Liebesbrief an London

Völlig verschlafen und mit einem flauen Gefühl im Magen wache ich am Sonntag Mittag auf. Mist. Verschlafen. Und das alles nur, weil es letzte Nacht mal wieder zu doll war und ich einen Pint zu viel getrunken habe. In 30 Minuten treffe ich Matt im Knights Templar. Was ist das eigentlich für ein Name? Knights Templar? Ich springe aus dem Bett, schnapp mir meine Oyster Card und schmeiße mich in das Sonntagsgewusel in… London.

Fish&Chips

Draußen tobt das Leben. Was machen die ganzen Leute denn so früh schon in der Stadt? Ich laufe an 50 asiatischen Touristen vorbei, die alle versuchen möglichst viele Fotos vom Gardewechsel am Buckingham Palace zu machen. Geschickt schlängel ich mich durch die überfüllten Straßen Londons, schnapp mir eine Zeitung und renne in die Metro, die schon wieder viel zu warm ist. Je tiefer die Bahn fährt, desto mehr Druck hab ich auf den Ohren.

Nach zehn Minuten bin ich endlich da, am Knights Templar. Schon draußen sehe ich eine Gruppe Londoner, die eine Zigarette nach der anderen rauchen und sich lauthals über die letzte Nacht unterhalten. Sie haben ein Pint in der Hand. Ich öffne die Tür und stelle fest, dass der Geruch von Bier im Teppich und dem Essig auf den Pommes genau das ist, was ich gerade brauche. Oh, Großbritannien. Matt steht an der Bar und bestellt einen Pint. Ich geselle mich zu ihm und freue mich auf mein Sunday Roast. Etwas, dass ich in Deutschland immer vermisse.

Es gibt nicht viele Dinge, die typisch für Großbritannien sind, aber die Dinge, die es gibt, die sind besonders. An einem Sonntag völlig verschlafen im Pub zu sitzen und einen Sunday Roast zu essen, dazu ein Pint. Sich über das ungewürzte Essen aufregen und einen Pie in Gravy dippen und trotzdem keinen Geschmack im Mund zu haben. Das ist Großbritannien. Großbritannien ist auch, wenn man Polizisten auf einem Pferd sieht oder wenn die Mädchen am Wochenende auch bei -15 Grad und strömenden Regen im kurzen Kleidchen vor dem Pub stehen. Chips mit Essig auf einem Sandwich? Auch das ist Großbritannien. Matt und ich bleiben noch ein bisschen und genießen die Pub Atmosphäre. Urige Stühle und Tische, riesige Toiletten und eine völlig überfüllte Bar.

Britain

Dabei fällt mir auf, dass ich genau das vermissen werde, wenn ich wieder in Deutschland bin. Wer geht dann mit mir am Sonntag in einen Pub? Wir sollten viel öfter genau das wahrnehmen, was uns in anderen Ländern umgibt. Jetzt sitze ich in Berlin und denke an den Geruch von Pubs oder an den Geruch, wenn man eine Salt & Vinegar Crisps Tüte aufreißt. Visit Britain zeigt uns jetzt genau das, was wir vermissen, sobald wir wieder zu Hause sind. Den Geruch der Ferne, den Geruch der Dinge, die wir woanders lieben und zu Hause nicht haben. Die neuste Initative von VisitBritain “Sounds of Great Britain” verlockt Besucher das Beste von Großbritannien zu erleben und zu genießen. Wenn ihr jetzt genau so ein Großbritannien-weh habt wie ich, dann schaut euch das Video an und schwelgt in Erinnerungen. Und wenn ihr das gute alte Pub-Gefühl jetzt so richtig, richtig vermisst, dann dreht doch euer eigenes kleines Video über euer Bild von Großbritannien. Das hilft sicher ;)


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