Es gibt diese besondere Zeit mit einem Baby, in der alles intensiv ist. Die Tage sind voll, die Nächte oft kurz, und gleichzeitig merkt man, wie schnell diese Momente wieder vorbeigehen. Genau deshalb fühlt es sich so wertvoll an, Erinnerungen zu sammeln – nicht nur Fotos, sondern echte gemeinsame Erfahrungen, die bleiben. Als Mama allein mit meinem sechs Monate alten Baby Monte zu reisen, war für mich gleichzeitig ein kleines Abenteuer und eine bewusste Entscheidung. Ich wollte Zeit nur für uns. Zeit ohne Alltag, ohne To-do-Listen – aber ehrlich gesagt auch mit dem Wunsch nach Entlastung. Nach einem Ort, an dem man nicht alles alleine tragen muss.
Das Mama-Baby-Retreat von Unravel Mama in Portugal war genau so ein Ort. Ein Retreat, bei dem Mamas mit ihren Babys zusammenkommen – die Kleinen sind dabei ganz unterschiedlich alt, von wenigen Wochen bis etwa eineinhalb Jahren. Viele reisen alleine an, manche mit Unterstützung, aber alle mit dem gleichen Gefühl: dem Wunsch nach Ruhe, Verbindung und Verständnis.
Was ich besonders schön fand, war diese Mischung aus intensiver Zeit mit dem eigenen Baby und gleichzeitig dem Getragen-Sein in einer Gemeinschaft von Mamas. Während die Babys in liebevollen Händen betreut wurden, gab es Raum für Yoga, Gespräche, kleine Rituale und Momente zum Durchatmen. Kein Druck, kein Perfektionismus – nur dieses Gefühl, dass man genauso sein darf, wie man gerade ist. Und genau dort, zwischen Meerluft, stillen Momenten und Babyglucksen, wurde mir klar: Manchmal braucht es nur den richtigen Rahmen, um sich selbst als Mama wieder ein Stück näherzukommen.

Wo liegt das Mama Baby Retreat Portugal?
Das Retreat findet in der Nähe von Ericeira statt – nur etwa 40 Minuten von Lissabon entfernt und damit super gut erreichbar. Gerade mit Baby ist das Gold wert, weil die Anreise unkompliziert bleibt. Ericeira selbst ist ein wunderschönes kleines Küstenstädtchen mit ganz besonderem Charme. Bekannt als Surferparadies, aber genauso perfekt, um einfach durch die Gassen zu schlendern, kleine Cafés zu entdecken oder entspannte Ausflüge zu machen. Diese Mischung aus Meer, Ruhe und lebendigem Ort macht die Umgebung perfekt für eine Mama-Baby-Auszeit.





Mama Baby Retreat Portugal: Ankommen und sofort durchatmen
Schon beim Ankommen habe ich gemerkt, wie gut durchdacht alles ist. Man bezieht sein Zimmer und fühlt sich sofort willkommen – nicht nur als Gast, sondern ganz bewusst als Mama mit Baby. Es ist so viel vorbereitet: Babybett, BabyBjörn-Wiege, Babybadewanne – alles ist da. Dieses Gefühl, nicht ständig überlegen zu müssen, ob man etwas vergessen hat, war für mich eine enorme Erleichterung. Man kommt an und kann wirklich direkt loslassen.
Was mich besonders berührt hat, war ein kleines Detail: Lisanne, die das Mama-Baby-Retreat in Portugal organisiert, hatte eine persönliche Notiz aufs Bett gelegt. So eine kleine Geste – und gleichzeitig etwas, das mir wirklich in Erinnerung geblieben ist, weil es sofort gezeigt hat, wie viel Herz in diesem Retreat steckt. Lisanne, die Gründerin von Unravel Mama, lebt selbst als Mama in Ericeira und hat das Retreat aus ihrer eigenen Erfahrung heraus entstehen lassen. Ursprünglich aus den Niederlanden begleitet sie heute Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als Mutter – mit einem besonderen Fokus auf Yoga, Community und einen achtsamen Übergang ins Mama-Sein. Man merkt schnell, dass sie diesen Ort nicht einfach organisiert, sondern wirklich mit viel Herz gestaltet hat. Genau diese Wärme und persönliche Nähe zieht sich durch das ganze Retreat.

Mama Baby Retreat Portugal: Rundum versorgt
Ein riesiger Wohlfühlfaktor war auch das Essen. Morgens wartet ein liebevoll vorbereitetes Frühstück, mittags ein frisches Buffet und abends ein nährendes Dinner – alles gesund, abwechslungsreich und so gestaltet, dass es Mamas gut tut. Das Schönste daran: Es gibt keine festen Zeiten. Alles läuft im Flow. Das Essen steht bereit, und jede Mama kann kommen, wenn es zum eigenen Rhythmus und zum Baby passt. Kein hektisches „Wir müssen jetzt los“, kein Stress – einfach dazukommen, wenn es sich richtig anfühlt. Genau diese Flexibilität macht so viel aus.
Und auch an die Kleinen ist gedacht: Für die Babys gibt es immer passende Optionen wie pürierte Breis oder gekochtes Gemüse. Alles ist abwechslungsreich vorbereitet, sodass auch die Babys gut versorgt sind – und man sich als Mama einfach entspannen kann, weil wirklich für alle mitgedacht wurde.





Mama Baby Retreat Portugal: Kleine Pausen, die plötzlich ganz groß werden
Was für mich eine unglaubliche Entlastung war, waren die drei liebevollen Babysitter, die während des Retreats den ganzen Tag über präsent sind. Sie helfen beim Essen, halten die Babys kurz im Arm oder schenken einem nach dem Frühstück diesen kleinen, unbezahlbaren Moment: einmal in Ruhe duschen oder einen Kaffee trinken, ohne gleichzeitig alles im Blick haben zu müssen.
Aber auch während der gemeinsamen Aktivitäten sind sie immer da. Beim Yoga zum Beispiel schieben sie die Kleinen in den Schlaf, tragen sie liebevoll herum oder begleiten sie ganz ruhig, wenn sie Nähe brauchen. Im Yoga-Raum gibt es sogar eine eigene kleine Spielecke für Babys, die sich noch nicht von ihrer Mama trennen möchten und sie lieber in Sichtweite haben – so kann man trotzdem teilnehmen, ohne innerlich angespannt zu sein.

Und wenn man sich bewusst noch mehr Zeit für sich nehmen möchte, besteht auch die Möglichkeit, eine Babysitterin privat zu buchen – zum Beispiel während einer Massage oder einer anderen Anwendung. Diese Kombination aus Nähe zum Baby und gleichzeitig echter Entlastung ist etwas, das ich als unglaublich wertvoll empfunden habe. Es sind genau diese scheinbar kleinen Dinge, die sich auf einmal unglaublich luxuriös anfühlen.





Mama Baby Retreat Portugal: Ein Tagesprogramm, auf das man sich freut
Jeder Tag hatte seinen ganz eigenen Rhythmus und gleichzeitig etwas, worauf man sich schon beim Aufwachen gefreut hat. Es gab immer liebevoll geplante Programmpunkte, die sich leicht und stimmig angefühlt haben – nichts, das Druck macht, sondern Dinge, die gut tun und den Körper wieder ein bisschen mehr bei sich ankommen lassen. Mal begann der Tag mit einer ruhigen Yoga-Session, an einem anderen Tag gab es ein sanftes Beckenboden-Workout oder eine unglaublich entspannende Soundhealing-Session, bei der man einfach mal komplett abschalten konnte. Besonders schön fand ich auch die kleinen Impulse zwischendurch – einfache Tipps, wie man das Nervensystem regulieren kann und wie man diese Ruhe mit in den Alltag nimmt.


Und auch für die Babys gab es immer wieder kleine Highlights. Einmal kam eine Musikpädagogin, die gesungen hat und viele Instrumente dabeihatte – selbst mein kleiner Monte, der erst sechs Monate alt war, war völlig begeistert. Ein anderes Mal gab es ein Nature Sensory Play, bei dem die Kleinen mit Händen und Fingern verschiedene natürliche Materialien entdecken konnten. Was ich besonders schön fand, war diese Balance: Es gab schöne Angebote für die Mamas, liebevolle Erlebnisse für die Babys und ganz viele gemeinsame Momente dazwischen. Alles durfte sein, nichts musste.

Zusätzlich konnte man sich je nach eigenen Bedürfnissen noch Termine dazubuchen – zum Beispiel eine wohltuende Massage, eine Bachblüten-Beratung, eine craniosakrale Behandlung oder ein Fotoshooting. Ich habe mich für ein einstündiges Shooting mit Bruna entschieden, und ehrlich gesagt sind diese Bilder heute eines meiner schönsten Andenken an die Woche.
Und auch als Gruppe haben wir besondere Momente geteilt. Ein Abend bleibt mir besonders im Kopf: Gemeinsam sind wir zum Strand gelaufen, haben den Sonnenuntergang angeschaut und einfach den Moment genossen. Ganz ruhig, ganz leicht – und irgendwie unglaublich verbindend.

Mama Baby Retreat Portugal: Meine Highlights
Mein emotionales Highlight war der Mama Baby Circle. In einem geschützten Raum haben wir unsere Geburtsgeschichten geteilt – ehrlich, offen und ohne Bewertung. Es war unglaublich berührend zu hören, wie unterschiedlich Wege ins Mama-Sein sein können. Ein weiterer besonderer Teil des Retreats war das sogenannte „Closing the Bones“-Ritual. Dieses traditionelle Postpartum-Ritual wird von Doulas begleitet und soll den Körper nach der Geburt symbolisch und körperlich wieder „schließen“. Dabei wird der Körper sanft eingehüllt und gehalten – besonders der Beckenbereich – sodass ein Gefühl von Geborgenheit und Abschluss entstehen kann.

Für wen ist ein Mama Baby Retreat geeignet?
Ein Mama-Baby-Retreat ist besonders für Mamas gedacht, die sich nach einer bewussten Auszeit sehnen – ohne dabei von ihrem Baby getrennt zu sein. Viele reisen alleine mit ihrem Baby an – genau so wie ich. In unserer Gruppe waren Mamas aus Deutschland, aus Österreich und sogar eine Mama aus Kanada. Obwohl es möglich ist, den Partner mitzubringen, sind in unserem Retreat fast alle Mamas allein mit ihren Babys angereist.

Eine Woche, die lange bleibt
Was dieses Retreat für mich so besonders gemacht hat, war die Balance: intensive Zeit mit meinem Baby und gleichzeitig echte Entlastung. Gemeinschaft mit anderen Mamas, aber auch Raum für mich selbst. Es ist schwer zu beschreiben, aber man reist nicht nur mit Erinnerungen nach Hause – sondern auch mit einem besonderen Gefühl im Herzen.











