Bist du dir sicher, dass du ihn wirklich behalten willst?“, diese Frage habe ich gefühlte 100 Mal gestellt bekommen, als es darum ging Boris in mein Leben zu lassen. Ja, ich gebe zu, es ist für eine Reisebloggerin nicht gerade logisch und nachvollziehbar sich einen Hund anzuschaffen, aber ich sag immer: Wo ein Wille, auch ein Weg. Ich habe meinen Weg gefunden, aber es hat sich wirklich alles geändert. Hier eine kleine Übersicht, was alles passiert und wie mein Leben jetzt MIT Boris aussieht.

Wie-ein-Hund-das-Leben-ändert

 

Wie ein Hund das Leben ändert – 1.Gute Laune am Morgen
Ich kenne wirklich niemanden, der gute Laune am Morgen hat. Ich springe zwar immer gleich auf, wenn der Wecker klingelt und starte voller Tatendrang in den Tag, aber gute Laune sieht anders aus. Seit ich Boris habe, beginnt mein Tag folgendermaßen: Sobald ich mich bewege, höre ich ein Klopfen auf dem Fußboden, dass ist Boris Schwanz, der wedelt und gegen den Boden knallt. Wenn ich dann meinen Fuß aus dem Bett strecke, kommt er angesaust und leckt ihn von oben bis unten ab und dann, wenn ich aufstehe, wird erst einmal eine Runde gekuschelt und danach, das könnt ihr mir glauben, hat jeder Morgenmuffel gute Laune.

Wie ein Hund das Leben ändert – 2. Alles dauert länger
Natürlich nehme ich Boris so oft es geht mit. Zu Terminen und auch auf Reisen. Nur muss ich immer fast die doppelte Zeit von Ort A nach Ort B einplanen, denn 1. Ist alles soooo spannend und Boris so neugierig, dass er an jeder Hausecke und Laterne schnuppert. 2. Boris ist absolut pflegeleicht doch es gibt eine Sache, die er hasst -Rolltreppen. Mir ist bevor ich einen Hund hatte noch nie aufgefallen, wie viele Orte es ohne Aufzug oder nur mit Rolltreppe gibt. Ich habe kein Problem mit ihm Treppen zu laufen, nur mit einem Rucksack auf dem Rücken, der Kameratasche um den Hals, der Leine in der Hand und einen fast mannshohen Koffer, schaffe ich keine Treppen. Also laufe ich verwirrt umher und versuche Aufzüge zu finden, die mich von der U-Bahn zur S-Bahn bringen und der schlimmste Platz auf Erden scheint der Alexanderplatz zu sein. Hier braucht man mindestens 15 Minuten um den Weg von der U-Bahn zur S-Bahn mit dem Aufzug zu absolvieren. Natürlich nicht eingerechnet: kaputte Aufzüge, Aufzüge, die ewig nicht kommen, volle Aufzüge und falsche Aufzüge, die ich genommen habe.

Boris

Wie ein Hund das Leben ändert – 3. Menschen kennenlernen
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens mit drei fremden Menschen quatsche und das ist wunderbar. Ich glaube, es gibt keinen besseren Weg, um neue Menschen kennen zu lernen, als sich einen Hund anzuschaffen. Ich fand Boris schon immer süß, aber ich glaube, ich habe seine zuckersüße Art unterschätzt. Kaum einer kann an ihm vorbei ohne ihn anzugrinsen oder zum Nebenmann zu sagen: „Schau mal, wie goldig“ oder in streicheln zu wollen oder sogar ein Foto von ihm machen möchte. Und da kommt man eben ins Gespräch. Die Top-Boris Fragen:
1.Wie alt ist er denn?
Paradeantwort: 3 Jahre. Nur seine Beine sind nicht mitgewachsen, deswegen sieht er immer aus wie ein Welpe.
2.Was ist denn das für eine Rasse?
Paradeantwort: Ein Mischling. Ich schätze Dackel und Golden Retriever.
3.Oh, darf ich den einpacken und mitnehmen?
Paradeantwort: NEIN!!!

Wie ein Hund das Leben ändert – 4. Angst haben
Angst habe ich oft, aber meistens vor Ereignissen, die bevor stehen oder manchmal auch um Paul und meine Eltern. Aber die sind ja eigentlich alt und groß genug, um sich selbst um sich zu kümmern. Boris nicht. Er ist abhängig von mir. Ich muss mich um ihn kümmern, ich muss schauen, dass ihm nicht passiert und ich bin für alles verantwortlich, was er tut. Verantwortung macht mir immer etwas Angst, denn ich habe Angst, dass ich scheitern könnte oder Fehler mache. Dabei sind viele Ängste absolut unbegründet, aber sie sind eben da. Schon ein großer, uns entgegenkommender Hund, macht mir Schweißhände. Ich glaube, seit ich Boris habe, verstehe ich annähernd, was es heißt „Muttergefühle“ zu haben. Obwohl, irgendwann können die Kinder reden und sagen, was ihnen fehlt, bei Boris werde ich immer ratlos davor stehen und meine telephatischen Fähigkeiten einsetzen müssen.

Wie ein Hund das Leben ändert – 5. Ich gehe gerne nach Hause
Neulich in Berlin. Superangesagte Fashion Week Party mit free Drinks und tausend Promis. Ich stehe mit einen Bekannten an der Bar und nein, wir bestellen uns keinen Cocktail, sondern reden über unsere Hunde und tauschen uns darüber aus, wo sie gerade sind und bekommen ganz dolles Heimweh nach ihnen und würden am liebsten sofort die megahippe Party verlassen, um unsere Nase in einen Fellhals zu stecken. Ja, auch das verändert sich, wenn man einen Hund hat. Man geht unglaublich gerne nach Hause, wenn man weiß, da ist jemand, der einen bedingungslos liebt, der sich danach sehnt, dass man wieder kommt und vor Freude drei Saltos schlägt. Natürlich werde ich jetzt kein Stubenhocker, aber es ist einfach ein wunderbares Gefühl, wenn da jemand ist.

Wie ein Hund das Leben ändert – 6. Schamverlust
Es ist einfach nichts mehr peinlich. Man rennt mit stinkender Scheisstüte durch die Öffentlichkeit, schaut zu, wie der Hund vor einen Ladeneingang kotzt oder mitten in die U-Bahn scheißt, gleich zwei Mal. Die Geschichte habe ich euch ja schon im Post „Der Moment in dem ich mich gerne in Luft aufgelöst hätte“ erzählt. Das Schamgefühl verschwindet langsam völlig. Ich frage mich sogar, ob es noch was gibt, was ich in den letzten Monaten nicht erlebt habe und mich knallrot anlaufen lassen würde? Vielleicht, wenn sich irgendwann seine Analdrüse auf einem weißen Teppich leert?

Wie ein Hund das Leben ändert – 7. Neue Accessoires
Ich bin gebranntmarkt mit Scheißtüten. Es gibt keine Handtasche, keinen Jutebeutel und keine Hosentasche in der sich mittlerweile keine Scheißtüte befindet. Das kann aber auch oft vom Vorteil sein. Zum Beispiel wenn Freunde ihr Handy ins Klo fallen lassen, kann ich ihnen eine Scheißtüte anbieten, um es wieder rauszuholen. Oder wenn jemand hyperventiliert, dann biete ich ihm eine Scheißtüte zum reinatmen an. Außerdem gibt es auch kein Utensil mehr, dass nicht nach Hundeleckerlis riecht. Ich reiche einer Freundin meine Kopfhören: „Oh, die riechen aber nach Hundefutter.“ Ich reiche einer Freundin meine Trinkflasche. „Oh, die riecht aber nach Hundeleckerli.“ Ja, willkommen in meiner neuen Welt. Ich trage nur noch Eau de Chien auf.
Wie ein Hund das Leben ändert – 9. Ich lebe wieder
Ich schaffe es wieder, mich vom Laptop zu lösen. Ich sitze im Park und beobachte Menschen. Ich lache über Kleinigkeiten, die passieren, zum Beispiel wenn Boris versucht eine Mücke zu fangen. Ja, ich lebe wieder. Die letzten Monate war ich etwas geplagt von der Zukunftsangst und habe sie mit Arbeit und Arbeit und Arbeit kompensiert. Doch da ist jetzt jemand, der dreimal am Tag raus muss und dann tue ich es, denn es bringt mir so viel mehr, als noch diese Mail zu schreiben und dieses Foto zu posten. Ich habe wieder Zeit, um nachzudenken und ich glaube, das ist so wertvoll für mich, denn dadurch kommen mir so viele neue Ideen, die ich für euch umsetzen kann.
Wie sagt Heinz Rühmann so schön: „Natürlich kann man ohne Hund leben,
es lohnt sich nur nicht.“ Oh Gott, er hatte Recht!

Boris-Schuhe

61 Kommentare

  1. Ich reise auch ziemlich viel, auch gerne mit Hund.. als ich sie bekommen habe, mochte sie weder Aufzüge, noch Rolltreppen, etc. – mit viel Geduld hab ich’s geschafft – ich kann Dir also nur den Tipp geben, dran bleiben… irgendwann klappt’s… und ich hoffe, dass Dich weniger Menschen dabei anstarren nach dem Motto „warum tut sie ihrem Hund das an“ ;-) also wenn Du einen neuen Anlauf wagst, dann vielleicht die wenig frequentierten Uhrzeiten;-))

    1. bitte bitte lasst eure Hunde weder auf Rolltreppen (auch wenn sie keine Angst davor haben) noch trainiert sie darauf diese zu benutzen. Rolltreppen sind unfassbar gefährlich für die Hundepfoten und ganz leicht reißt sich der Hund Krallen und mehr aus wenn er in den Schlitz gerät – und nein, die Rolltreppe geht davon nicht aus! Bewahrt euren 4beinigen Liebling bitte vor schweren Verletzungen!

  2. Danke für diesen Beitrag – Du sprichst mir aus der Seele! Meine Hündin Mili hat mein Leben um so vieles bereichert! Und schön langsam aber sicher starten auch wir los um die Welt zu erobern :)

  3. Eau de chien – that’s the spirit!
    Ich kann fast jeden Deiner Punkte zu 100% unterschreiben. Ich habe selbst gerade vorhin darüber nachgedacht, wie sehr unser Hund mein Leben bereichert. Und, was man wirklich fast niemandem ohne Hund erklären kann, hast Du gut beschrieben: Aufstehen am Morgen mit Hund!
    Safe travels, mit und ohne Hund!
    Marco

  4. Ohje, das kommt mir gerade recht…bin grad hin und hergerissen, mir einen Hund anzuschaffen.
    Ich ringe noch mit mir und versuche mir, die ganzen Eventualitäten vorzustellen:

    Kleine Wohnung in der Stadt – bei Regen ziemlich unangenehm!
    Ich arbeite bis abends in meinem Teegeschäft – Achtung Lebensmittel!
    Nach der Arbeit dienstags zum Chor – wohin mit dem Hund?
    Noch schnell einkaufen – mitnehmen geht nicht.
    Freitags Jazzklavierunterricht – ob mein Lehrer das mitmacht, wenn ich ihn mitbringe?
    Ab und zu abends in Konzerte, Mist – zu laut!

    Allerdings fahre ich jedes WE gerne ins Grüne, habe einen kleinen Garten, gehe gern zügig spazieren oder Fahrradfahren, fahre selten in den Urlaub, tobe gerne mit einem Hund rum und finde es klasse, so einen treuen Freund zu haben.

    Ich wälze schon seit Wochen die Hundeseiten im Internet, Tierheime, Spanien, Zypern und Co rauf und runter. In einen Tom hatte ich mich soo verliebt, aber dann war er leider schon weg!

    Es ist zum „Jungehundekriegen“…

    1. An Regen möchte ich auch noch nicht denken ;) Aber da gibt es Wannen, die kannst du mit Wasser füllen, der Hund läuft durch, am Ende liegt ein Handtuch und sauber ist der Kleine :) Gibt es kein Hinterzimmer im Teegeschäft? Du kannst ja erst einmal einen Straßenhund zur Pflege nehmen und schauen, wie es sich anfühlt. Oder dich bei leinentausch.de anmelden und am Wochenende Hunde betreuen.

  5. Warst du mit Boris schon im Grunewald? Da gibt es doch dieses großartige Hundeauslaufgebiet! Wir fahren e x t r a nach Berlin, nur um dorthin zu gehen: http://www.keine-eile.de/berlin/ Dort ist es einfach toll für alle Hunde. Frei rumlaufen, baden gehen, Freunde treffen. So etwas gibt es nicht in jeder Stadt. Was für ein Glück für Boris, das er in Berlin wohnt. Noch viel Spaß euch beiden und liebe Grüße von meiner liebsten Freundin Lucy.

  6. Schöner Beitrag & du hast sooo Recht. Mein Hund wurde leider am Montag eingeschläfert und ich bin meeeega traurig. Auch zu Hause kommt es mir jetzt so tot vor :( Ich hatte sie 7 Jahre lang & 7 Jahre lang hat die auch nur mit mir im Bett geschlafen. Ein Hund ist das wundervollste was es gibt. Allgemein mag ich Tiere, aber Hunde sind für mich was ganz besonderes. Ich werde mich jetzt erstmal dran gewöhnen müssen, dass kein Hund mehr angelaufen kommt & sich freut, wenn ich nach Hause komme, ich keinen Hund mehr zum kuscheln habe und was sonst noch :/

  7. Hunde sind die besten Entschleuniger die es gibt! Neben zwei Kindern und Job habe ich eigentlich nicht wirklich Zeit für einen Hund – aber ich habe es keinen Tag bereut, dass wir ihn zu uns geholt haben und die zwei Stunden tägliche Zeit fürs Gassi wird irgendwo abgezwackt (wer braucht schon einen perfekten Haushalt? ich nicht!)

    Toller Beitrag – ich danke dir!

  8. Wir hatten die ganze Zeit auch einen Hund, der wurde uns „entzogen“. Die EX-Frau wollte ihn komplett für sich alleine… .schnief.. wenn ich das lese, weint mein Herz :-( Jetzt habe ich nur noch drei Katzen. Ich freue mich, jeden morgen, wenn sie in mein Bett kommen und kuscheln wollen. Sie heißen: Georgi, Mandy und Piwik
    Liebe Grüße
    Bärbel

  9. Ganz, ganz toll geschrieben und soooo wahr!
    Ich kann auch nicht mehr ohne meine Hunde.
    Ich werde deinen Blog mal in meinen Feedreader legen. Wir reisen auch super gerne und das ist mit den Hunden nicht immer einfach. Wir reisen nämlich nicht ohne die Hunde.
    Ich hoffe, dass du mir gaaaaanz viele postive Erfahrungen zeigen kannst. :)
    Ich wünsche ein schönes Wochenende.

  10. Dein beitrag ist herrlich. Genauso geht es mir auch. Seid 2 jahren habe ich nun meinen hund und verstehe nicht wie ich vorher ohne ihn ausgekommen bin. Ich kenne nur durch ihn jetzt so viele leute. Bin immer draussen und habe so viel Spaß mit ihm. Nie wieder ohne hund auch wenn es ehr aufstehen bedeutet wegen der gassirunde vor der arbeit es ist mir egal solange mein liebling glücklich ist

  11. Kann ich verstehen, dass die Exfrau den Hund für sich alleine haben will, sie ist ja jetzt auch alleine und da kann ein Hund schon trösten. Man kann nicht alles haben ;)

  12. Du hast absolut Recht mit dem was du schreibst. Am wichtigsten ist meiner Meinung nach wirklich, dass man Zeit für seinen neuen Freund hat. Da ich damals (nachdem ich meine Hexe hatte) plötzlich meinen Job wechseln musste und dann 10 Stunden am Stück nicht da war, haben meine Mutter und ich uns kurz geschlossen (ihr Hund war kurz vorher an Altersschwäche gestorben) und so hat sie die Hexe in der Woche und ich am Wochenende oder wenn ich Urlaub habe. Sie ist glücklich wieder einen Hund im Haus zu haben, ich bin happy weil ich die Hexe nicht in fremde Hände geben musste und sie trotzdem fast täglich sehe, wenn Urlaub ansteht, wird der Hund entweder mitgenommen (erst vor 3 Wochen mit ihr Kroatien unsicher gemacht – es war sooo toll :-D) oder sie bleibt bei demjenigen, der daheim ist (ja, meine Mutter und ich stimmen unsere Urlaube seitdem aufeinander ab :-D).
    Der einzige kleine Haken an der Sache, den du mit Sicherheit auch noch erleben wirst: gerade wenn man unterwegs ist, kann man nicht überall mit Hund rein. Restaurants sind in der heutigen Zeit kein Problem mehr, aber bestimmte Sehenswürdigkeiten oder Geschäfte in die man sonst gehen wollen würde, funktionieren dann plötzlich nicht mehr. Wobei mir das alles egal ist, es gibt keinen besseren Freund als einen Hund und dafür nehme ich gern einiges in Kauf :-)

    1. Das hört sich doch schön an :) Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Hund zwei oder drei Bezugspersonen hat, bei denen er ist. Viele sehen das ja immer kritisch… Ja und das mit dem reingehen in bestimmte Gebäude habe ich auch schon festgestellt… Aber macht mir auch nichts.

  13. Sehr, sehr liebevoller Text. Nur das mit den Rolltreppen- sei froh, dass ihr Aufzüge suchen müsst- Rolltreppen sind sehr gefährlich für Hunde ;)

  14. Oh wie ich das kenne… meine neue Freundin hat eine wunderschöne belgische Schäferhündin. Auf Fernreisen kann man die Süße leider nicht mitnehmen, aber für unsere geplanten Urlaube in Deutschland, Österreich, Italien oder Frankreich bin ich mittlerweile immer am prüfen ob das Hotel für Hunde geeignet ist… oder ob wir nicht lieber gleich ein Ferienhaus mieten. :-)

  15. Liebe Christine, hab gerade deinen Blog entdeckt und bin dann gleich auch noch über diesen wunderbaren Artikel gestolpert. Was hab ich gelacht!! Ja, so, genauso ist es, das Leben der Hundemenschen :-) Achja, ich blogge Hundegeschichten, berichte aus dem Leben meiner Hündin Nutella. Vielleicht hast Lust mal vorbeizuschauen :-) Liebe Grüße aus Österreich!

  16. Ich erzähle meinem Hund alles. Ich find das ist ein großer Pluspunkt, dass Hunde sehr gute und geduldige Zuhörer sind. Geheimnisse sind bei ihm auch sehr sicher :) Wenn es mir schlecht geht schafft er es immer mich wieder aufzumuntern. Hund machen das Leben viel schöner :-)

  17. Wunderschöner Artikel, der mich nach einem Kack-Tag echt zum Lachen gebracht hat! Und ich wäre vor einer guten Woche echt dankbar gewesen, von dir einen Scheißbeutel gereicht zu bekommen :D Denn mir ist genau DAS passiert, was du als Beispiel geliefert hast.. hahahahahah :D :D :D Hunde sind toll. Und ich glaube, dass das dank deinem Artikel nochmal deutlicher wird, wie dringend wir uns alle einen Hund zulegen sollten :D (Schatz, ich reiche dir jetzt den Laptop, um diesen tollen Artikel zu lesen… aber ich möchte trotzdem (noch) keinen Hund, ja?“ :D DANKE, du Liebe! <3

  18. Deutschland..Land der Hundeliebhaber. Es gibt mittlerweile 7 Millionen
    von diesen Kotbeuteln, die unsere Staedte verschandeln.
    Hund? Nein Danke! Arme Frau, die für ihr Selbstbewusstsein
    ein Köter benötigt.

  19. Was für ein super schöner Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele – und jetzt vermisse ich meinen Goldie umso mehr, da ich erst vor kurzem zum Studieren umgezogen bin und mein Hund bei meinen Eltern bleibt :( Was würde ich jetzt für eine nasse Schnauze geben, die mich morgens zur Begrüßung abschlabbert :’D

  20. wisst ihr , es gibt schon was besseres als einen Hund !!!!

    zwei Hund, drei Hund, vier Hund, fünf Hund…..sechs Hund sieben Hund (wie ich) oder noch viel mehr……

    wir hatten immer Tiere und als ich meinen A…o..h-Freund endlich nach fast 7 Jahren weiter geschickt habe….holte ich mir JEANNIE… „Schäferhund-Welpen 12 Wochen geschenkt“…wir standen nachts vor dem Tor, ich lugte dann soweit ich konnte rein, Hunde an der Kette „Wurf tauge nix- hört auf mit Zucht“ , da jeder n Hund in Arm und „tschüss“
    Jeannie wurde meinem Bruder auf dem Arm gedrückt, die biss ihn ins Ohr und ich sagte „die ist ja bezaubernd“…so wurde die bezaubernde Jeannie draus. Jeannie gab mir alles , was ich je zum Leben brauchte, sie war an meiner Seite, wenn ich traurig war, sie gab mir Kraft, wenn ich keine mehr hatte, sie brachte mich zum Lachen, wenn mir zum Weinen war, sie vertraute mir , sie gab mir Schutz nachts neben mir im LKW, sie war da, wenn alle mich verlassen hatten, sie spürte sofort, wenn etwas „anders“ war, sie war mein einziges wahres Lebensglück. Dann eines Tages, Jeannie war 12 1/2 und sie war mein „Grauschnauzerl“ geworden, sie hörte zwei Tage vorher auf, zu essen, dann das letzte Leckerli , dann nur noch trinken, 16 Stunden leiser Abschied auf dem Boden im Wohnzimmer, aneinandergekuschelt, leise , schmerzlos nur voll Liebe…meine Freundin, die eigentlich über 300 km mit ihrem Freund kam zu einer Party vom MC fragte, „darf ich bei euch bleiben ?“ —ja klar ich war froh…sie lag mit mir im Wohnzimmer und ich traute mich nicht mal aufs Klo gehen, weil ich irgendwann merkte, es wird ein „gehen“..dann Sonntagmorgens gegen 10 Uhr hatte sie ihr Köpflein in meine Hand gelegt, nah an meinem Gesicht, sie hauchte mir ihren letzten Atemzug direkt in meinen geöffneten Mund und ihr Herz hörte auf zu schlagen- meine Freundin Meli sagte „Andie, ich habe die Liebe in ihren Augen gesehen“— es war als würde ein Teil meines Herzens herausgerissen !!!! Jeannie—-Jeannie….reagierte nicht mehr, sie lag da, ich saß da und meine beiden anderen Mäuse, Attila mein stolzer Rotti und Seelenpartner und das kleine Söckchen, welches ich ein Dreiviertel Jahr vorher „aufs Auge gedrückt“ bekam, brauchten mich noch , doch ich kam nicht klar damit, dass mein „Sternchen“ nicht mehr da war, ich googelte „wird mit Tod von Hund nicht fertig“ und über so Trauerseiten für Tiere o.ä. lernte ich meine Freundin Peggy kennen, die ihre SH Carry mit 6 Jahren verlor und auch nicht drüber wegkam, und ich kam zum AKTIVEN Tierschutz—Jeannie, hat mein Leben nicht nur im Leben bereichert, Jeannie bereichert mein Leben heute noch, fast 10 Jahre nach ihrem Gehen ! Sie ist ausschlaggebend, dass ich die Jahre über erstens selbst mehreren Hunden ein Zuhause gegeben hab, besonders gehört mein Herz den alten, behinderten misshandelten Hunden, dann einen zweibeinigen Hund aus der Türkei einen Pflegeplatz gab, Lucky, ein 7 monatiger Rüde der voller Lebenslust war , ist und jetzt bereits 8 Jahre ist, daraus resultierte, dass ich einen Verein gründete, der dann LUCKY Animals genannt wurde und mit meiner Freundin Anja, meinem Ex-Mann Jörg über die Jahre mehreren hundert Hunden u Katzen zu einem besseren Leben verhelfen konnte.

    Ich glaube, ich kann bald anfangen, ein Buch zu schreiben, deshalb höre ich hier jetzt auf, JA bitte JEDER der ein Herz hat, wird auch einen Weg finden, Tieren aktiv zu helfen. Oft heisst es, nein wir vermitteln nicht an Leute, die arbeiten gehen und die Tiere vielleicht zweimal 4-5 Stunden alleine sind—-so ein Schmarrn—- wenn man dafür sorgt, dass sich mittag jemand kurz kümmert, ist das okay, denn wir haben Tieren geholfen, die 24 Stunden an der Kette hingen (ALLEIN , gehasst, geschlagen) oder 24 Stunden in einem winzigen Betonkäfig (ALLEIN) oder wie mein Billy zum Beispiel 24 Stunden in einem Verschlag ohne Tageslicht….—was sind da 2 mal 4-5 Std. wenn danach jemand da ist, der einen liebt, umsorgt und knuddelt ???? Oder wenn jemand Haus u Garten hat u berufstätig ist….ja dann nehmt 2 (!) Hunde…..-)…..sagte ja zu anfangs…. :-)) lg Andie Lucky Animals eV Regensburg

  21. ich denke „verschandeln“ tun die Städte solche Individuen, die sich der Gattung Mensch zugehörig fühlen weil man für selbige keinen extra Namen erfunden hatte, zwecks der Unwichtigkeit und Primitivheit ihres Daseins…..

  22. Mit den Kotbeuteln habe ich kein Problem, wenn man sie denn nur mal öfters benutzen würde. Meistens gucken die Hundehalter ganz stolz wie ihr Vierbeiner mitten auf den Fussgängerweg kackt. Oder wie bei uns in den Vorgarten, der augenscheinlich kein Hundeklo darstellen soll.
    Gegen die Zwangsbeglückung beim Rauchen gibts Gesetze, gegen kackende Hunde darf man dagegen nichs haben. Man darf Kinder hauen, stört keine Sau, aber wenn man einen Hund schief anguckt ist man ein regelrechts Monster und würde vom Hundehaltermob erschlagen werden.
    Und ja, wie hierzulande die Hunde vergöttert und als Partner/Kinderersatz angesehen werden ist schon erschreckend.

  23. Ja, alle Punkte recht treffend,

    Was mir aber komisch vorkommt: Hund auf Rolltreppe? Dazu sollte man evtl sagen, dass gerade am oberen und unteren Ende dieser Kann, der in den Rillen der Stufen läuft, eigenlich Unrat aufhalten soll und gelegentlich mal Schürsenkel und Hosenbeine frisst auch hervorzüglich Hundekrallen zieht! Selbst schon gesehen, aber nicht bei einem meiner Hunde.

    Bei mir kommt der Hund auf der Rolltreppe gegen mindestens gegen Ende grunsätzlich auf den Arm (derzeit Hündin, 50cm Widerristhöhe und 19kg). Hab anfangs etwas mit ihr geübt und sie lässt sich auch gut mit nur einem Arm halten. Bleibt also die zweite Hand für anderen Kram frei.

    Ansonsten ist Stadtleben mit Hund durchaus ok, solange man bei der Wohnungssuche Auslaufmöglichkeiten in guter Erreichbarkeit einplant. Wohne derzeit in Schottland und in meinem Stadtteil ist alles dermaßen hundefreundlich, alle Parks sind Hundewiesen, Kinderspielplätze sind extra abgezäunt, keine generelle Leinenpflicht (das liegt draußen im eigenen Ermessen/im ÖPNV und in offentlichen Gebäuden allerdings schon), in 9 von 10 Pubs kann man den Vierbeiner mitnehmen und der Großteil der Menschen ist einfach nur total in Hunde vernarrt.

  24. :) Ich muss so schmunzeln – du hast so verdammt recht und ich mag diesen „frischen“ Blick auf das Leben gemeinsam mit einem Hund. Ich habe gleich zwei große „Fellmonster“ und ja, eigentlich kann ich jeden deiner Punkte unterschreiben

    Liebe Grüße
    Jasmina, Sunny und Pan

  25. Wunderschön geschrieben der Beitrag. Auch mein Hund hat mein Leben komplett verändert: Ich komme öfters an die frische Luft, ich habe abgenommen, ich habe endlich einen guten Freund gefunden und ich habe jemanden mit dem ich Wrestling machen kann :)

  26. Meine Tochter (jetzt 14) will schon lange einen Hund. Vor 3 Jahren hab ich damit angefangen, mich mit Hunden zu beschäftigen. Tierheim, Rassen, Spanien-und Rumänienhunde, Welpen…..Bin heimlich mit einer Freundin mehrere hundert Kilometer gefahren, um mir bestimmte Welpen anzuschauen. Komme durch meinen Job in viele Haushalte. Überall wo Hunde waren, hab ich die Besitzer interviewt, wie es so ist mit Hund. Hab das Thema auch wieder fallen gelassen, da ich immer in letzter Minute einen Rückzieher gemacht habe……eingeschränkt mit Hund, Tochter ist in ein paar Jahren weg, Hund bleibt bei uns. Bin jemand, der sich viele Gedanken macht und am liebsten alle Eventualitäten abcheckt und immer ein Hintertürchen offen hat. Jetzt ist das Thema Hund wieder ganz präsent, lässt mich nicht mehr los. Unsere Familienkonstellation ist eigentlich optimal für einen Hund und meiner Tochter (nachdenklich, auch oft etwas negativ, stundenlang im Zimmer mit Handy) würde es sicher guttun. Mir vermutlich auch……und doch hab ich wieder Zweifel. Wir haben eine Katze, Hühner…..früher hatten wir Zwergkaninchen, Meerschweinchen und immer 2 Katzen….aber noch nie einen Hund. Bin so hin und hergerissen. Würde es gern mit meiner Tochter besprechen. Denke aber, wenn ich einmal das Thema anschneide, hört sie nicht mehr auf zu drängeln und ich bin halt einfach unsicher. Trotzdem lässt mich das Thema nicht mehr los und ich verbringe Stunden im Internet bezüglich Hunden. Ich weiss, die Entscheidung kann mir keiner abnehmen, eure Geschichten sind aber schon interessant.

  27. Ein super toller Beitrag, der genau erläutert, warum ein Hund einfach zum Menschen passt. Wir selbst haben mehrere Hunde und sind verdammt froh sie zu haben und würden sie auch nicht hergeben wollen.

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