10 Tipps, um achtsam & entspannt durch die Weihnachtszeit zu kommen

Es ist die wohl schönste Zeit des Jahres und manchmal auch die stressigste: Weihnachten.
Doch zum Glück liegt es an uns, was wir daraus machen und welche Perspektive wir einnehmen. Das Zauberwort dafür ist Achtsamkeit. Die Rede ist dabei nicht von Entspannungsübungen oder den Auswirkungen davon (wie z.B. Gelassenheit), sondern vom Akt des Achtsam-Seins. Es bedeutet weder Verzicht – höchstens von Belastung und Stress – noch musst du dich dazu hinsetzten und praktizieren. Vielmehr geht es darum, das Achtsam-Sein zu integrieren, um Weihnachten mit all seinem Zauber, mit all seiner Magie, bewusst zu erleben.

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Falls ihr euch fragt, wie ihr das machen sollst, gibt es hier ein bisschen Inspiration:

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 1. Stress ist Einstellungssache

Oft leichter gesagt als getan, aber wir selbst können entscheiden, ob wir uns stressen und stressen lassen. Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was dir wirklich wichtig ist und Freude bereitet.

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 2. Mach dich frei von Erwartungen

Habt ihr auch Bilder im Kopf, wie ein perfektes Weihnachten zu sein hat?! Mir kommen klassische Idealbilder von Verbundenheit, Harmonie, Friede und Freude in den Kopf. Kein Wunder, wir werden mit solchen Bilder von quasi überall und seit klein auf geprägt. In der Realität ist das meist ein bisschen komplexer und anders – kennen wir doch alle, oder? Das ist auch gar nicht schlimm, sondern ECHT und genauso liebenswürdig.

Ein einfacher Trick, um das auch so zu erleben, ist die Erwartungen loszulassen und stattdessen all das wertzuschätzen, was ist und dankbar zu sein. Haltet immer wieder inne und fragt: Wofür kann ich gerade dankbar sein? Wenn wir es schaffen, unsere Erwartungen loszulassen, können wir auch nicht enttäuscht werden – nur positiv überrascht. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären …

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 3. Simplicity – reduziere auf das Wesentliche

Überall ringen Werbeanzeigen, Schaufenster & Co um unsere Aufmerksamkeit. Als ich gemerkt habe, dass ich bei meiner Suche nach Weihnachtsgeschenken, trotz aller Minimalismus-Werte, in eine Art Konsumzwang gekommen bin, habe ich dem Ganzen ein Veto eingelegt. Natürlich weiß auch ich, dass das NICHT der Sinn von Weihnachten ist, trotzdem gehört Konsum an Weihnachten meistens dazu. Genau deswegen bedarf es unserer eigenen Achtsamkeit für das rechte Maß. Egal ob beim Griff in die Keksdose, der Auswahl der Geschenke oder beim Festtagsmenü. Oftmals ist weniger mehr und es muss nicht immer perfekt sein! Kleiner Tipp für Last Minute Geschenke: Schenkt doch lieber Zeit statt Zeug und lest unseren Blogpost: 7 Tipps für tolle immaterielle Weihnachtsgeschenke

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Entspannt durch die Weihnachtszeit: 4. Schenken und beschenkt werden

Beides können wir achtsam tun. Im Verschenken steckt die Möglichkeit, sich in den anderen einzufühlen, achtsam mit seinen Wünschen und Bedürfnissen zu sein, zu erspüren, was der andere braucht und was ihm eine Freude bereiten würde. Auch gilt wieder: Es muss nicht perfekt sein. Die Absicht zählt und die kommt beim Gegenüber bestimmt an.

Wie steht es eigentlich um uns selbst? Fällt es euch leicht, Geschenke anzunehmen? Bewertet ihr sie? Nehmt ihr sie mit Wertschätzung an? Wichtig bei all den Fragen ist immer, sich selbst und andere nicht zu bewerten, sondern wahrzunehmen. Es gibt kein richtig oder falsch.

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 5. Umgang mit gestressten Mitmenschen, Familie und Konflikten

Wir feiern das Fest der Liebe und trotzdem kriselt es genau in dieser Zeit schnell innerhalb der Familie. Unterschiedliche Persönlichkeiten mit genauso unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Bedürfnissen treffen (in oft engem Raum) aufeinander. Was können wir also für ein harmonisches Miteinander tun?

Es hilft, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass jeder Mensch doch einfach nur geliebt werden will. Niemand will dem anderen etwas Böses, sondern handelt aus der eigenen Verletzlichkeit, Unsicherheit und Angst und eben auch aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe. Betrachtet eure Mitmenschen durch die Linse der Liebe. Vielleicht hilft es dabei, euch vorzustellen, wie jemand, der die andere Person von ganzem Herzen liebt, sie sehen würde. Statt euch über das zu ärgern, was euch stört und aufregt, richtet eure Perspektive auf das Schöne. Egal wie sehr euch dieser Mensch vielleicht nervt, ihr könnt immer etwas Schönes und Gutes in ihm finden. Versucht es mal.

Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, sich das bewusst zu machen, was wir sonst vielleicht für selbstverständlich erachten, dankbar dafür zu sein und es zu genießen.

Tipp: Auch im Umgang mit anderen hilft Dankbarkeit und Wertschätzung. Hier eine kleine Challenge für Fortgeschrittene: Seht nicht nur das Schöne, sondern sprecht es auch an. Macht euch Gedanken darüber, was ihr an dem Anderen mögt und sprecht ihm eure Wertschätzung aus. Seid nicht nur im Stillen dankbar, sondern zeigt diese Dankbarkeit. Vielleicht werdet ihr dadurch einige kleine Weihnachtswunder erleben.

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Entspannt durch die Weihnachtszeit: 6. Lege Achtsamkeit in all dein Handeln

Achtsam zu sein bedeutet, sich ganz auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, im Hier und Jetzt zu sein. Ihr müsst nicht zusätzlich Zeit für Meditation und Achtsamkeitsübungen schaffen, sondern könnt es einfach in euer Tun legen. Dazu gibt es eine kleine Achtsamkeits-Geschichte aus dem Zen-Buddhismus:

Der Schüler fragt den Meister, was den Meister von ihm unterscheidet. Der Zen-Meister entgegnet ihm: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Der Schüler erwidert: „Aber das mache ich doch auch.“ Der Zen-Meister antwortet: “Wenn du gehst, denkst du ans Essen und wenn du isst, dann denkst du ans Schlafen. Wenn du schlafen sollst, denkst du an alles Mögliche. Das unterscheidet uns.“

Egal ob Geschenke einpacken, Festessen zubereiten, Bescherung oder das Aufräumen hinterher – seid voll und ganz in jedem Moment, bei dem, was ihr gerade tut und bei den Menschen, die euch gerade umgeben. So bleibt ihr nicht nur stressfrei, sondern erlebt viel bewusster.

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 7. Vergesst euch selbst nicht

Egal wie beschäftigt ihr seid und wie wichtig es euch ist, ein schönes Weihnachtsfest für die Lieben zu erschaffen, vergesst euch selbst dabei nicht. Nehmt euch immer wieder auch Zeit für euch selbst und tut euch selbst etwas Gutes. Wie wär es mit einer Tasse Tee, die Schluck für Schluck bewusst und ganz in Ruhe genossen wird? Oder mit einem Spaziergang an der frischen Luft? Fragt euch nicht nur, was andere brauchen, sondern auch was ihr gerade brauchst und schenkt euch selbst diese Aufmerksamkeit.

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 8. „Driving home for Christmas“ für Geist und Seele

Weihnachten ist eine Zeit, für die viele nach Hause fahren. Es ist aber auch die Zeit, in der wir unseren Geist und unsere Seele Heim bringen können – in das Zuhause in uns selbst –, um dort zur Ruhe zu kommen. Schafft euch Raum für Momente des inneren Ankommens.

Entspannt durch die Weihnachtszeit: 9. Macht es euch gemütlich …

… und zwar nicht nur am Heiligabend, sondern auch bei den Vor- und Nachbereitungen. Zündet euch z.B. Kerzen an, legt schöne Musik auf und schafft eine schöne Wohlfühlatmosphäre.

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Entspannt durch die Weihnachtszeit: 10. Durch Kinderaugen sehen

Statt Weihnachten so richtig zu genießen, verlieren wir Erwachsenen uns oft in dem „Drumherum“, sind beschäftigt mit all den wichtigen Erledigungen und Vorbereitungen. Erinnert ihr euch noch, wie Weihnachten für euch war, als ihr noch Kinder wart? Was hat euch zum Staunen und Strahlen gebracht und eure Herzen mit Freude erfüllt? Erlaubt euch ruhig, wieder ein bisschen Kind zu sein und lasst euch anstecken vom Zauber der Weihnacht. Nur wenn wir uns dafür öffnen, können wir wir ihn erleben und die Magie spüren.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest, voller Achtsamkeit, Liebe und Verbundenheit!

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DIE GASTAUTORIN

Teresa-Wochenende in Heidelberg

Hallo, ich bin Teresa. Meinen beruflichen Weg würde ich nicht unbedingt als geradlinig bezeichnen. Nach meiner Ausbildung als Industriekauffrau habe ich 1,5 Jahre in dem Beruf gearbeitet und dann einen Neustart gewagt. Ich bin zu neuen Ufern aufgebrochen und wurde Ergotherapeutin. Es war eine meiner besten Entscheidungen – es veränderte einfach alles. Vor allem mich. Ich wusste jedoch, dass ich nicht lange in der „klassischen“ Berufswelt bleiben will und nach weiteren fast 1,5 Jahren im neuen Beruf bin ich in New York gelandet, wo ich für eine Familie mit „Special Needs“ Kindern arbeite.

Es ist wohl keine große Überraschung, dass eine meiner Leidenschaften das Reisen ist. Ich möchte noch so vieles von der Welt entdecken, Orte und Menschen authentisch kennen lernen, unter die Oberfläche tauchen und eintauchen in das Leben. Lebensliebe ist eines meiner Lieblingswörter. Es beinhaltet viele meiner Wertvorstellungen und ist so etwas wie mein persönliches Mantra: Das Leben lieben, in diesem Moment, so wie es ist und offen sein für seine Schönheit. Ich bin daher ständig auf der Suche nach Inspiration und Momenten, die mir ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Das ein oder andere von dem, was mir dabei begegnet, werde ich hier mit euch teilen und freue mich auf jeden Austausch mit euch.

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