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Lilies Diary | 19. Mrz 2018

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8 Kommentare

Bremen – ein perfektes Wochenende in der Hansestadt

Pia Winter
  • am 3. Juli 2015
  • http://www.little-lilies-diary.com

Moin Bremen, meine geliebte Heimatstadt. Wie sehr ich dich vermisse!
Weil ich Bremen und meine Bremer so vermisse, zeige ich euch hier, wie ihr es schafft euch in einem Wochenende in die wunderschöne Hansestadt Bremen zu verlieben.
Aufgepasst, hier kommt mein Masterplan für ein perfektes und typisches Wochenende in Bremen:

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Wochenende in Bremen – Tag 1

Euren typischen Samstagmorgen solltet ihr auf jeden Fall mit einem Bagel vom Coffee Corner am Sielwall und einem Kaffee zum Mitnehmen starten, denn es gibt viel zu sehen.
Vom Sielwall (der maßgeblichen Kreuzung im Bremer Viertel) bewegen wir uns erstmal vom absoluten Hotspot weg zum Osterdeich. Hier könnt ihr entspannt am Deich entlang zum samstäglichen Flohmarkt an der Schlachte spazieren. Hier gibt es allerlei Ramsch, aber wenn man Glück hat und beharrlich handelt, dann ergattert man hier das eine oder andere Goldstück.

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So schlendert ihr also die Schlachte entlang Richtung Innenstadt. Dort kann man sich das wunderschöne alte Schnorrviertel angucken. Die kleinen Häuschen geben einem das Gefühl in einer anderen Welt zu sein und das 20. Jahrhundert ein bisschen ausblenden zu können. Wem das noch nicht genug Sightseeing ist, der erfreut sich vielleicht noch an der Böttcherstraße. Dort kann man auch hervorragend Sushi essen gehen oder im schnuckeligen Atlantis Kino den ein oder anderen Independent-Film anschauen. Für das Mittagessen gehen wir zurück ins Viertel. Das Viertel ist der Stadtteil in Bremen, in dem sich alle guten Bars befinden und sich die alternative Szene rumtreibt. Ja, ein Stadtteil bzw. Viertel, der “das Viertel” heißt. Wer es vegetarisch oder vegan mag, geht ins Vengo. Dort gibt es wechselnde Tagesgerichte, Suppen und Salate. Pizzafans gehen auf jeden Fall zu Vera Delizia. Nein, vergesst was ich gesagt habe: Alle gehen zu Vera Delizia weil die Pizzen einfach super lecker sind! Lust auf Kaffeesieren? Dann ab auf einen schnellen Espresso zum besten Café der Stadt: dem Angolino. Es ist direkt am Eck. (Sielwallkreuzung = am Eck!)

Vengo_roterSalat_Snapseed

So langsam solltet ihr Bremen als das kennenlernen, was es ist: eine Bier-Stadt. Wir sind schon im tollsten Bereich um den ganzen Abend Kneipenhopping zu machen. Starten solltet ihr im Wohnzimmer, einem retroschick eingerichten Café, das abends zur Bar umfunktioniert wird. Das Personal ist super lieb und im Sommer kann man bis 23 Uhr draußen sitzen. Wer etwas Neues ausprobieren möchte geht in die Heldenbar. Die liegt über dem Cinema Kino und man kann hervorragend die Menschen und das Treiben aus der Vogelperspektive betrachten. Außerdem gibt es dort eine Menge Biersorten, die es auszuprobieren gilt! Danach geht es ins Litfass. Im Sommer kann man hier auf der Außenleinwand Fußball schauen, was mich weniger interessiert, aber davon abgesehen kann man hier auch hervorragend Leute beobachten.

Langsam habt ihr bestimmt schon wieder Lust auf einen kleinen Snack. Döner gibt es überall. Probiert doch mal einen Burrito oder Quesadillas im Rosali, oder das typische Bremer Rollo bei Arabic Tandoor. Arabic ist zeitweise eine Anlaufstelle für Touristengruppen, aber keine Sorge – wir Locals holen unseren Mitternachtssnack auch dort. Wer jetzt noch weiter Kneipentour machen möchte, muss nicht großartig weiter beraten werden. Ihr könnt das ganze Viertel ablaufen und vom lustigen Schuster bis hin zum Haifischbecken alle 20 Meter eine Möglichkeit finden einen Schnaps zu trinken. Aber vorsicht, denn wir haben ja noch einen zweiten Tag geplant!

Wer tanzen gehen möchte, muss jetzt entscheiden… zwar nicht zwischen wahnsinnig vielen Möglichkeiten, aber immerhin!
Wir haben: Den Tower, einen Musikclub in dem früher vorzugsweise nur Rock/Alternative/Indie lief, inzwischen kann auch der Electro-Liebhaber dort manchmal Glück haben.
Die Lila Eule, eigentlich ein Studentenklub im Keller in einer Nebenstraße im Viertel.
Das Moments – Vorsicht! Vorher die Veranstaltungen checken.
Wer es poppiger mag und mit David Guetta, Menschenmassen und abgenervten Securitys klarkommt, geht ins Stubu. Mit fünf Floors der wohl größte Club in Bremen. Diese sollen sich eigentlich in ihren Musikrichtungen unterscheiden, tun sie aber meistens nicht. Aber hey, ich hatte schon wirklich lustige Nächte in unserer Traditionsdisko. Nur passt mit den Treppen auf!!!

Ansonsten gibt es in Bremen auch viele coole Konzerte. An den meisten Abenden ist irgendwo etwas los. Checkt das Lagerhaus bzw. das Kioto, den Schlachthof, Modernes (übrigens auch eine große Disko, in der Neustadt – auf der anderen Flussseite) und das Pier2. Vielleicht hab ihr ja Glück und es spielt sogar meine liebste Bremer-Punktechno-Band Alltag! Denn in Bremen folgen auf harte Tage gute Nächte – voller Musik und Schnaps.
Dann noch schnell ein 1€-Hotdog mit Taubenfleisch (nee, Spaß) am Sielwalleck und ab ins Bett, denn morgen steht noch so einiges auf dem Plan!

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Wochenende in Bremen – Tag 2

Frühstücken kann man in Bremen hervorragend im Rotkäppchen oder im Daheim. Beide sind zentral gelegen und haben mehrere Frühstücksvarianten zur Auswahl – perfekt zum langsamen Sonntagserwachen. Wer den Flohmarkt am Samstag nicht geschafft hat, oder ein absoluter Flohmarkt- Fanatiker ist bekommt noch mehr. Sonntags gibt es Flohmärkte auf der Bürgerweide beim Schlachthof oder ein bisschen außerhalb beim Roland Center. Wer sich für den Bürgerweiden- Flohmi entscheidet, kann danach direkt zum Schlachthof schlendern um dort das Knipp-Rollo zu probieren. Knipp ist eine bremische Spezialität: Eine Zusammenstellung aus gebratener Grützwurst, Kartoffeln, saurer Gurke und Apfelmus. Klingt komisch, schmeckt super! Wer zur Kohlzeit nach Bremen kommt, probiert auf jeden Fall Kohl mit Pinkel. I love it!

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Danach geht es zu meinem absoluten Lieblingsmuseum in Bremen – der Weserburg. Hier bekommt ihr eine super Auswahl an moderner Kunst. Ich kann dort Stunden verbringen. Auch das Gebäude ist wunderschön und der Teerhof, die Halbinsel in der Weser, ein schöner ruhiger Ort. Durch die ruhige Gasse könnt ihr in die Neustadt spazieren um dort einen Kaffee oder eine Limo im schönen Kulturzentrum Kukoon zu trinken. Hier gibt es täglich hausgemachten Kuchen und unter der Woche wechselnde Tagesgerichte.

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Eindeutig, der Teerhof

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Frisch gestärkt folgt ein kleiner Spaziergang an der Weser entlang in die Überseestadt. In der Überseestadt geht in den letzten Jahren so einiges – dieser Part von Bremen wächst und gedeiht zusehends. Wer mit Familie unterwegs ist, sollte auf jeden Fall ins El Mundo gehen – das wohl kinderfreundlichste und beeindruckendste Restaurant in Bremen. Bitte, reserviert vorher unbedingt einen Tisch, denn die Schlange geht meistens bis zur Tür. Die Karte im El Mundo bietet alles: tolle Steaks, Pasta, Pizza, Rollo und leckere vegetarische und vegane Gerichte. Hier lohnt es sich wirklich früh zu reservieren, denn die Wartezeiten pendeln zwischen 4 und 6 Wochen für einen Tisch. Laufkundschaft ist auch immer gerne gesehen, es könnte aber sein, dass ihr ein wenig warten müsst. Und der Blick aus der Schlange in die Küche kann ganz schön hungrig machen. Ihr werdet das Warten aber nicht bereuen!

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Die Bremer sind ziemlich spießig was die Abendbeschäftigung an einem Sonntag angeht. Ihr werdet die meisten Leute vor dem Fernseher beim Tatort schauen finden. Aber in Bremen gibt es – Gott sei Dank – auch Kneipen, die gemeinsames Tatort gucken anbieten. Zum Beispiel das Fehrfeld, was nebenbei auch einfach eine super nette Kneipe ist. Trinkt dort einen Hochmoorgeist! Das ist 56%iger, leckerer Kräuterschnaps.

Bremen macht es einem wirklich einfach. Ihr werdet es lieben! Und wenn ihr euch mal nicht zurechtfindet – fragt einfach. Die Leute aus dem Norden sind überhaupt nicht so kalt, wie alle immer sagen. Man kann quasi überall hinlaufen oder mit dem Fahrrad fahren, Bahn fahren geht zwar auch, aber dabei sieht man einfach so wenig von der Stadt…

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Ich weiß, ich habe jetzt eine sehr subjektive Seite meiner Stadt beschrieben. Also wenn ihr noch mehr Sightseeingtipps möchtet, schreibt mir einfach. Ich helfe gerne. Es gibt noch so viel mehr zu sehen! Dieses Mal sollte es ja auch nur der Masterplan für ein Wochenende in Bremen à la Pia sein. Dabei wünsche ich viel Spaß!

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Das Urban Gardening-Projekt in der Innenstadt…

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…lädt zum Entspannen ein!

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Die umgedrehte Kommode

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Am Marktplatz in Bremen

Kommentare

  1. Oh Pia! :) ich muss sagen bisher habe ich Bremen eher für eine etwas “langweilige” Stadt gehalten, einfach weil die meisten Leute eher wenig darüber und wenn dann so “uninteressiert” geredet haben.
    Aber du hast mir gerade zum Glück die Augen geöffnet und ich werde Bremen, wenn ich mal wieder in der Nähe bin AUF ALLE FÄLLE einen Besuch abstatten :) & deine Tipps natürlich artig befolgen :D!

    Liebste Grüße aus München <3

    • Pia

      Liebe Josephine,

      vielen Dank für deine Rückmeldung. Bremen ist wirklich wunderschön, es wird dir bestimmt gefallen!
      Sag Bescheid, wenn du noch andere Geheimtipps entdeckst.

      Lieben Gruß,
      Pia

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