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Malediven Honeymoon – 7 Gründe für Flitterwochen im Inselparadies

Honeymoon und Malediven – zwei Dinge, die nur allzu gern von vielen Menschen in einem Satz gesagt werden. Wenn ihr als Paar den wunderschönen Inselstaat im Indischen Ozean südwestlich von Sri Lanka besuchen möchtet, dann ist euch sicherlich schon aufgefallen, dass es von tollen Resorts nur so wimmelt. Keine Sorge, ich helfe euch bei der Entscheidung, denn ich habe einen wirklich wunderbaren Hoteltipp für alle Malediven-Fans – das Coco Bodu Hithi Resort im Nordatoll der Malediven. Was daran so besonders ist, erfahrt ihr hier!

Pia Winter Malediven

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 1. Kleine Insel, viel Privatsphäre

Kilometerlange Spaziergänge, auf denen ihr niemandem begegnet? Am Strand liegen ohne lästiges Geschnatter anderer Urlauber? Ungestörte Fotosessions am Strand ohne andere Touristen im Bild? Ich gebe zu, Letzteres ist wohl eher ein Pluspunkt auf meiner ganz persönlichen Pro-Liste für einen Urlaub in Coco Bodu Hithi. Aber natürlich liegt der Vorteil eines Malediven Urlaubs – und besonders im Coco Bodu Hithi – ganz klar auf der Hand: Wenn ihr nicht möchtet, begegnet ihr hier quasi keiner Menschenseele.

Die Strandvillen des Resorts sind so gestaltet, dass euch hier absolute Privatsphäre vergönnt ist. Der villeneigene Pool im hinteren Bereich der Villa ist komplett sichtgeschützt, aber auch die Terrasse zum Meer ist dank der großzügigen Bepflanzung nicht von Nachbarn einsehbar. Insgesamt ist die Insel des Resorts wunderbar begrünt und auf den kleinen Spaziergängen zwischen Villa und Restaurant oder Bar kommt fast ein bisschen Dschungelfeeling auf.

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 2. Artenvielfalt at its best

Ein Urlaub hier ist ein Urlaub im absoluten Schnorchel- und Tauchparadies, denn das Coco Bodu Hithi ist die Insel der Schildkröten. Beim täglichen Schnorcheln am Hausriff habe ich mehrfach Schildkröten, Rochen und natürlich jede Menge farbenfroher Fische bewundern dürfen. Wahnsinnig beeindruckend und dafür müsst ihr euch noch nichtmal in einen Taucheranzug zwängen. Eine liebevolle Idee des Coco Bodu Hithi ist auch, dass auf dem gesamten Gelände des Resorts kleine Infotafeln mit spannenden Fakten über die tierischen Nachbarn zu finden sind.

Natürlich muss ich als passionierte Taucherin sagen: Es lohnt sich trotzdem, einen Tauchgang in der resorteigenen Tauchschule zu buchen. Ich hatte Glück und durfte auf meinen Tauchgängen gleich einige besondere Wassertiere beobachten. Unter anderem: Rotfeuerfische, Hummer, Adlerrochen, Strachelrochen, verschiedene Haie wie den Weißen Riffhai und Graue Riffhaie Clownfische, Kugelfische, Kofferfische, zahllose Thunfische und Muränen.

Die Schildkröten trefft ihr übrigens meist morgens zwischen 7 – 9 Uhr und nachmittags zwischen 16 – 18 Uhr im Umkreis der Water Villas beim Schnorcheln an. Aber auch außerhalb dieser „Stoßzeiten“ hatte ich das Glück mit etwas Geduld, welche zu entdecken.

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 3. Bewusstsein schaffen – Plastic Art Workshop mit Mbongeni Buthelezi

Anlass für meine Reise war unter anderem das Artist in Residence Programm, zu dem Mbongeni Buthelezi nach Coco Bodu Hithi eingeladen wurde. Buthelezi ist ein Künstler aus Johannesburg, der sich das Arbeiten mit Plastik zum Merkmal gemacht hat. Aus gesammelten Plastikresten kreiert er mit einem Heißluftföhn wunderschöne Gemälde, darunter viele Portraits. Ja, richtig gelesen – ein Heißluftföhn und Plastik sind sein Pinsel und Farbe.

Seine Bilder, deren Protagonisten in erster Linie People of Color sind, verstehen sich offensichtlich als politische Statements. Aber auch seine Arbeitsweise gibt neue Denkanstöße wirft Fragen auf: Wie werden wir den ganzen Plastikmüll los, der unser Leben dominiert? Wie geht die Gesellschaft mit dem Thema um? Warum machen wir uns so wenig Gedanken über unseren Konsum und Verbrauch? Welche Marken und Unternehmen sind Mit- oder Hauptverursacher? Ein immer wiederkehrendes Element in Buthelezis Bildern sind nämlich auch – thematisch passend – gut erkennbare Brandings.

Buthelezi weiß, dass das Plastikproblem bei den Menschen liegt. Er sagt, sobald die Menschen ihre Produkte benutzt haben, ist ihnen die Verpackung egal und sie lassen ihren Dreck überall liegen, ohne weiter darüber nachzudenken. Genau deswegen engagiert er sich auch mit freien Kunstprojekten an Schulen. „Man weiß bei Kindern nie, wer zuhört und was sie für die Zukunft auf deinen Ideen und Ansätzen machen.“, sagt er.

Eingeladen wurde Buthelezi vom Resort zum Einen, um in seinem Stil verschiedene Bilder zu produzieren. Einige fertige brachte er schon aus Johannesburg mit. Zum Anderen durften die Resortgäste aber auch an einem Workshop mit ihm teilnehmen, in dem wir seine Arbeitsweise ausprobieren und ihn natürlich mit Fragen löchern durften.

Neben der Frage wie er zur Plastikkunst kam (Er hatte damals kein Geld, um sich Malutensilien zu leisten und griff deswegen auf das Plastik zurück), erzählte er mir auch, dass er zum Arbeiten am liebsten Jazz und lokale Musik aus Südafrika hört. Sein ganzes Studio in Johannesburg ist quasi eine riesige „Müllhalde“ – der ganze Boden ist bedeckt mit Plastikresten, die er nach Lust und Laune herauspickt und für seine aktuellen Arbeiten nutzt.

Es war wirklich ein toller Nachmittag mit diesem besonderen Künstler. Ich finde die Idee ganz wunderbar, dass sich das Coco Bodu Hithi inspirierende Persönlichkeiten einlädt, um mit den Gästen über eben solche Themen ins Gespräch zu kommen und ein Bewusstsein zu schaffen. Auch in Zukunft ist geplant weitere thematisch passende Künstler für das Artist in Residence Programm im Coco Bodu Hithi zu gewinnen.

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 4. Renewal of Vows

Auch für bereits verheiratete Paare gibt es einen mehr als besonderen Anlass, das Coco Bodu Hithi zu besuchen: die Erneuerung der Liebe oder auch – die zweite, privatere Hochzeit. Zwar sind Hochzeiten auf den Malediven nicht rechtsgültig, dafür aber fraglos unvergesslich. Der perfekte Anlass für ein zweites (Ehe-)Gelübde oder eben für Paare, die sich gar nicht nach einer klassisch, standesamtlichen Hochzeit sehen.

Jede Zeremonie wird individuell organisiert und Details wie Dekoration, Musik, Fotografie, Speisen und Getränke natürlich vorher genau mit den Paaren gesprochen. Wer möchte, kann hier sogar eine maledivische Zeremonie abhalten – in der für die Malediven typischen Tracht.

Malediven Wasservillen

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 5. „Local“ wird hier groß geschrieben

Interessant war auch, die „Next Generation“ des Coco Bodu Hithi kennenzulernen – Marketingleiterin Malu Hilmy hat mir viel über das Coco Bodu Hithi, die Gründung und die Besonderheiten des Unternehmens erzählt. Ich wusste beispielsweise vorher nicht, dass es nur wenige Resorts gibt, die von Einheimischen geführt werden. Neben dem Coco Bodu Hithi sind es nur drei andere Inseln, die in maledivischer Hand sind. Inzwischen müssen zwar alle Inseln, die von der Regierung quasi „geleast werden“, mit lokalen Firmen zusammenarbeiten, um sie zu bewirtschaften, aber trotzdem sind es eben meist „Big Player“ wie z.B. das Unternehmen „Hard Rock Café“, welche die Resorts führen.

Beim Coco Bodu Hithi ist das andere. Direktoren des Unternehmens sind immer noch Vater und Onkel von Malu. Allerdings werden viele Managementbereiche inzwischen von den fünf Kindern – und besonders Frauen unter ihnen – abgedeckt, welche das Coco Bodu Hithi auch zu der Marke gemacht habe, welche sie heute ist. Tatsächlich eher ungewöhnlich, da die Managementetage der Hotellerie in Deutschland ein hauptsächlich von Männern dominierten Sektor ist. Natürlich darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass alle Kinder außerhalb der Malediven gelernt und studiert haben – vom Vereinigten Königreich über Australien bis nach Indien. Dementsprechend durften sie einen entsprechend höheren Bildungsstandart genießen, als es den meisten maledivischen Einwohnern wohl vergönnt ist.

Eben diese Bildung und der neue Ansatz dieser jüngeren Generation, aber auch der weibliche Blick auf die Schwerpunkte des Resorts, ist es, der mich beeindruckt hat. Denn ein Themenbereich des Coco Bodu Hithi ist beispielsweise die Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Schule. Das bedeutet, die Schüler werden ins Resort eingeladen, um an Workshops teilzunehmen, etwas über die Flora und Fauna der Malediven zu erfahren und auch über den Tier- und Klimaschutz zu sprechen.

Coco Bodu Hithi Yoga Studio

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 6. Essen wie die KönigInnen der Malediven

Was ist eigentlich typisch maledivisch? Obwohl ich schon in einigen Resorts auf den Malediven war und sogar eine Local Island besucht habe, war mir bis zu meiner Reise ins Coco Bodu Hithi gar nicht so richtig bewusst, welche Mahlzeiten eigentlich auf der Speisekarte der Einheimischen stehen. Dank des abwechslungsreichen Frühstück-, Mittag- und Abendbuffets des Resorts und den Gesprächen mit einigen Locals, durfte ich dieses Wissen aber aufstocken.

Ein klassisches Gericht, das oft auch zum Frühstück serviert wird, ist Mashuni. Hierbei handelt es sich um eine relativ simple Mischung aus Dosenthunfisch, Kokosraspeln, Zwiebeln, Chili, Salz, Pfeffer und Limettensaft. Gegessen wird es mit einer Scheibe Brot. Ebenso klassisch ist das pikante Fischcurry. Beide Gerichte könnt ihr am Buffet finden.

Aber auch Vegetarier (und Veganer) werden im Coco Bodu Hithi nicht vergessen. Ihr könnt die Köche an den Stationen immer ansprechen und euch etwas Individuelles zubereiten lassen. Ich wurde wirklich täglich verwöhnt. Außerdem gibt es immer ein großes Obst- und Salatbuffet.

Malediven Honeymoon im Coco Bodu Hithi: 7. Nachhaltigkeit auf den Malediven

Die Frage, ob sie den Klimawandel als unmittelbare Bedrohung ansehen und spüren, wurde von Malu nicht wirklich bejaht. Es sei traurig und tragisch, dass das Wasser heißer werde und das Wetter sich verändert, aber trotzdem fühlt es sich nicht als gegenwärtige Gefahr für sie an. Es sei eher ein Problem der nächsten Generation, weswegen es ihnen so am Herzen liegt, mit den Schülern und Erwachsenen von morgen darüber zu sprechen.

Trotzdem gibt es einige Dinge, die im Coco Bodu Hithi in puncto Ökobilanz schon optimiert wurden und die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Tatsächlich wird im Resort die Mülltrennung groß geschrieben, was ihr an den aufgestellten Abfallcontainern sofort sehen werdet. Kompost wird vor Ort recyclet, der Rest wird per Schiff zur Müllinsel neben Male transportiert. Geduscht und gespült wird hier mit geklärtem Salzwasser (ein typisches Verfahren der Malediven Resorts) und ein Teil des Stroms wird durch Solarpanels generiert. Theoretisch wäre das geklärte Wasser sogar trinkbar, aber sie können es (noch) nicht garantieren, deswegen gibt es das Trinkwasser für die Gäste aktuell noch aus Plastikflaschen.

Ein wunderbares Projekt ist die Turtle Rescue Station auf der Insel des Schwesterresorts Coco Palm. Im Schildkrötenkrankenhaus werden verhedderte Tiere aus Netzen befreit, von einer geschulten Ärztin genäht (der einzigen auf den Malediven, die Schildkröten operiert) oder eine Flosse amputiert. Leider ist die Amputation oft die letzte Option, um die Tiere zu retten. Oft befinden sich auch Plastikteile im Magen der Schildkröten, die entfernt werden müssen. Auf Coco Palm könnt ihr das Krankenhaus nicht nur besuchen, sondern auch eine Schildkröte adoptieren und das Projekt somit finanziell unterstützen. Das Resort eignet sich übrigens (nicht nur wegen der Turtle Rescue Station) ganz wunderbar für einen Familienurlaub auf den Malediven.

Pia Winter Lilies Diary Malediven

Ich hoffe, ihr konntet einen guten Einblick vom Malediven Honeymoon-Paradies Coco Bodu Hithi gewinnen. Sollte bisher noch kein ausschlaggebender Punkt für euren Urlaub dabei gewesen sein, dann lasst mich noch einen anderen nennen: Ein Glas Champagner schmeckt nirgendwo so gut wie auf den Malediven. Cheers!

Pia Winter auf den Malediven

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Malediven Honeymoon

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