Nach Madagaskar kommt man wegen den Affenbrotbäumen in der Allee des Baobabs, der heißen Quellen in Isalo, der Steinformationen in Tsingy de Bemaraha oder der Lemuren im Andasibe oder Ranomafana – und doch ist es so viel mehr, was man hier entdecken kann und das hat mit dem wie man aufeinander zugeht, egal in welchen Kontext, zu tun. Offen auf Augenhöhe, vorurteilsfrei und mit Respekt. Genau das lernte ich auf meiner Reise ins ferne Madagaskar.

Madagaskar Affenbrotbaum Baobab

Die Grüne Insel ist mehr als Pest, Malaria und Korruption. Es sind atemberaubende Landschaften, eine unfassbare Natur, die grünsten Regenwälder, die ich je gesehen habe, die schönsten roten Sandsteinfelsen und die Menschen, die mich anlächeln, Kinder, die mitten im Nirgendwo sitzen und mit anderen spielen. Und es sind die einzigartigen Frauen, die Tag für Tag schwere Gegenstände auf ihrem Kopf kilometerweit ins nächste Dorf transportieren. Tiefe Blicke, in die vom Feuer verrauchten Augen, in die ich blicke, wenn ich ihnen direkt gegenüber stehe. Von all diesen Dingen und vielen mehr möchte ich euch in meinem Madagaskar Reisebericht erzählen.

Wanderung durch den Tsingy Nationalpark

Madagaskar Reisebericht: Ankunft in Madagaskar

Tja, nun stehe ich hier. Erstmal total eingeengt im Flugzeug, weil alle Passagiere wie wild nach dem zehnstündigen Flug im Gang rumstehen und warten, dass sie endlich rausgelassen werden. Was wird mich erwarten? Ich habe keine Ahnung. Ich setze meinen linken Fuß zuerst aus dem Flugzeug und kann noch nicht viel von der Landschaft sehen, denn es ist dunkel und wir werden gleich zum Flughafeneingang delegiert. Erstmal durch den Zoll – Einfuhrgebühren bezahlen, Fieber messen lassen und weiter zur Passkontrolle.

Geschafft … ich stehe am Gepäckband und warte sehnsüchtig auf meinen, in Hannover aufgegebenen, Rucksack. Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich ihn in meinen Armen schließen und wir laufen gemeinsam dem Ausgang entgegen. Hier werde ich herzlich von meinem Guide begrüßt. Irgendwie war die Begrüßung so erfrischend vertraut, dass ich mich total entspannt in den Minibus Sitz fallen lassen kann!

Madagaskar Reisebericht: Tag 1 – 3 im Andasibe-Nationalpark

In der ersten Nacht schlafe ich wie ein Stein, wache aber dann doch ungewöhnlich schnell auf und laufe im Morgengrauen mit meiner Kamera bewaffnet raus auf die Dachterrasse des Hotels Belvedere, um einen ersten Blick auf die Antananarivo (Tana) zu erhaschen. Es ist kalt und diesig und mir wird bewusst, dass zu dieser Jahreszeit im südlichen Afrika Winterzeit herrscht. Deshalb bin ich mit genug warmer Kleidung ausgestattet und kann den voll und ganz Moment genießen … Willkommen in Madagaskar!

Vogel im Andasibe Mantadia Nationalpark

Kurze Zeit später rollen wir schon im Minibus raus aus der Hauptstadt, durch üppige Landschaften gen Osten. Ziel ist der Andasibe-Nationalpark, um ersten Kontakt mit der Tierwelt Madagaskars aufzunehmen. Denn hier leben die größten Lemuren der Insel, die Indris. Sie zu sehen ist ein echter Glücksfall. Doch das Glück ist auf meiner Seite, denn auf der dreistündigen Tour zu Fuß durch den Nationalpark hörten wir sie schreien.

Diese Schreie dringen durch Mark und Bein, so intensiv und unglaublich laut sind sie. Und doch wirken die vierbeinigen Wesen so leichtfüßig auf den Ästen, an denen ihr Leben hängt. Sie springen in einer Gruppe durch die Baumkronen des Regenwaldes. Ein unvergessliches Schauspiel der atemberaubenden Tierwelt Madagaskars. Unser Guide führte uns immer tiefer in den dichten Urwald wir sehen sogar noch Blattschwanz-Geckos. Unglaublich, welche Wandlungsfähigkeit sich hier bietet.

Nachtwanderung im Andasibepark

Madagaskar Reisebericht: Tag 4 – im Hochland unterwegs nach Antsirabé

Ich bin auf der Landstraße unterwegs, denn Autobahnen gibt es auf Madagaskar nicht. Kilometer pro Stunde scheinen hier ein anderes Maß als zu Hause zu sein. Seit heute sitzen ich in einem Allrad Jeep, der uns in die zweitgrößte Stadt Madagaskars, nach Antsirabe, bringen soll. Den teile ich mir mit zwei anderen wundervollen Reisenden.

Antsirabé heißt übersetzt „Wo es viel Salz gibt“ und gilt dank seiner heißen Quellen als Entspannungsort unter den Inselbewohnern. Das Panorama um uns herum lässt uns tief und zufrieden seufzen, denn die Landschaft änderte sich im Hochland so verdammt schnell. Nach jeder Kurve ist etwas neues Interessantes zusehen. Hochlandhäuser, Reisfelder, Eukalyptusbäume, Zebu-Herden und so vieles mehr.

Ich lasse meinen Blick über die vielen Reisefeld um mich herum und die dort so hart arbeitenden Menschen schweifen. Ich bin nach wie vor sehr fasziniert von den madagassischen Frauen – mit wie viel Witz und Leichtigkeit sie ihre tägliche Arbeit verrichten, immer im Schlepptau – ihre am Körper festgebundenen Babys. Angekommen in Ambatolampy besuchen wir einen Aluminium Markt. Hier werden die berühmten Alu-Töpfe hergestellt, die man überall auf der Insel findet.

Straßenkinder auf dem Land auf Madagarkar

Madagaskar Reisebericht: Tag 5 – Autofahrt nach Morondava

Diesen Tag verbringen wir größtenteils im Auto. Während der kurzen Stopps werden wir im wahrsten Sinne des Wortes binnen Sekunden von den Kindern umzingelt. Sie sind durchweg wissbegierig und berühren unsere weiße Haut und unser Haar mit großem Erstaunen. Das Eis zu den Kids bricht so schnell, denn wir alle suchen nach demselben im Leben – nach der Liebe. Diese Kinder haben so viel in sich, dass man nur offen damit umgehen muss.

An diesem Tag lerne ich auch, dass ein Zebu das wertvollste für die Menschen auf dem Land ist, es ist sozusagen eine Wertanlage. Sie kosten immerhin 150 – 300 Euro. Entsprechend lukrativ ist auch der Raub eines solchen Tieres. Entlang der vielen Streckenabschnitte findet man immer wieder große Menschengruppen, die teilweise bewaffnet durchs Land ziehen, um Zebu-Diebe zu finden.

Und wieder rattert unser Jeep weiter Richtung Meer nach Morondava. Pünktlich zum wunderschönen Sonnenuntergang kommen wir am Mosambik Kanal an und genießen die letzten Minuten bis zur Dunkelheit.

Zebus in Madagaskar

Madagaskar Reisebericht: Tag 6 – Avenue de Baobab

Unser erster Stopp am Morgen, auf dem Weg ans Ende der Welt, ist die Baobab Allee, an der bis zu tausend Jahre alten Affenbrotbäume im sanften Morgenlicht, eine wunderschöne Stimmung zaubern. Zum Mittag stoppten wir in einem der besten Restaurants auf Madagaskar, das MAD ZEBU Restaurant in Belo sur Tsiribihina.

Frauen auf der Baobab Allee

Nach einem leichten Snack fahren weiter und stoppen erst am berühmten Fluss Mania. Wie passiert man hier wohl die Flüsse, so ganz ohne Brücken? Im nächsten Augenblick kommt ein Autofloss um die Ecke und das Rätsel ist gelöst. Wir fahren mit dem Jeep auf das Floss und schnell kommen immer mehr Fahrzeuge, die sich neben uns aufreihen. Mit einem mulmigen Gefühl legten wir ab.

Auf der ca. 40-minütigen Fahrt über den Fluss kommt mir das wichtigste Sprichwort auf Madagaskar mal wieder in den Sinn: Mora-Mora – das heißt so viel wie „langsam langsam“. Immer wieder kann ich es aus den Gesprächen der Einheimischen heraushören. Auch das spiegelte sich in dieser Situation wieder, denn aus den eigentlich 40 Minuten Überfahrt werden schnell 60. Egal, uns hetzt ja keiner!

Wir legen an und fahren weiter bis wir den nächsten und letzten Fluss Manambolo überqueren. Ankunft am kleinen Tsingy NP, dem Kalksteinlabyrinth, das wir am selben Tag noch erkunden.

Madagaskar Reisebericht: Tag 7 – der große Tsingy de Bemaraha Nationalpark

Letzter Ausrüstungscheck – in jedes Daypack gehören Wasser und Energieriegel, an die Füße Schuhe mit gutem Profil. Der große Tsingy Nationalpark ist echtes Entdeckerterrain und unsere Wanderung über Brücken und durch Höhlen ist ziemlich anstrengend. Dafür erwarten uns immer wieder neue Ausblicke auf die rasierklingenscharfen Felsspitzen des Parks, mal von oben, mal von unten. Hier muss man sich immer wieder überwinden, denn es gibt steile Abgründe und tiefe Schluchten. Aber mit dem nötigen Respekt und einem Kännchen Abenteuerlust kann man hier im Nationalpark über sich hinaus wachsen.

Mitten in der surrealen Welt leben bis zu elf Lemuren- und unzählige Vogelarten, die sich ab und an blicken lassen. Der Tsingy Nationalpark teilt sich in einen kleinen und einem großen Nationalpark auf. Am ersten Tag freunden wir uns mit dem kleinen sehr gut an, doch der große Tsingy ist nochmal eine ganz andere Herausforderung.

Madagaskar Reisebericht: Tag 8. Eine Kanutour auf dem Manambolo –Fluss

Nach dem aufregenden Tag im Tsingy de Bemaraha Nationalpark sind wir froh, dass wir nun eine ruhigere Entdeckungstour machen. Am Flussufer des Manambolo warteten die typisch Madagassischen Kanus. Der Fluss ist braun und die Sandstein-Felswände um uns herum schimmern im warmen Orange. Wir gleiten über das Wasser und die Stille ist wunderbar. Wir passieren versteckten Grotten und legen an, um sie auch von innen zu erkunden. Auch das Familiengrab der ersten Bewohner Madagaskars dürfen wir bestaunen – ein sehr heiliger Ort für die Einheimischen Madagaskars.

Strassenkinder am Manambolo River

Madagaskar Reisebericht: Tag 9 – Déjà-vu? Zurück nach Morondava

Wieder steht mir die achtstündige Fahrt über Geröll, Stein und Sandpisten bevor. Sie ist sehr nervenaufreibend und anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, denn der Tsingy Nationalpark war wirklich beeindruckend – ein kleines Wunder.

Madagaskar Insidertipps

Ich gebe euch gerne einige Tipps, wie auch ihr ihn voller Freude und ohne böse Zwischenfälle erleben könnt:

  • Während der Regenzeit ist die Fortbewegung im Nationalpark und die Anfahrt unmöglich, diese dauert von November bis März. In dieser Zeit ist von einem Besuch des Parks eher abzuraten, verlegt eure Madagaskar-Reise lieber in die anderen Monate.
  • Außerdem solltet ihr weitestgehend schwindelfrei seine, denn man bewegt sich auf hohen Ebenen und überquert Händebrücken, die extrem wackelig sind.
  • Um Stürzte zu vermeiden, zieht festes Schuhwerk an, am besten mit gutem Profil.
  • Und mein letzter Tipp: Nehmt euch gerade in der Sommerzeit viel Wasser und einen Hut mit. Denn wenn ihr oben auf dem Plato rumklettert, seid ihr der Sonne direkt ausgesetzt. Die Kunst ist es, den Rucksack dabei so minimal zu packen, wie es geht. Denn ihr werdet euer Übergepäck zu spüren bekommen, wenn ihr auf dem Weg nach oben seid.
Tour nach Morondava
Madagaskar Reisebericht: Tag 10 – Relaxen am Mosambik Kanal

Für mich ist es auf Madagaskar der erste Tag der vollkommenen Entspannung – und den verbringe ich am Mosambik Kanal an dem Strandabschnitt Betania. Auf Holzpirogen werden wir zum nächsten Ufer geschippert. Ankunft im Nirgendwo, hier vergisst man Zeit und Raum … und kommt vollkommen zur Ruhe. Wir bereiten ein Barbecue zu und schwimmen mit den vielen einheimischen Kindern im Meer. Dieser Tag ist für immer in mein Herz eingebrannt. Ein echter Geheimtipp!

Menschen in Madagaskar

Madagaskar Reisebericht: Tag 11 – zurück ins Hochland

Ich nehme wieder im Jeep Platz und schon preschen wir Richtung Hochland, entlang des Andringitra Gebirges. Schlagartig fallen die Temperaturen ab und ich wünsche mir die verfluchte Hitze der vergangenen Tage zurück.

Ich möchte es nur nochmal betonen: Madagaskar ist die Insel der Vielfalt, der Farben und der Tiere. Das ist an jeder noch so kleinen Ecke erkennbar. Die verschiedenen Rottöne auf dem Weg ins Hochland sind unverkennbar und stehlen mir jeden Gedanken an etwas anderes. Madagaskar ist bekannt für seine Flecht-Techniken, seine Rohstoffe, die in Mienen abgebaut werden, und für die saftigen Früchte.

Auf so langen Strecken kann man die Zeit also gut nutzen, um Rast an den Straßenstände zu machen, denn dies ist auch die einfachste Art mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Mein Ziel heute ist die Stadt Antsirabé, die ich als Zwischenstopp nutze, um von dort aus am nächsten Morgen weiter zum Nationalpark nach Ranomafana zu fahren. Dort will ich ein letztes Mal in Kontakt mit dem Regenwald und der Tierwelt kommen.

Hochland Madagaskar

Madagaskar Reisebericht: Tag 12 – der Nebelwald Ranomafana

Geheimnisvoll dunkel und ganz schön feucht umhüllt uns der Bergnebel während der Urwaldwanderung. Es ist so mystisch, durch die unglaubliche Natur zu streifen. In weiter Ferne hört man die Rufe der verschiedensten Lemure. Wir müssen achtsam und mit größter Vorsicht die Füße voreinander setzen, denn überall leben Tiere – und mitunter sehr außergewöhnliche Insekten.

Der Nationalpark kostet Eintritt und man darf ihn nur betreten, wenn man eine geführte Tour mit einem Guide macht. Viel zu groß ist die Gefahr, dass man sich verläuft oder wichtige Pfade verlässt. Ich genieße die Wanderung durch den Regenwald sehr, obwohl es wie aus Eimern schüttete und das pausenlos. Hier sehe ich bei einer Nachwanderung den Mausmaki Lemur, den kleinsten seiner Art. Er ist so unglaublich niedlich, aber flieht, als er uns sieht, schnell wieder ins Dickicht.

Lemur in Madagaskar

Einer der seltensten Lemure – der Indris

Madagaskar Reisebericht: Tag 13 – zufällig im Dorf

An diesem Tag lerne ich wieder einiges fürs Leben dazu. Denn Tag 13 meines Madagaskar Reiseberichts ist mein besonderes Highlight.

Wir begeben uns mit dem Bus wieder auf die Straße, bis wir in einem kleinen Dorf anhalten, aussteigen und sofort von Kindern umzingelt werden. Sie schauen uns voller Hoffnung und Zuversicht an und laden uns in ihr Dorf ein. Vor uns rennen sie den Hügel hoch und fordern uns zum Folgen auf.

Das Dorf mit dem grossen Herz

Als wir den kleinen Hügel erklommen haben, sehen wir ein Meer aus Lehmhütten und die große Gemeinschaft, die hier lebt. Wir lernen das einfache Dorfleben kennen, werden zum Essen eingeladen (es gibt Reis, Gemüse und Zebu-Fleisch) und werden eingeladen, ja gar aufgefordert, zu bleiben. Ein bisschen Mitleid regt sich in mir, aber schließlich lasse ich mich dann doch von der Lebensfreude mitreißen, denn diese Menschen LEBEN – und das ist das wichtigste hier draußen. Dieser Tag war für mich etwas ganz Besonderes, denn der Kontakt zu Einheimischen ist für mich auf Reisen allgegenwärtig und der Schlüssel zu ihrer Heimat.

Einheimische von Madagaskar

Madagaskar Reisebericht: Tag 14 – Alles hat ein Ende, zurück nach Tana

Nach Tana kommt man nur, um schnell wieder zu fahren, denn die Hauptstadt ist bekannt für ihre hohe Kriminalitätsrate. Nach Einbruch der Dunkelheit ist das Risiko, Opfer eines Überfalls zu werden, sehr hoch. Denn Madagaskar gehört zu einem der hungrigsten Länder der Welt. Wenige Menschen auf der Insel haben Zugang zu sauberem Wasser und 60 % der Bevölkerung sind Analphabeten. All das sind Daten, Fakten und Statistiken, die wir zu Hause mit einer Banalität lesen, und die man, ohne sie mit eigenen Augen zu sehen, gar nicht begreifen kann.

Aussicht in Tana

Der Rückflug nach Deutschland steht kurz bevor und ich genieße die letzten Stunden in der Hauptstadt Tana. Für letzte Mitbringsel besuche ich den berühmten Dike Market. Ganz oben auf der Liste der Mitbringsel steht, denn das ist das allerwichtigste, die Erkenntnis, dass Madagaskar einer der schönsten Orte dieser Welt ist. Voller wunderschöner Momente, die ich erleben durfte, hier in Afrika.

Kinder in der Hauptstadt Tana

Madagaskar Reisebericht – mein Guide Jeremia

Die Reise, das Land und die Organisation von meinem Guide Jeremia war großartig. Wer Abenteuer mag, offen für eine neue Kultur ist und einfach nur wunderschöne Landschaften erkunden will, ist bei Jery genau richtig. Es war keine normale Reise, denn ich wurde wie ein guter Freund behandelt und konnte ganz offen mit Jery über die landestypischen Gepflogenheiten reden. Ich haben täglich die Vielseitigkeit der Insel genossen und wir sind durch mehrere Klimazonen gefahren. Ich habe mich durchgehend sicher gefühlt. Was mich besonders begeistert hat, war der stetige Kontakt zu den Einwohnern der Insel, aber auch über die Tiervielfalt habe ich sehr viel gelernt. Ich war somit immer mittendrin! Jery spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Madagasy. Ich war Teil einer Gruppe, aber schon nach kürzester Zeit wurden wir zu einem echten Team. Und all das obwohl ich als Individualreisende am Anfang wirklich Bedenken gegenüber einer Gruppenreise hatte. Jery besitzt eine eigene Reise-Agentur, die Lemur Tours, die ich sehr empfehlen kann.

Auf Pinterest merken:

Madagaskar Rundreise

Mehr Reiseberichte über Afrika gibt’s hier:

7 Abenteuer, die ihr in Südafrika im Eastern Cape erleben könnt

Roadtrip durch Südafrika: Von Johannesburg bis Kapstadt

Artenschutz in Südafrika: Das Pinguin Krankenhaus SANCCOB

Die Gastautorin

Autorenfoto Lisa Batke

Sich selbst finden, das wollte sie schon immer. Grund – unbekannt, Ziel – fraglich und doch ist es ihre Harmonie des Lebens. Lisa lautet ihr Name, sie ist zarte 24 Jahre jung und Niedersachsen nennt sie Ihre Heimat. Ihr Tag startet mit Gedanken um die Ferne, ihre Philosophie hängt meistens an dem Faden des Schicksals und ihr Alltag wird bestimmt durch Job, Hobbies und der Leidenschaft des Tagträumens.

Wenn sie nicht gerade gedankenversunken im Zug pendelt, ihre flinke Hand beim Volleyball kreisen lässt, ja, genau dann denkt sie an die große weite Welt. Viel zu intensiv ist der Gedanke ans Meer, an die endlose Weite der menschenverlassenen Steppe oder an das Skateboarden an den Küstenstädten der Erde. Sie denkt zurück an die Zeit, als sie sich den Wind um die Ohren fegen ließ, hoch oben auf ihrem Board, mit den Sonnenstrahlen im Nacken, die sich schnell, ohne Zögern, auf ihrer Haut verewigen.

Sie liebt die ungezwungene Art durchs Leben zu grooven und sich in den Momenten zu verlieren. Denn sie sammelt Momente – keine Dinge! Sie lebte eine Zeit lang in England, wo sie zum ersten Mal Tee getrunken hat – was für eine Premiere. Und ihr Lieblingsspruch lautet: Weit weg bist du verdammt nah an dir dran, und so zog es sie nach Indien. Sie beschreibt es mit den Worten „Die beste Zeit meines Lebens“. Und wenn der Tag sich dem Ende neigt, dann verlässt sie die Heimat und lässt sich von Mutter Natur wieder mal entführen – bis ans Ende der Welt. Zurück kommt sie mit neuer Motivation, mit abertausenden Bildern im Kopf und mit vielen neuen Bekanntschaften, um sie mit euch zu teilen.

 

2 Kommentare

  1. Lisa, ich bin total froh, dass ich deinen Blog gefunden habe. Ich geißel mich ja gerne selbst (also bei großem Fernweh Reiseblogs lesen ^^) und was du hier über Madagaskar ausgepackt hast, macht mein Fernweh noch schlimmer. ^^ Ich bin ja ein echter Afrika-Fan, aber Madagaskar hatte ich tatsächlich irgendwie so gar nicht auf dem Schirm bisher. Deine Bilder sind aber einfach wow. Toller Bericht, hier komme ich gerne wieder!

    LG
    Ahnma

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Total
109
Shares