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Lilies Diary | 20. Mrz 2018

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3 Kommentare

Wie soll es weiter gehen?

Christine

Eigentlich hätte ich gar keine Zeit diesen Post zu schreiben und genau das ist das Problem.
Das Leben ändert sich ständig und manchmal viel schneller, als man handeln kann.

Seit Wochen überlege ich, wie es weiter gehen soll, mit mir, meinem Leben und meinem Blog. Ich liebe, was ich tue. Jeden Tag. Keine Angst, das wird jetzt kein Post à la „Die Social Media Welt hat mich fertig gemacht“. Obwohl, ein bisschen müde bin ich schon in letzter Zeit. Aber nur deshalb, weil ich nicht schnell genug laufe und dem ganzen nicht mehr hinterher komme. Aber ich will laufen. Am liebsten sogar rennen! Einen Marathon!

Christine-Neder-Bentota-Beach

Ich bin mit Lilies Diary an einem Punkt, wo ich alleine nicht mehr weiter komme. Ich müsste mich clonen oder eben wieder einen Schritt zurück gehen, was aber so ganz und gar nicht meinem Naturell entspricht. Die Mailflut, die jeden Tag in mein Postfach fließt, frisst so viel Zeit, dass ich nicht mehr dazu komme, dass zu machen, was ich liebe – schreiben. Über meine Reisen, meine Gedanken und mein Leben. Und wenn das nicht mehr möglich ist, dann mache ich irgendwas falsch.

Seit Wochen überlege ich, wie es weitergehen könnte. Das Gefühl völlig überfordert zu sein und immer nur noch allem hinterher zu rennen mag ich nicht.

Letztes Wochenende war ich auf einer Hochzeit. Früh um 8 Uhr habe ich noch einen Termin im Studio „Haarscharf“ von André bekommen und er persönlich hat mir meine Haare hochgesteckt. Eigentlich wollte ich nur eine nette Frisur für die Hochzeit, doch irgendwie gab es oben drauf noch eine Lebensberatung. Wahrscheinlich weiß er gar nicht, wie sehr er mir mit seiner Geschichte geholfen hat. Es fing damit an, dass ich einfach nur nachgefragt habe, was man denn für seinen Meisterbrief als Friseur machen muss. Daraufhin hat mir André seinen Werdegang erzählt. Vom Labortechniker zum Friseur mit bald zwei eigenen Studios. Seine Motivation ist nicht einer von vielen zu sein. Das sieht man ihm schon optisch an. Vor mir stand ein dünner Mann mit Hornbrille, langen Haaren, einer Cappy auf dem Kopf ein einem volltätowierten Körper. Ich fühle mich wie in Berlin und das war auf jeden Fall alles andere, als was ich erwartet hatte. Er hat die letzten Jahre viel und hart gearbeitet, ist immer am Ball geblieben und vielleicht studiert er sogar bald noch einmal, obwohl er schon einen Meisterbrief hat und sämtliche Weiterbildungen von Ernährung über Nägel bis zur Wimpernverlängerung.

Es war so inspirierend im zuzuhören, auch wenn ich theoretisch mit seinem Beruf nichts zu tun habe. Es ist seine Einstellung zu Dingen und sein Mut zu wachsen und Verantwortung zu übergeben. Damit habe ich ein großes Problem – Verantwortung abzugeben. Doch wenn ich das nicht lerne, kann ich nicht mehr am Ball bleiben, mich weiterentwickeln und verbessern, weil ich immer nur an der gleichen Stelle stehe und keine neuen Sachen ausprobiere. Ich möchte bereit sein für neue Abenteuer. Gerade fühle ich mich so, als würde ich nur im Hafen stehen und das Schiff warten. Doch wann geht es auf Hohe See? Das bestimme ich!

Hell-Christine-Neder

Ich habe diesen Post geschrieben, weil ich euch einerseits an meinen Gedanken teilhaben lassen wollte und andererseits wollte ich euch etwas zeigen. Wenn ihr einmal ratlos in der Gegend steht, nicht wisst wie es weiter gehen soll, dann versucht nicht krampfhaft eine Lösung, sondern seit offen für Menschen, die euch inspirieren können.

Ich kann euch versichern, es gibt sie, diese Momente in denen man ziellos herum steht und dann einen Wink mit den Zaunpfahl bekommt, wo es langgehen soll. Man muss nur mit offenen Augen durch das Leben gehen und manchmal einfach nur ein Gespräch mit einem Fremden anfangen.

Ja und wie geht es jetzt weiter? Das werdet ihr hoffentlich bald sehen!!! :)

Christine Neder

Kommentare

  1. Hallo Christine,
    vielen Dank für die Einblicke in dein persönliches Leben und ich denke, dass du alles noch meistern wirst. Stress dich nicht allzu sehr und versuche, aus allem nur das Beste zu machen. Für mich ist und bleibt Blogging nur ein Hobby, wobei ich damit schon täglich sehr sehr viel zu tun habe. Ich mache es gerne, weil es eben ein gutes und mein hauptsächliches Hobby ist.

    Sich bloss nicht unter Druck setzen, einfach loslassen und so handeln, damit du selbst mit dir zufrieden bist. Es kann schon mal stressen, alles und das Blog unter einen Hut zu bekommen. Stell dir vor, ich habe mehr als 60 Projekte im Internet und tue täglich hier und da etwas. Zwei meiner Blogs sind die Hauptblogs und diesen möchte ich mich vermehrt widmen. Ich weiss, wie viel Arbeit ich da rein stecken muss. Aber es wird mir Spass machen und das Netzwerken mit anderen netten Bloggern hält mich am Leben.

    • Christine

      Danke für dein feedback. Hast recht! :)

  2. Alexandra Wutzer

    Liebe Christine, ich hoffe, du hast deine Balance wieder gefunden und konntest deinen Wünschen und Zielen ein Stück näher kommen, in dem du einen Teil deiner Verantwortung abgeben konntest. Falls du dich öfters fragst, wie es mit deinem Leben weitergehen soll, dann kann ich dir einen Tipp geben: Lies einfach mal dein Horoskop für die nächste Jahr und richte deinen Blick auf all die tollen Dinge, die dich erwarten. So gehst du optimistisch durchs Leben und kannst alles beruhigt auf dich zukommen lassen. Lieben Gruß, Alexandra

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