Christine, was sehen wir auf deinem Foto des Tages?

Hier seht ihr unser Zuhause für die nächsten Tage. Eine urige Hütte auf dem Landgut Moserhof. Hier steht ein kleines Dörfchen an Holzhütten an einem rauschenden Fluss mitten in der Natur. Nebenan ist ein Reitstall und ein Bauernhof. Die Frühstückseier kommen direkt aus dem Stall und das Brot wird jeden Tag frisch gebacken. Mit meiner Schwester verbringe ich drei Tage hier und schon nach drei Stunden habe ich vergessen was gestern war und morgen sein wird. Ein Paradies, nicht nur für mich, sondern auch für Boris. Seht ihr das tolle, dicke Körbchen? Das stand schon für ihn bereit, als er die Hütte betreten hat.

Moserhof

Was hast du heute gelernt?

Ich habe heute gelernt, dass man ein Schild auf dem steht „Wanderweg gesperrt“ beachten sollte. Aber nein, die zwei Girls aus Bayern dachten, das schaffen sie. Haben wir auch, aber der Weg war so vereist, dass ich mich an manchen Stellen am liebsten einfach auf den Po gesetzt hätte und runtergerutscht wäre.

Welche drei Sachen haben dich heute glücklich gemacht?

Ein bisschen Schnee zu sehen und zu hören. Das Geräusch, wenn die Schuhe in den Schnee einsinken. Ich liebe es…

Mich hat es heute sehr glücklich gemacht, dass es so Orte wie den Moserhof gibt. Wo Hunde willkommen geheißen werden, ein wunderschönes Hundeleben führen, ohne, dass man es übertreibt. Heinz, der Besitzer vom Moserhof hat etwas sehr wahres gesagt: Er hat schon sein Leben lang Hunde. Leider wurden 5 von 8 Hunden überfahren, weil eine Hauptstraße nicht weit entfernt ist. Nach dem dritten überfahrenen Hund, hat er einen Zwinger gebaut. Nach drei Wochen hat er seinen Heiko jedoch wieder raus gelassen, weil er sich in ihn hineinversetzt hat. Lieber 5 Jahre eine schönes, freies Hundeleben, als 14 Jahre im Zwinger. Irgendwie hat er recht. Doch für solch eine Einstellung muss man schon ein Stück Egoismus ablegen. Denn natürlich ist es sehr schmerzhaft seinen Hund früher zu verlieren…

Den ganzen Nachmittag lagen wir dann auf dem Sofa in unserer Hütte, haben gelesen, geredet, Tee getrunken, Schokolade gegessen, Fotos gemacht mit meiner E-PL7 gemacht… Ach war das schön…

Frage an euch: Hattet ihr schon mal eine ähnliche Situation? Das ihr zurück gesteckt habt, emotional oder wie auch immer, damit es jemanden anderes besser geht?

4 Kommentare

  1. Es gibt öfter mal die Situation,dass ich „zurückstecke“ damit sich jemand anderes besser fühlt.. Aber davon will ich eigentlich gar nicht groß berichten…das passiert einfach und ist meistens auch richtig so.
    Allerdings kamen mir beim lesen irgendwie die Tränen… Die Sache mit dem Hund… Hunde sind,ob das nun alle wahr haben wollen oder nicht, Familienmitglieder und es tut verdammt weh,wenn sie gehen,erst recht wenn es zu früh ist. Aber ich finde es so schön,dass Heinz die nicht einsperren will!! :)
    Ende Oktober/Anfang November wurde bei meiner kleinen Hündin ein Tumor fest gestellt, da er eher nicht zu operieren war und sie schon fast 13 Jahre alt war,entschied ich mich,sie nicht noch unters Messer zu legen,sondern es ihr so lange schön zu machen,wie es ihr damit gut geht. Ich war hochschwanger und wollte so gern, dass meine kleine alte Dame noch unser Baby kennenlernt,denn sie war ein wunderbarer Hund und immer wie eine Mama zu allem und jeden, obwohl sie nie selbst Welpen hatte. Eine ganze Weile zu früh entschied mein kleiner Junge sich, auf die Welt zu kommen und ich glaubte nun würden sie sich tatsächlich noch kennenlernen… Da mein Sohn aber eben zu früh kam mussten wir etwas länger im Krankenhaus bleiben… Bis eines Tages mein Mann kam und sagte,dass wir was mit unserer Omi machen müssen,weil es ihr nicht mehr gut geht. Ich wusste nicht wie lange wir noch im Krankenhaus bleiben mussten, also traf ich eine Entscheidung. Ich wusste meinen Sohn,der gerade wenige Tage alt war, in guten Händen und verließ für 3 Std das Krankenhaus… Noch einmal ordentlich durchgeknuddelt, abgeküsst und mit einen der tollsten Leckerlies versorgt, brachte ich meine Hündin in die Tierarztpraxis,in der ich arbeite… Alle waren hin und her gerissen vor Freude über die Geburt meines Sohnes und wegen der traurigen Sache,die nun folgte. Ich fühlte mich schrecklich! Habe ich doch die letzten Tage meine kleine Maus allein gelassen, konnte nicht bei ihr sein…und holte sie nun nur ab um sie zum Tierarzt zu bringen… Aber mein Chef und die lieben Kollegen und auch mein Mann stärkten mir den Rücken und meine kleine Lea… Sie sah mich an als würde sie sagen wollen,dass sie dankbar ist,dass es nun vorbei sein wird und ich bei ihr bin… Sie wollte nicht mehr,dass konnten wir alle spüren… Also ließ ich sie über die Regenbogenbrücke gehen… Hinterher war ich erleichtert,weil ich gemerkt habe,dass es das Beste war. Traurig bin ich immer noch,denn sie fehlt hier sehr. Es war der zweite Hund von dem ich mich trennen musste und mir graust es schon vor der nächsten Trennung,aber bis dahin genießen wir die schöne Zeit, die uns bleibt.
    Ich fuhr zurück ins Krankenhaus,niemand sprach mich auf meine Tränen an,alle wussten wo ich gerade war… Ich setzte mich auf Bett und sah dieses schöne Geschenk an..meinen Sohn und ich werde ihm von der kleinen Hündin,die mich fast 13 Jahre begleitet hat,erzählen….
    Gott,tat das gerade mal gut!

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