Auftreten im Meeting, Do´s and Don´ts - Lilies Diary

Hier erfahrt ihr, wie ihr auch als Zuhörer euer Auftreten im Meeting optimieren könnt. 

 

 

 

Es gibt Dinge in der Welt, über die muss man einfach nicht mehr diskutieren – das ist allgemeingültig klar! Neben der Tatsache, dass die Erde eine Scheibe ist, Liebe nicht käuflich und ein Bauchklatscher vom 3-Meter-Brett schmerzhaft sind (wobei man hier darüber diskutieren könnte, ob nicht doch ein „sehr“ vor das schmerzhaft einzufügen sei), gehört die Tatsache, dass der erste Eindruck zählt. Das gilt auch und vor allem im Meeting: Mit Kollegen, Chefs, potentiellen Kunden, Neukunden oder auch potentiellen ehemaligen Kunden. Und so will man natürlich sein Auftreten im Meeting bestmöglich optimieren.

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In so einem Meeting ist die ganze Aufmerksamkeit auf euch gerichtet – euer Outfit, eure Haltung, eure Mimik und Gestik – alles wird aufs Genaueste unter die Lupe genommen. ALLES! Euer Auftreten im Meeting ist euer ganzes Kapital! Damit ihr euren Standpunkt vor den Kollegen, Chefs, potentiellen Kunden, Neukunden oder eben potentiellen ehemaligen Kunden in Zukunft überzeugend darbieten könnt, habe ich hier eine paar ernstzunehmende, hochwertige und vor allem literarisch sowie fotografisch künstlerisch wertvolle Anreize zum richtigen Auftreten im Meeting zusammengestellt.

Im Folgenden stelle ich euch die wichtigsten Typen der Zuhörer eines Meetings dar. Die ausführlich beschriebenen Charakteristika des jeweiligen Typus werden dabei durch aussagekräftige Bilder veranschaulicht und halten euch einen kleinen Spiegel vor. So soll es dazu Anregen, euer Auftreten im Meeting zu optimieren. Spielt damit! Auf dass ihr euch über euer nächstes Auftreten im Meeting keine Sorgen mehr machen müsst.

Der Zuhörer: Do´s and Don´t beim Auftreten im Meeting.

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The  Prayer 

Hierbei werden die Hände wie beim Beten in der Kirche bedächtig aneinander gelegt. Die Spitzen von Zeige- und Mittelfinger stützen den Kopf sanft an der Nasenwurzel. Um Aufnahmefähigkeit, Neugier und Optimismus zu suggerieren bietet es sich an, den Blick wachsam in die Ferne schweifen zu lassen. DO!

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Dreamboy23

Der Dreamboy23 ist Muttis Liebling. Die Denkerpose mit nach oben gerichtetem Blick verspricht einen offenen, phantasiereichen Gedankenfluss, der zur Lösung des Problems beitragen wird. Aber Achtung: Ob vom Vortrag oder doch Sonne, Strand und Palmen geträumt wird, könnte ein geübter Leser an der Augen(in-)aktivität festmachen. Alle anderen werden mit reger Teilnahme rechnen und euch für euer prima Auftreten im Meeting loben. DO!

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Flohbefall

Auch hier geht der Blick wieder nach oben, schweift aber mit wesentlich größeren Pupillen wild umher. Die zur Blickrichtung jeweils entgegengesetzte Hand kratzt am Kopf und wirkt stimulierend auf bestimmte Gehirnregionen. Das impliziert extremen Gedankenfluss. Ähnlich wie der Rätsel-Pro ist dieser Meeting-Teilnehmer mit großer Wahrscheinlichkeit an der Lösung des Problems beteiligt. Oder hat vergessen, wo er letzte Nacht das Rad abgestellt hat. Wirkt besonders authentisch, wenn im Anschluss der Migränanfall folgt. DO!

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Migräneanfall

Es muss doch des Problems Lösung geben! Performancemäßig eine Erweiterung des Facepalm, inhaltlich der Höhepunkt des engagierten Teilnehmers, der es nicht lassen kann mitzugrübeln. Desswegen hämmert jetzt auch  der Schädel. In der Pause bietet sich die Flucht ins Freie an, um frischen Wind an die Gehirnzellen zu liefern. DO!

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Shotgun

Studien haben ergeben, dass von diesem lässigen Pistolengriff derzeit drei Varianten im Umlauf sind: der Zeigefingerlauf über der Lippe, zwischen den Augen und an der Schläfe. Hingegen der Annahme, man sinniere hier fleißig über das Thema, kann man die Sitzung für zeitaufwändige private Themen nutzen: Touché. DO!

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Mir stinkt´s

Bietet sich an, wenn der Kopf schwer wird und die Müdigkeit mal wieder überhandnimmt. Wirkt durch seine gewisse Passivität in Form des abstützend abwesend und sollte tunlichst nicht mit geschlossenen Augen gepaart werden. DON´T!

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Sagen Sie jetzt nichts 

Entwickelte sich Ende der ´90er aus dem „Rosetten-Quatsch“, als dieses sich im 3er mit der völligen „Langeweile“ und dem „Unbeobachtet-Fühlen“ paarte. Was mal aussehen sollte wie Entsetzen über die schlechten Absatzzahlen sieht eher nach apathischer Abwesenheit im Endstadium aus.  DON´T!

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Facepalm

Der Facepalm ist ein naher Verwandter des „Mir stinkt´s“. Wer sich ans diese Figur wagt, ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlich schon längst ausgestiegen. Erfahren fügt er sich seinem Schicksal, dass dieser langweilige Vortrag noch lange dauern wird. Sehr lange. DONT!

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Mein Kopf wird schwer

Die zuvor genannte Resignation ist bei dieser Haltung häufig in Verbindung mit Restalkohol, extremer Müdigkeit, starkem Desinteresse – meistens aber allem zusammen – zu vermerken. Diese Meeting-Teilnehmer hat die Hoffnung auf ein baldiges Ende aufgegeben. Wem es schwerfällt bei der Lautstärke zu schlafen, kann sich die Zeigefingern leicht auf die Ohren legen und alles Störende draußen lassen. Hier kommt jede Rettung für ein Alibi zu spät. DONT!

So oder so nicht vermittelt ihr also kompetent eurer Interesse und Engagement am dargelegten Thema, ohne die leiseste Ahnung worum es eigentlich gerade geht. Wer diesen Ratgeber aufmerksam verfolgt hat, dem sollte sein nächstes Auftreten im Meeting keine Sorgen mehr bereiten. Ich wünsche viel Vergnügen, verbleibe mit freundlichen Grüßen und freue mich über Erfolgsberichte. Over and out.

 

5 Kommentare

  1. Sehr gut! :D

    Der Profi schreibt ja mit: Ob Meeting-Notizen oder der Einkaufszettel ist dabei nebensächlich, Hauptsache, der Chef registriert, man ist voll dabei und hält Dinge für niederschreibwürdig.
    Vorsicht jedoch: Wer die ganze Zeit mitschreibt wird a) entweder zum Protokoll verdonnert oder b) gilt bei den Kollegen gleich als Super-Streber. Immer schön die Waage halten und nur „relevante Stichworte“ (haha) notieren.

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