Ganz ehrlich, wenn man die Wörter „vegane Ernährung“ hört, dann denkt man zuerst daran, dass das bestimmt sehr teuer, sehr kompliziert und alles andere als alltagstauglich ist. Da möchte ich euch heute vom Gegenteil überzeugen. Ich war für RTL Punkt 12 bei meiner Blogger Kollegin Svenja, die sich nun schon seit einem Jahr vegan ernährt. Sie zeigt mir, wie ich gut und günstig durch den Tag komme anhand von drei Rezepten.

Kochen

 

 So sieht das in unserem RTL Punkt 12 Beitrag aus

vegane rezepte

Günstige vegane Rezepte – Frühstück:

Gemüse-Tofurührei in 8 Minuten für 2,10 € pro Person

Ich habe mich sofort in diese Rührei Variante verliebt und mache es mir immer noch regelmäßig zu Hause, denn es schmeckt so lecker.

Zutaten:

  • 500 g fester Tofu
  • Gemüse wie ihr möchtet, ich schlage vor:
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tomate
  • 5 Pilze
  • ½Paprika
  • ½ Zucchine
  • ½ TL Kurkuma
  • Pfeffer
  • Salz
  • 2 EL Mandelmus

Zubereitung:

Eine Pfanne mit Öl erhitzen und den abgetropften Tofu in kleine Brocken zerdrücken und  bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Den Tofu mit Salz, Pfeffer und Kurkuma (für die gelde Farbe) würzen.
Während der Tofu brät, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Zucchini und Pilze klein schneiden. Sie werden dann zusammen mit dem Tofu noch mal etwa fünf Minuten gebraten, bis alles gar ist. In dieser Zeit das Tofu-Rührei noch einmal abschmecken.
Zum Schluss das Mandelmus mit etwas Mineralwasser dazu geben. Mandelmus wird nämlich in der veganen Ernährung dazu genommen um Gerichte creamig zu machen und dem Tofu-Rührei den letzten Schliff zu geben.

Svenja Walter

Meine Erfahrung: Schmeckt auch super mit geräuchtertem Tofu. Wollt ihr dazu noch eine Scheibe veganes Brot? Bekommt ihr beim Bäcker, könnt ihr aber in 3 Minuten auch selber machen mit diesem Rezept.

Günstige vegane Rezepte – Mittagessen: Penne mit Spinat-Erdnuss-Sauce in 10 Minuten für 1,75 € pro Person

Ich muss zugeben, es gibt eine Menge günstige vegane Rezepte, doch die Penne war wirklich das leckerste Gericht von allen, was auch sicher daran liegt, dass ich ein Spinat-Freak bin, Nudeln liebe und nie genug Erdnussbutter bekommen kann. Das ganze Rezept mit Zutatenliste und Zubereitung findet ihr bei meinesvenja.com.

Penne

Günstige vegane Rezepte – Abendessen: Kichererbsensalat in 6 Minuten für 2 € pro Person

Es muss nicht immer Brot, Wurst und Käse zum Abendessen sein. Auch einfach unbeschreiblich göttlich schmeckt ein Kichererbsensalat. Der hat außerdem sehr viel Proteine. Bei Hülsenfrüchten wie Bohnen und Kichererbsen oder Gemüsen, die sonst entweder aufwändig zubereitet oder stundenlang gekocht werden müssen, kann man ab und zu ganz wunderbar auf die fertig gegarte Variante aus Glas oder Dose zurückgreifen.

Kichererbsensalat

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Dose Kidneybohnen (400g)
  • 1 Dose Kichererbsen (400g)
  • 1/2 Paprika
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 Tomate
  • 1 Esslöffel Limettensaft
  • 2 Esslöffel Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

1 Dose Kichererbsen und 1 Dose Kidneybohnen in einem Sieb abspülen, abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Die Zwiebeln abziehen und fein hacken. 1/2 Tomate und 1/2 rote Paprika in kleine Würfel schneiden. Alles zu den Bohnen in die Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. 1 EL Limettensaft und 3 EL Olivenöl zum anmachen dazugeben. 1/2 Bund glatte Petersilie grob hacken und unter den Salat heben. Eventuell noch mit Chili abschmecken.

Fertig ist der Kichererbsensalat

günstige vegane Rezepte

So viele schnelle und wirklich günstige vegane Rezepte gibt es also. Ich hoffe ihr habt Lust bekommen, es auch mal auszuprobieren und denkt daran, wer sich vegan ernährt, der verzichtet auf nichts, sondern entdeckt so viele tolle neue Sachen!

12 Kommentare

  1. Warum heißt das „Rührei“ wenn da gar kein Ei drin ist? Das sind solche Dinge, die mich bei vegan stören. Wieso gibt es für vegane Gerichte keine Eigennamen? Ein Ei ist ein Ei, ein Schitzel ist flaches Fleisch und Wurst bleibt Wurst.
    Für mich klingt das immer so, als wollte vegan immer nur Fleisch ersetzen. Also nach dem Motto: ich täusche mich selbst und esse (Tofu-)Burger, (Tofu-)Schnitzel, (Tofu-)Rührei usw.
    Wenn ich Fleisch essen will, dann esse ich Fleisch! Wenn ich kein Fleisch essen will, dann esse ich auch keinen „Ersatz“, sondern eine vollwertige vegane Mahlzeit.

    1. Sehe ich anders. Ich habe Fleisch sehr gerne gegessen, tue es aber nicht mehr aus tierliebe. Ich finde es super, wenn mir Sachen geboten werden, die so ähnlich schmecken. Das schöne ist genau das, dass ich etwas essen kann, was ähnlich schmeckt aber kein Tier tötet.

    2. Aha, die Wurst die du isst wächst also am „Wurstbaum“ oder das Schnitzel am „Schnitzelbusch“? Immer die gleichen Argumentationen von Fleischessern *laaaaaaaangweilig*. Es gibt Veganer die rennen keinem Trend hinterher oder ernähren sich aus gesundheitlichen Gründen vegan sondern aus ethischen und das bedeutet das man nicht Veganer/in wurde weil man Fleisch ekelig findet sondern weil man nicht möchte das Tiere einen unnützen, widerlichen Tod finden müssen nur damit ich ein paar Minuten am Tag mein Essen „genieße“. Wem da nicht die Nuggets im Hals stecken bleiben wundert mich sowieso. Hauptsache an einer Lebensweise die absolut positiv ist herummäkeln weil man selber nicht in der Lage ist der Wahrheit ins Auge zu sehen. Applaus!

    3. Bei vielen Begriffen wie Beispielsweise Ei/Fleisch/Milch die ein Rohes Lebensmittel beschreiben gefällt mir die Bezeichnung für vegane/vegetarsiche Produkte auch nicht. Wenn man ausdrücken möchte, dass es dem Produkt ähnelt könnte man: „Zu verwenden wie ….“ aufdrucken und dann einen eigenen Namen erdenken. Bei Begriffen wie beispielsweise „Wurst“ sehe ich das allerdings anders, die Bezeichnung Wurst umschreibt ja eher die Darreichungsform des Produktes. Die Form der Wurst hat sich einfach Bewährt, sowohl in Produktion als auch Zubereitung wieso sollte man von dieser Form ablassen nur weil man ein Vegetarisches Produkt herstellt und wieso sollte man sich dann einen neuen Namen ausdenken ? Etwa würziger Tofu-Zylinder ? Gleiches gilt für Schnitzel, Nuggets usw.

  2. Oh man, bei dem Pennegericht läuft mir das Wasser im Munde zusammen! Sobald ich wieder eine richtige Küche mein Eigen nenne, wird sofort der Kochlöffel geschwungen!!

    Und zum obigen Kommentator: Für mich sagt Schnitzel/Rührirgendwas etc vor allem immer etwas darüber aus, in welcher Form und Konsistenz der ja etwa sehr vielfach einsetzbare Tofu in einem Gericht daher kommt – „platter panierter Tofu“ oder „kleine gehäkselte Tofustückchen“ sagt sich nicht nur umständlich, sondern klingt auch noch unappetitlich. Außerdem: Wenn fleischähnliche Produkte Menschen bei der Umstellung helfen – das ist doch toll! Für mich persönlich schmecken die meisten Sachen dennoch deutlich anders als „normales“ Fleisch und deshalb kommen sie in meiner (vegetarischen) Ernährung nicht oft vor.

  3. _Fleisch schmeckt ungewürzt auch nach nichts_

    Wow, dieser Kommentar disqualifiziert dich derart, da fehlen mir die Worte. Und das, obwohl du früher gerne Fleisch gegessen haben sollst? Die billigsten Produkte aus der Tiefkühltheke, die geradezu nach Massentierhaltung schreien? Dann können wir ja froh sein, dass du den veganen Weg eingeschlagen hast … weil vom Kochen verstehst du offenbar nichts.

    Qualitativ hochwertiges Fleisch schmeckt auch ungewürzt – wenn gut zubereitet – sehr gut (Salz zähle ich nicht zwingend zu Gewürzen, schließlich erhöht es nur die Wahrnehmung im Geschmack). Und das gilt für nahezu alle Produkte, auch für Tofu … die billigen Varianten aus dem Discounter empfinde ich auch nicht unbedingt als prickelnd – egal wie viele Gewürze ich da drauf packe.

    Der Kichererbsensalat hat es mir allerdings angetan, danke für das Rezept, kam auch bei meinen Kindern gut an, zumal sie so schön mithelfen konnten.

  4. Ich habe aus Spargründen mal verglichen ob günstige Sachen auch vegan sein können und erstaunt festgestellt, dass man oft mit vegan sogar voll günstig liegt. Wir haben mal selbst gemachte Hafermilch mit Kuhmilch verglichen.

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