz viel frische Gebirgsluft lassen mich in einen ganz besonderen Modus fallen. Ich werde ruhiger, ich atme tiefer, ich fühle mich gut, sehr gut! Sich einlassen auf das Ursprüngliche – mein Refugium am Ploseberg ermöglicht mir diese Erfahrung. Wandern in den Dolimiten, durch moosbewachsene oder schon bald verschneite Wälder streifen, über weite duftende Wiesen wandern und reine Bergluft einatmen, so lauten meine Tagesaufgaben. Entspannung pur!

Ein wunderschöner Höhenspaziergang gegenüber den Zentralalpen und Dolomiten startet an der Bergstation Kreuztal am Plose. Als Rast bietet sich auf dem aussichtsreichen Weg das Almgasthaus Rossalm an. Einfach schauen, staunen und genießen. Hier am Ploseberg entspringt das Plosewasser, bekannt für seine außergewöhnliche Reinheit – sein Trockenrückstand und sein ph-Wert einzigartig unter den Hochquellwassern in Europa.

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Wandern in den Dolomiten: Das Plosewasser

Dieses Plosewasser war vor 100 Jahren mit der Auslöser dafür, dass heute das Rosalpina Dolomites seine Gäste in einer einzigartigen Lage empfangen kann. Die Geschichte des Hauses ist unglaublich. Vor 100 Jahren, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, wurde der damals unbekannte Ort Palmschoss oberhalb der Kulturstadt Brixen, von der österreichischen Monarchie entdeckt. Der Plan für diesen Ort lautete: eine Lungenheilanstalt, ein Luftkurort von europäischen Ruf sollte hier entstehen.

Die damaligen Beweggründe für die Auswahl des Standortes sind auch heute noch aktuell: Die vielen Sonnenstunden am Hang des Ploseberges auf 1770 m, das angenehme Klima aus kühlen Nordluftströmen und salzig warmen Südwinden, die reine Gebirgsluft sowie dem klaren Quellwasser aus den Tiefen des Berges. Der renommierte Architekt Otto Wagner zeichnete Pläne für ein Projekt mit beachtlichen Dimensionen. Doch der einsetzende Krieg und der Tod Wagners ließen nur ein einziges Gebäude im Jugendstil entstehen, gebaut aus den Materialien, die die Natur der Umgebung zu bieten hatte. Heute steht man vor einem historischen sonnengebräunten Holzhaus dessen bewegte Geschichte man nur noch erahnen kann.

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Wandern in den Dolomiten: Kraft und Ruhe tanken

Das Rosalpina Dolomites ein Hideaway an Ruhe und Geborgenheit. Um den geschichtsträchtigen Räumen gerecht zu werden, wurde das Haus von seinem Entdecker und neuen Besitzer, Familie Hinteregger, mit Stil und großer Bedachtheit 2009 renoviert. Man könnte auch sagen „…aus dem Dornröschenschlaf geküsst!“. Das Holzhaus ist umgeben von Wald und absoluter Stille, einzig die knarrenden alten Eichenholztreppen machen auf sich aufmerksam.

Die Gebäudeform des Hauses wurde einst so ausgerichtete, dass möglichst alle Zimmer viele Sonnenstunden verzeichnen können und aus jedem Fenster eine traumhafte Aussicht garantiert ist.
Schlicht und modern trifft die Beschreibung des Interieurs. Elegant und einladend die Atmosphäre. Frisch und unverfälscht die Gastfreundlichkeit. Exzellent und erlesen die Speise- und Weinkarte.

Mit jedem Tag, den ich in den Räumen des altehrwürdigen Anwesens verbringen darf, merke ich, wie sich etwas in meinem Innersten verändert. Ich glaube, es ist dieser Teil von mir, der im Alltag doch irgendwie immer auf Dauerbereitschaft ist. Dieser Teil, den ich auch nicht einfach mit etwas Sport und Entspannung-CDs entspanne. Ich würde so gerne bleiben. Ich würde so gerne die Erfahrung machen, was passiert, wenn ich an diesem Ort noch länger bleibe. Wie würde ich mich fühlen, nach 2 Wochen, nach 3 Wochen … Was würden diese Berge, diese Natur, diese Luft und diese Stille noch bewirken? Ich kann es leider nicht sagen. Ich musste gehen, mein Terminkalender nahm wieder Fahrt auf. Aber ich kann nur jedem raten: Probiert es aus!

Ein Zitat von Leonardo da Vinci lässt mich seit meinem Aufenthalt im Rosalpina Dolomites und dem Wandern in den Dolomiten nicht mehr los: „Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.

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Die Aussicht vom wunderschönen Hotel

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Diese Landschaft lädt doch zum Wandern in den Dolomiten ein, oder?

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:-)

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Lecker!

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Hier lässt sich die Aussicht perfekt genießen

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Im Sommer wird draußen gespeist

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Vielen Dank für die Unterstützung an die Hotelmarketing Gruppe und das Rosalpina Dolomites.


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DIE GASTAUTORIN:

Silke

Silke, gebürtig aus dem hohen Norden Bayerns, kann durchaus als ein „Ich bin gerne draußen“- Mädel betitelt werden! Sie liebt Berge, nochmals Berge, Schnee, Wind, Wasser, Sonne, Strand, Meer … und das Ganze dann gerne noch kombiniert mit Wanderschuhen, Skiern oder dem Radl. Draußen sein – wahrscheinlich, weil es genau das Kontrastprogramm zu ihrem Job als Innenarchitektin ist bei dem sich immer alles um das Drinnen dreht; um das Planen und Gestalten von Räumen aller Art. Nicht verwunderlich, dass sie auf jeder Reise der Blick nach besonders attraktiven Locations, neuen Ideen und Trends begleitet. Und was treibt sie noch so, wenn sie nicht gerade kreativ plant? Sie lernt tapfer die Weltkarte auswendig!

Kommentare

  1. Toller Bericht über ein tolles Naturparadies.Selbst schon alles abgelaufen bei Superwetter und gigantischen Ausblicken.Munkel-Weg,Saas-Rigais,Mittagsscharte,Peitlerkofel,Schlüterhütte,Broglesalm.Kann die Eindrücke nur bestätigen.Weiter so.Macht Spaß zu lesen.

    Schönes Weihnachtsfest.
    Gruß Werner Gerhard

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