Ganz oft sitze ich wirklich vor dem Laptop und denke mir – das ist schon der Wahnsinn! Der Wahnsinn wie viele Leute Lilies Diary schon erreicht. Wie viele es kennen, davon gehört haben, drauf hängen geblieben sind und immer wieder kommen. Diese unglaublich netten Mails, die in mein Postfach flattern von Menschen, die uns danken oder motivieren. Ich habe immer gesagt und sage es auch immer noch, das ist die schönste Bezahlung, die ich mir vorstellen kann, diese Mails!

Bildschirmfoto 2015-04-13 um 16.43.04_Snapseed

Doch es gibt auch eine Schattenseite, wenn der Blog wächst und wächst. Ich nenne sie Schattenseite, weil ich in Situationen komme, in denen ich einfach nicht weiß, wie ich mit diesen Mails umgehen soll. Mein Blog ist nicht nur voll von Reisetipps, sondern auch schon immer sehr persönlich und deswegen möchte ich auch diese Thema mit euch teilen.

Was soll ich tun mit all diesen Mails in denen Menschen möchten, dass ich was für sie teile und promote?

Täglich kommen Mails über Facebook, Twitter und Co rein, ob ich nicht mal bitte schnell dies und das teilen könnte. Hannah möchte, dass ich ihren Freund unterstütze, der ein echtes Herzensprojekt verfolgt und von der Mitte Deutschlands bis nach Gibraltar reist um so Spenden für einen Brunnen in Afrika  zu sammeln, John hat sein neues Album rausgebracht und fragt, ob ich nicht mal schnell das Cover posten könnte und und und. Ich verstehe, was es heißt ein Herzensprojekt zu haben. 90 Nächte, 90 Betten und 40 Festivals in 40 Wochen waren meine Herzensprojekte.

Das Problem an der Sache ist, dass ich mich am liebsten um alle kümmern und jedem helfen möchte, auch wenn ich mich jedes Mal frage, warum sich die meisten eigentlich nur melden, wenn sie etwas wollen und ich darüber auch wirklich ein bisschen traurig bin. Trotzdem möchte ich irgendwie helfen, weil ich weiß, wie toll sich diese Herzensprojekte anfühlen. Doch ich kann es einfach nicht. Ich weiß, dass ich jetzt schon so viele Menschen erreiche und ich nutze diese Reichweite auch aus, um weitere meiner Herzensangelegenheiten zu unterstützen. Ich habe Pulli-Paten für Kinder in Afrika gefunden und einen Paten für Dino im Tierheim gesucht. Es sind Projekte bei denen ich vor Ort war. Ich weiß, wer die Pullis für die Kinder strickt, ich habe die Wolle selbst gekauft, ich war mit Dino im Tierheim spazieren.

Wenn ich all die Anfragen, die reinkommen auch noch thematisieren würde, dann wäre ich nicht mehr Lilies Diary. Dann wäre ich eine Promo-Plattform für Herzensprojekte.

Deswegen muss ich, auch wenn es mir schwer fällt, so oft nein sagen, weil es einfach bei mir nicht geht. Aber das Nein ist immer an ein ABER gebunden. Aber du schaffst es trotzdem! Aber mach unbedingt weiter! Aber melde dich doch noch mal und biete mir einen Gastbeitrag an, der über deine Geschichte ist und interessant für meine Leser!

Was ich zum Schluss noch sagen möchte: Ein Herzensprojekt, dass sollte man für sich tun. Egal wie viele Leute man damit erreicht…

5 Kommentare

  1. Das machst du schon genau richtig so! Am liebsten möchte man gerne alle und jeden unterstützen, aber man sollte dabei sich selbst nicht verlieren.

    Ganz liebe Grüße!

  2. Hallo Christine,

    ich finde, du hast in deinem Post den Nagel auf den Kopf und noch dazu den genau passenden Ton gefunden! Natürlich bist du nicht dafür da, anderer Leute Ideen zu posten. Möglicherweise mag es einzelnen gelingen, dich auch für ihr Projekt zu begeistern – das mögen Freunde von dir sein oder Blogger-Kollegen, die du schon lange kennst.

    Ansonsten hast du Recht: Jeder sollte das Herzensprojekt für sich selbst (für sein Herz!) verwirklichen!

    Grüße von einer relativ neuen Bloggerin
    Franziska

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*