Maggie stellt uns heute ihr Lieblingskochbuch vor und obendrauf gibt es ein himmlisches Rezept für Tiramisu. Mhhhhh….

Zugegeben, Kochen zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber je älter ich werde, desto mehr interessiere ich mich dafür. Liegt wahrscheinlich nicht nur am Alter (immerhin schon 31,5 Jahre) sondern auch daran, dass ich früher keine Lust hatte abends nach dem Full-Time-Redaktionsjob noch für mich alleine zu kochen. Nun aber habe ich durch die Selbstständigkeit mehr Zeit und dank meines Freundes mehr Motivation, mich öfter an den Herd zu stellen – kochen für Zwei macht eben mehr Freude, und schöne Kochbücher mit tollen Rezepten helfen mir dabei. In einem Museumsshop (!) habe ich neulich „Ordentlich kochen!“ aus dem Hölker Verlag entdeckt – und war als bekennende Ordnungsfanatikern sofort hin und weg von diesem Buch. Gelockt hat mich neben der ungewöhnlich schönen, strukturierten Gestaltung des Buchs vor allem das Tiramisu Rezept mit Russisch Brot (ich liiiiiiiebe Desserts!). Ausprobiert habe ich komischerweise bisher fast alles außer das Tiramisu.

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Das Buch ist aufgeteilt in ordentliche Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Auf der jeweils linken Seite sind die Zutaten inklusive Mengenangaben bebildert, auf der rechten sieht man das Ergebnis und die Anleitung, wie man dieses erreicht. Die Schrift finde ich manchmal nicht ganz einfach zu entziffern, die Rezepte sind aber wirklich toll und auch für Laien, wie mich, einfach zuzubereiten. Dabei hilft vor allem der schnelle, einfache Überblick über alle benötigten Zutaten, die anders als bei anderen Kochbüchern zusätzlich zum fertigen Gericht als Bilder dargestellt sind.

Sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch praktisch. Sowohl vegetarische als auch Fleisch- und Fischgerichte enthält das kreativ gestaltete Kochbuch. Die Anzahl der Rezepte (26) ist recht überschaubar gehalten, erschlägt einen dafür aber nicht. Und auch die Zutaten sind nicht so ausgefallen und unauffindbar wie das bei anderen Kochbüchern gern mal der Fall ist. Die Gerichte aus „Ordentlich kochen!“ lassen sich in einer guten halben Stunde zubereiten, mit etwas Übung wahrscheinlich auch schneller.

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Bisher ist die Ratatouille-Paella mein absoluter Favorit! Dafür brät man zunächst verschiedene Gemüsesorten wie Aubergine, Zucchini, Paprika und Tomaten an, schwitzt anschließend gesondert Paella-Reis an, löscht diesen mit Gemüsebrühe ab und gibt Safranfäden hinzu. Dann wird das vorher gebratene Gemüse auf den Reis geschichtet und kommt für 15 Minuten in den Ofen. Mhhh, yummy. Gut fand ich auch das Zucchinirösti mit Räucherlachs, wobei es leider ein wenig auseinandergefallen ist – nächstes Mal würde ich ein Ei zur Bindung zugeben. Auch die gefüllte Spitzpaprika, das Ofengemüse mit Rosmarin und die Falafel habe ich schon ausprobiert – alles ebenfalls empfehlenswert. Die Paprika habe ich allerdings nicht nur mit Hackfleisch und Fetakäse, so wie im Rezept vorgegeben, sondern auch mit anderem Gemüse wie Mais und Tomaten gefüllt. Ich bin beim Kochen eh viel mutiger geworden, als ich es mich beim Backen je trauen würde: Ich lasse weg, tausche aus, füge hinzu, wie mir danach steht. Und das Erstaunliche: Es schmeckt trotzdem!

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Einzig die Spaghettipizza konnte mich nicht überzeugen (obwohl ich mich 1:1 an das Rezept gehalten habe – oder vielleicht gerade deswegen, ha!). Den Teig dieser ausgefallenen Kreation bildet ein Spaghetti-Eier-Mix, der zunächst gebraten und dann im Ofen mit Tomaten, Mozzarella, Salami, Oliven und Peperoni überbacken wird. Leider hat die Pizza total trocken geschmeckt und auch der Belag hat insgesamt nicht zu den Nudeln gepasst, mir zumindest nicht.

Als nächstes bin ich gespannt auf das Pilz-Risotto und den Feldsalat mit Kartoffeldressing – und natürlich auf das Tiramisu Rezept! Hier das Rezept für euch:

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Tiramisu mit Russisch Brot
(für 4 Personen)

1 Ei
300 ml Sahne
1 Prise Salz
1 Packung Russisch Brot
375 g Mascarpone
3 EL Amaretto
Saft + Abrieb von 1/1 Bio-Zitrone
100 g Zucker
3 EL Kakao
80 ml Espresso
Die Buchstaben grob zerhacken. Ei, Zucker, Salz, Zitronenabrieb und -saft in einer Schüssel über dem heißen Wasserbad schaumig schlagen. Dann in einem kalten Wasserbad unter Rühren etwas abkühlen lassen. Mascarpone unterrühren, die Sahne steif schlagen und unterziehen.

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Die Hälfte vom Russisch Brot auf dem Boden einer runden Form verteilen. Amaretto und Espresso mischen und die Hälfte davon darüberträufeln. Dann die Hälfte der Creme einfüllen. Restliches Russisch brot einschichten, übrige Flüssigkeit und die Hälfte der restlichen Creme darauf verteilen.

Die übrige Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und damit Tupfen auf die Oberfläche spritzen. Mit Kakaopulver bestäuben und am besten für 1 Tag kalt stellen.

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Ordentlich kochen! Von Christiane Weismüller (Illustrator), Oliver Brachat (Fotograf), Hölker Verlag, 16,95 Euro

Magdalena

Ich bin Maggie, freie Journalistin aus Hamburg. Meine Leidenschaft gilt dem Reisen, Büchern, Filmen, Serien, Museen und und und. Nach diversen Praktika, Studium und Volontariat habe ich mich selbstständig gemacht und lebe seit Oktober 2014 im schönen Wien! Hier kann ich meinen Leidenschaften genauso gut nachgehen, und teile diese ab sofort auch auf Lilies Diary. Mehr Texte hier: www.a-e-i-o-u.de

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