Ich versuche mich immer unauffällig zu verhalten. Sage schön „Danke“ und „Bitte“, habe keine Extrawünsche, aber habe trotzdem nicht das Zeug zum perfektem Passagier.  Der ist ledig, männlich und Mitte 30, laut der neusten Umfrage von Flugbegleitern von Skyscanner. Über 700 internationale Flugbegleiter aus 85 Ländern wurden befragt, wer für sie der ideale Fluggast ist und welches Verhalten an Bord mal gar nicht geht. Das Ergebnis: die Crew mag ledige Männer zwischen 30 und 39 Jahre, die in den Urlaub fahren.

Airport-Barbados_Snapseed

In der Luft erlebt man auch unerfreuliche Begegnungen. Daher ging es auch eine Top 10 der schlechten Angewohnheiten in der Luft. Mit 26 Prozent der Antworten stehen Passagiere ganz oben auf der „Negativ-Liste“, die mit den Fingern nach den Stewardessen schnipsen. Ob das Kellnerinnen auch nervt? Eine weitere schlechte Angewohnheit ist für 13 Prozent der Befragten das sofortige Aufspringen der Fluggäste nach der Landung, bevor die Anschnallzeichen erloschen sind. Scheint in meinen Augen auch eine typisch deutsche Eigenschaft zu sein. Auf Platz drei und vier im Ranking landen diejenigen, die zu viel Handgepäck mit an Bord nehmen und sich zudem auch noch beschweren, wenn der Platz nicht ausreicht. Fluggäste, die während der Vorstellung der Sicherheitsvorkehrungen unaufmerksam sind und laut reden, haben laut der Skyscanner-Umfrage (neun Prozent der Antworten) ebenso wenig das Zeug zum perfekten Passagier. Sorry, aber wer jede Woche einmal fliegt, der muss sich das wirklich nicht immer mit anhören.

Die Ergebnisse der Umfrage von Flugbegleitern im Überblick

Die nervigsten Eigenschaften von Flugpassagieren:

1. Fingerschnipsen, um Aufmerksamkeit zu erreichen (26 Prozent)

2. Verlassen des Platzes, bevor das Anschnallzeichen erlischt (13 Prozent)

3. Zu viel Handgepäck in der Ablage verstauen (11 Prozent)

4. Beschwerden, dass zu wenig Platz für Handgepäck vorhanden ist (10 Prozent)

5. Reden während der Sicherheitsdemonstration (9 Prozent)

6. Nach mehr Decken und Kissen verlangen (8 Prozent)

7. Hinterlassen von Abfall in den Sitztaschen (7 Prozent)

8. Nach einem anderen Essen fragen (6 Prozent)

9. Beschwerden über die Temperatur (6 Prozent)

10. Nach bestimmten Getränkemarken verlangen (4 Prozent)

 

Der perfekte Passagier ist:

· männlich

· Alleinreisender

· 30 bis 39 Jahre alt

· reist in der Economy Class

· Reisegrund: Freizeit/Urlaub

 

Zu welcher Gattung gehörst du? Was nervt dich am meisten an anderen Passagieren? Also mich macht Achselgerucht WAHNSINNIG!!!

*Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit Cabincrew.com durchgeführt, die Flugbegleiter verschiedener Nationalitäten weltweit vom 17. September bis zum 17. Oktober 2012 per Email befragt hatten.

 

20 Kommentare

  1. Da ich nebenbei ja Kellnere, kann ich bestätigen, Ja, Schnipsen nervt… Oder wenn man sieht, dass ich voll beladen bin, seis volle oder leere Teller, man einen aufhält und was frägt…

  2. kein Wunder, dass der perfekte Passagier männlich, alleinreisend und in den dreißigern sind, die Crew besteht ja meist auch aus weiblichen in den 20ern…

  3. Finger schnipsen geht ja mal gar nicht, da gebe ich den FlugbegleiterInnen recht. Aber letztendlich sollen sie ja mit ihrem Service an Board sich um das Wohlergehen der Fluggaeste kuemmern. Wenn man sich dann darueber echauffiert, dass ein Gast ne extra Decke oder doch lieber ein Heineken als ein Warsteiner Bier will, sollte man sich vielleicht ueberlegen einen nicht serviceorientierten Job zu suchen…

    Ich finde ja immer noch dass der perfekte Fluggast einfach die ganze Zeit schlaeft, dann haette ich naemlich das Zeug dazu :P

  4. Ganz ehrlich: Die sollen einfach mal ihre Arbeit machen. Ich fliege beruflich sehr viel, und der Service der ach so gestressten und in Umfragrn rumnölenden FlugbegleiterInnen ist leider viel zu oft sein Geld nicht wert…

    Beispiel: Ein Business Class – Flug Frankfurt-Shanghai (die Strecke fliege ich regelmäßig) kostet retour 4500 Euro. Für diese stattliche Summe will ich einfach nur exzellenten Service und keine FlugbegleiterInnen, die Umfragen zu nervigen Passagieren beantworten. Aber vielleiht ist das auch ein Economy-Problem – in der Businessclass schnipst keiner mit dem Finger…

  5. Ich arbeite zurzeit auf dem Weihnachtsmarkt in einem Feuerzangenbowlenstand. Zur gemütlichkeit tragen bei uns Erdnüsse und Spekulatius bei. Servietten gibt es reichlich.
    Aber Freitags und Samstags ist es so brechend voll, das teilweise beides leer ist. Dann stehen die Leute dicht gedrängt um etwas zu trinken zu ergattern. Genau in so Momenten kommen folgende Kunden.
    Kunden (K) „Ich hätte gerne, äh, also eine Feuerzangenbowle und ne Cola“
    Ich (MOI)“Ok“ – bin schon losgelaufen…
    K “ Ne, doch zwei Feuerzangen und ne Fanta“
    MOI „Kein Problem“ Alles steht am Platz, schnell wie ich bin.
    K „Ach ne doch ne Cola“ Offene Fanta muss weggeschüttet werden. Wird getauscht. Die Leute in der zweiten Reihe und auch in der dritten werden unruhig.
    Bezahlung geht Reibungslos und DANN!!!
    Können wir bitte noch etwas zum transportieren bekommen, Erdnüsse Spekulationen, Servietten bla bla bla…. Es tut mir leid Liebe Kunden. Ihr lasst kein Trinkgeld springen! Ihr ändert Sekündlich die Bestellung, ihr vergesst das Bitte und Danke und DANN! Wollt ihr noch Extras , die womöglich vor eurer Nase stehen?
    Klar, der Kunde ist König, aber muss man sich dann auch wie einer benehmen?

    Und Christine, bist du auch so?

    1. Ne, wenn ich was bestellt habe, dann habe ich das bestellt. Und eine Fanta wegschüttet finde ich auch nicht ok. Aber kann man sagen: „Sorry, zu spät, musst jetzt nehmen“?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*